Das ist wie Bildzeitung lesen, die Schlagzeile weckt Neugier, man beginnt zu lesen und dann, wenn es endlich zur Sache kommen könnte, ist der Artikel zu Ende.
Frust!
So auch hier. Nach der ersten, zugegebenermaßen oft originellen Wortspielzeile kommt dann nichts mehr, außer ein zwei Zeilen gibts nichts dazu. Man will sich im Lied einrichten, aber es gibt kein Lied.
Frust, Frust!
Dazu kommt die schlechte Abmischung. Hinter schepperndem Klavier und anderen Instrumenten verschwindet die gelegentlich nuschelnde Stimme manchmal bis zur Unhörbarkeit. Das ist schlechtes Handwerk (Ich habe eine gute Anlage und meine Ohren sind auch in Ordnung). Aber wegen der bescheidenen Instrumentalbeigabe kauft man doch nicht die CD eines als Wortspieler auftretenden Künstlers.
Die Liedfragmente in scheppernder Begleitmusiksoße verhindern auch bei einem geneigten Zuhörer alles Wohlwollen. Ich habe neugierig und durchaus gutgelaunt mit dem Hören dieser CD begonnen und nach zwei Drittel Laufzeit entnervt abgebrochen.
Frust, Frust, Frust!
Ein Stern für die wirklich guten Wortideen, einer als Ausdruck meiner Hoffnung, dass Marco Tschirpke in Zukunft sein Handwerk ernster nimmt, denn Genie ist ja angeblich 10 % Inspiration und 90% Transpiration.