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Lanzarote: Erzählung [Taschenbuch]

Michel Houellebecq , Hinrich Schmidt-Henkel
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 3. Mai 2004 --  

Kurzbeschreibung

3. Mai 2004
“Die traurigste Reisegeschichte der neueren Literatur” (Süddeutsche Zeitung) Für Michel beginnt das dritte Jahrtausend auf der bizarrsten aller Kanareninseln, wo ganz besondere Exemplare der Gattung Mensch seine Wege kreuzen. Friseuse Barbara und Finanzdienstleisterin Pam sind Lesben mit Kinderwunsch aus dem Frankfurter Raum. Rudi, ein depressiver Polizeiinspektor aus Brüssel, befindet sich "am Rand der menschlichen Totalkatastrophe". Allen gemeinsam ist, dass sie sich für Vulkane, Kakteen und Kamele wenig begeistern können.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 5 (3. Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499236443
  • ISBN-13: 978-3499236440
  • Originaltitel: Lanzarote.
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 246.410 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Der wohl bekannteste französische Autor der Gegenwart wurde 1958 in La Réunion geboren. Er ist Preisträger des angesehenen Grand Prix des Lettres, des Prix Novembre, des Impac-Preises und des Prix de Flore. Mit "Plattform" erregte er, wie bereits mit seinen früheren beiden Romanen, internationales Aufsehen. Michel Houellebecq lebt heute in Irland in der Grafschaft Cork.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Am 14. Dezember 1999 wurde mir mitten am Nachmittag auf einmal klar, dass mein Weihnachtsfest wahrscheinlich ein Reinfall sein würde - wie üblich. Ich bog nach rechts in die Avenue Felix-Faure und betrat das erstbeste Reisebüro. Das Mädchen war mit einem Kunden beschäftigt. Eine Braunhäutige in Folklore-Bluse, mit einem Piercing im linken Nasenflügel; ihre Haare waren mit Henna getönt. Gespielt lässig sammelte ich Prospekte von den Auslagen.
'Kann ich Ihnen helfen?' hörte ich sie kurze Zeit später.
Nein, sie konnte mir nicht helfen; niemand konnte mir helfen. Ich wollte nur noch nach Hause, dort die Kataloge der Ferienclubs durchblättern und mir dabei die Eier kraulen. Aber jetzt hatte sie ein Gespräch begonnen, ich wusste nicht, wie ich mich ihm entziehen sollte.
'Ich würde gern im Januar in Urlaub fahren ...', sagte ich mit einem Lächeln, das, so bildete ich mir ein, entwaffnend wirkte.
Sie startete von null auf hundert durch: 'Sie wollen in den Süden?'
'Meine Mittel sind b egrenzt', meinte ich bescheiden.
Das Gespräch zwischen Reiselustigem und Reisevermittler - wenigstens stelle ich es mir nach Lektüre verschiedener Fachzeitschriften so vor - neigt gewöhnlich dazu, den Rahmen der Verkaufsbeziehung zu übersteigen; tatsächlich aber enthüllt erst der Handel mit dieser Trägersubstanz der Träume, der Reise, den Gehalt jeder Geschäftsbeziehung - etwas Mysteriöses, zutiefst Menschliches, ja gerade Mystisches. Versetzen Sie, geschätzter Leser, sich für einen Augenblick an die Stelle des Touristen. Was wird von Ihnen erwartet? Sie müssen sich aufmerksam eine Reihe von Vorschlägen der Fachkraft (meist weiblichen Geschlechts) anhören, die Ihnen gegenübersitzt. Sie verfügt - das ist ihre Funktion - über breit gefächerte Kenntnisse der Erholungs- und Kulturangebote an den Unterhaltungsorten, die in ihrem Katalog enthalten sind; sie hat zumindest eine annähernde Vorstellung von der typischen Klientel vor Ort, den dort ausgeübten Sportarten, den sozialen Möglichkeit en; von ihr hängt für die Frist jener Wochen in großem Maße Ihr Glück ab - oder zumindest die Bedingungen, unter denen Ihr Glück möglich werden könnte. Von ihr wiederum wird erwartet - fern der Verabreichung eines Standardurlaubs" und egal wie kurz Ihrer beider Begegnung ist -, so deutlich wie möglich Ihre Erwartungen zu erkennen, Ihre Wünsche, ja, Ihre geheimen Hoffnungen.
"Wir hätten da zum Beispiel was in Tunesien. Ein klassisches Reiseziel, sehr günstig im Januar ...", begann sie, offensichtlich ein Appetithappen. "Oder Südmarokko. Das ist in der Nebensaison auch sehr schön." Wieso Nebensaison? Südmarokko ist das ganze Jahr über sehr schön. Ich kenne Südmarokko sehr gut, mit Sicherheit besser als diese kleine Idiotin. Dort mag es ja sehr schön sein, aber das ist nicht nach meinem Geschmack, das musste man ihr erst mal klar machen. ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kampfzone Lanzarote 31. August 2004
Format:Taschenbuch
Wer Houellebecq kauft, weiß was ihn erwartet. Und er wird auch diesmal nicht enttäuscht. Schauplatz der Handlung ist Lanzarote, aber das tut nichts zur Sache. Lanzarote erweist sich bei Houllebecq als genauso trostlos wie Südfrankreich. Frust und Langeweile, sexuelle Obsessionen und unerfülltes Begehren, das sind existentielle Momente, die nicht an bestimmte geographische Gegebenheiten gebunden sind. Soweit wie gehabt. Das schmale Büchlein hat mir trotzdem gut gefallen, v.a. wegen seiner überraschenden Schlußpointe. Wie bei einem Krimi erscheint plötzlich alles in einem anderen Licht. Mehr will ich nicht verraten. Kaufen, lesen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu kurz, zu schnell. 3. Februar 2006
Von Niclas Grabowski TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Das Buch ist ein solider Houellebecq, ein bißchen Lebenschmerz, ein bißchen Sex und Tod und eine Utopie am Ende, die die bestehende Weltordnung zwischen den Geschlechtern über den Haufen wirft. Aber leider enthält das Buch wenig neues.

