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Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild hätte noch eine Hauch mehr Schärfe in dunklen Szenen vertragen, der Ton ist bravourös. Es wird nicht an Extras gespart und Fans können sich nach dem Kauf der Disc auf einen ganz langen Tomb-Raider-Abend einstellen, denn allein die Zusatz-Disc enthält 90 Minuten Material, dazu der Regiekommentar, der sich streckenweise nur mit der Auswahl pitoresker Settings befasst...Tomb Raider ist gelackte Action ohne Unterlaß...es gibt sicher Leute, die sich schon mit 17 ein bißchen zu alt dafür fühlen werden, einer leicht belämmerten Pseudo-Handlung folgen zu wollen, die aber von den choreographischen und den pyrotechnischen Momenten angetan sein könnten, denn das sind die Stärken dieses Filmchens, dessen Story dünner ist als Eßpapier. Bestes Handwerk ohne sonderlich viel Hirn.Für Effekt-FreaksMO
Bild: Die Disc entfaltet eine hohe Bildstabilität, könnte aber einen Tick schärfer sein. So sieht etwa die Skyline von Hong Kong bei Nacht nicht hundertprozentig detailtief aus (00.46.50). Nur in helleren Szenen entwickelt die Schärfe sehr gute Werte, etwa beim Flug über die griechische Insel zu Beginn des Filmes, wo die Tanzenden in einem Zelt in der Totale noch gut erkennbar sind (00.01.10) und das Bild überdies absolut stabil bleibt. Der Kontrast verhilft dem Bild zu guter Prägnanz und konturierten Helligkeitsabstufungen.
Ton: Das etwas übertriebene Sounddesign des etwas actionlastigen Filmchens wird von der DVD ausgezeichnet reflektiert. Die Effekte werden in exakter Direktionalität und größter Transparenz abgefeiert. Jedes Sounddetail ist geographisch nachvollziehbar und die großen Knaller werden mit gehöriger Dynamik losgetreten, dabei bleibt der Ton immer differenziert und kanaltreu (00.21.22, Rockmusik, Schüsse, Pferd, Hubschrauber...und alles zugleich). --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Bei der Regieführung wurde Simon West von 'Mr. Frauenpower' Jan De Bont abgelöst. Alle seine bisherigen Filme weisen starke weibliche Protagonistinnen auf - sei es 'Twister', die 'Speed'-Actioner oder sein 'Bis das Blut gefriert'-Remake 'Das Geisterschloss'. Daher war der Holländer prädestiniert, die akrobatische Actionamazone bei ihrem nächsten globetrottenden Abenteuer sexy in Szene zu setzen. Jolie bestätigt sich erneut als Perfektbesetzung für die Fleisch-und-Blut-Inkarnation des virtuellen Männertraums einer coolen Kampfbraut, die gewohnt gelassen durch die Over-the-top-Actionsequenzen gleitet. Die von der athletischen Lady Lara Martial-Arts-versiert ausgefochtenen Auseinandersetzungen tragen sich nach patentierter 007-Manier an verschiedenen internationalen Schauplätzen zu, die von Griechenland, China, Hongkong bis nach Afrika reichen.
Drehbuchnovize Dean Georgaris (hat auch die kommende Bruckheimer-Produktion 'King Arthur' geskriptet) webt ähnlich dem Original eine Indiana-Jones-inspirierte Story um ein mystisches machtverleihendes Artefakt - in diesem Fall die berühmt-berüchtigte Büchse der Pandora, die bei Öffnung alle Übel dieser Erde loslässt. Auf die hat es Schurke Jonathan Reiss (Ciaran Hinds aus 'Der Anschlag' erweist sich als maliziöser Mad Scientist) abgesehen, um sie als Waffe an die höchstbietenden kriminellen Drahtzieher zu verschachern. Als Wegweiser zur Plagenbüchse dient eine bernsteinfarbene Glaskugel mit eingravierten Code. Diese hat Lara zu Beginn im antiken versunkenen Lunatempel aufgetan, nur um sie anschließend gleich an die Schergen von Reiss zu verlieren. Daraufhin holt sie ihren unzuverlässigen Ex-Lover Terry Sheridan ('Dracula 2000' Gerard Butler mit kantigem Charme) aus einem Gefängnis in Kasachstan, und gemeinsam setzen sie die Suche fort. Nach Fragen über Loyalität, moderatem sexuellen Sparring und zahlreichen Stunts bestehend aus einem spektakulären Wolkenkratzer-Fallschirmsprung, gewagten Motorrad- und Stabsprüngen sowie der obligatorischen Flut von Feuergefechten (wobei De Bont das Nachladen von Munitionsclips zu seinem visuellen Fetisch erhebt) kommt es am Fuß des Kilimandscharo zum aufwändigen Showdown.
Verhältnismäßig sparsam fielen die computergenerierten Effekte aus: Croft hat eine augenzwinkernde Begegnung mit einem CGI-Haifisch, und beim Finale wüten die digitalen Monsterwächter der Büchse der Pandora in Windeseile über die Leinwand. Der Soundtrack pendelt zwischen dem behäbigen Orchesterscore von Alan Silvestri und pulsierenden Technoklängen, die besser zur furiosen Östrogen-Action passen. Das zeigt sich beim derart unterlegten Shootout in Reiss' Labor, bei dem sich die Spannung spürbar steigert und auch Til Schweiger in seiner Rolle als einer der Schergen den größten Eindruck hinterlässt. Insgesamt ein schwungvoll-actionreicher Sommerspaß, der ohne menschenverachtende Brutalität oder unangenehmen Sexismus locker-leicht zu unterhalten versteht. ara.