Wie im Band zuvor platzt man zu Beginn der Handlung in die Schlußphase
eines Lara-Croft-Abenteuers hinein, die mit dem Rest des Romans nicht zu
tun hat - eine Technik, die für James-Bond-Filme gut funktioniert, in einem
Abenteuerroman aber fehl am Platz ist. Aber dann nimmt die Handlung Fahrt
auf: Archäologieprofessor Frys stößt auf eine großes Geheimnis - und wird
ermordet, seine Unterlagen über den uralten Mene-Kult werden dabei
vernichtet. Außerdem taucht eine alte Bekannte von Lara wieder auf: Ajay,
einst ihre beste Freundin, wurde bei dem Versuch, so wie Lara zu sein, zu
ihrer Erzfeindin.
Zusammen mit Nils Bjoerkstrom, der aufgrund seiner Prothesen "Borg" genannt
wird, bricht Lara in den Osten von Peru auf, wo die uralten Mene-Ruinen zu
finden sind. Dort stoßen sie auf einen dunklen Kult, der versucht, einen
uralten Gott wieder auferstehen zu lassen, der sich mithilfe besonderer
Linsen hypnotischer Methoden bedient. Borg und Lara haben einige Abenteuer
zu bestehen, dabei stellt sich heraus, daß Borgs Prothesen auch einige
Vorteile zu bieten haben.
E. E. Knight macht seine Sache deutlich besser als sein Kollege, der den
ersten Band "verzapft" hat. Seine Geschichte ist spannender geschrieben
und viel besser durchdacht. Mit Borg hat er einen interessanten neuen
Charakter eingeführt. Sehr peinlich hingegen wirken die naturwissen-
schaftlichen Nängel: Eine einfach physikalische Formel wird völlig falsch
wiedergegeben und Spinnen zählt er völlig zu Unrecht zu den Insekten -
davon abgesehen hnadelt es sich um einen wirklich kurzweiligen
Abenteuerroman.