Empfehlenswert ist es daher für Leser, die Houellebeqc noch nicht kennen, und sich in einem kurzem Buch einen Überlick über seine Ideen verschaffen wollen oder für Leser, die ohnehin Fans sind, aber mehr von dem Stoff wollen.

Wenn man aber einen wirklich guten Roman lesen will, und bereit ist, sich ernsthaft mit dem Autor zu beschäftigen, sollte man eines seiner längeren - und mit mehr Engagement geschriebenen - Werke zurückgreifen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Tristesse Royal des M.H. auf Lanzarote 25. Juli 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Houellebecq verknappt sich in seiner neuen Erzählung auf Klischees. Dadurch bezieht dieses Buch seinen Humor. Alles aber bleibt an der Oberfläche. Norweger fahren im Januar nach Lanzarote, damit sich das Gerücht hält, da hätte jemand im Januar im Meer gebadet. Deutsche Mädchen sind eigentlich ganz nett. Was sich durch eine amouröse Strandsequenz offensichtlich beweisen lässt. Das Beste an Belgien ist das Bier. Und so weiter. Houellebecq holt Luft. Ausufern mag er nicht. Hier nicht. Vor allem für Fans ein empfehlenswertes Buch. Ohne die Vorgänger wohl ein kaum beachtetes Buch.
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Die neuesten Kundenrezensionen
2.0 von 5 Sternen Kurz und vulkanisch
Eine Reiseerzählung? Eine weitere Abhandlung über Sexualität und Lebensstil des (modernen) Menschen, was eigentlich das ganze bisherige Werk Houellebecqs... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Februar 2011 von Timo Brandt
4.0 von 5 Sternen Ein Muss für Fans
Houellebecq erzählt in gewohnter Manier die Geschichte eines Ferienurlaubs in einem All-Inclusive-Hotel auf Lanzarote. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von Samuel Görner
5.0 von 5 Sternen ..so ist`s...
Nun, es ist eine Erzählung und damit kein Buch.
"Lanzarote" erinnert mich stark an "Plattform" und jenes war das erste Buch, welches ich von Houellebecq (und ich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. August 2007 von Wagner Ralph
1.0 von 5 Sternen Autor mit sexueller Macke
Nach "Elementarteilchen" habe ich nun "Lanzarote" gelesen. Der Autor muss wirklich eine riesige sexuelle Macke haben: mehr als um die Insel geht es da um deftigen Sex, eine wahre... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2007 von Leseliese
4.0 von 5 Sternen Liebe Verlage, macht unsere Bücher billiger...
... denn dass bei "Lanzarote" das Preis-Leistungsverhältnis auffällig zuungunsten des Kunden ausschlägt, ist überdeutlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juni 2005 von H. Voss
5.0 von 5 Sternen Virtuoser Perspektivenwechsel!
Der eigene Wille oder ein fest gefügtes Weltbild lassen einen oft vor die Wand laufen oder in einer Sackgasse enden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2005 von Volker Eich
5.0 von 5 Sternen Virtuoser Perspektivenwechsel!
Der eigene Wille oder ein fest gefügtes Weltbild lassen einen oft vor die Wand laufen oder in einer Sackgasse enden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Januar 2005 von Volker Eich
4.0 von 5 Sternen ein echter houellebecq
auch wenn dieses buch nur ca. 90 seiten umfasst, ist es doch als vollständiger houellebecq anzusehen. ein zynischer mann (mal wieder michel) auf urlaub auf lanzarote. Lesen Sie weiter...
Am 20. Juli 2004 veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Anfangs genial beobachtet, Ende schwach
Anfänglich ein gut geschriebenes Buch, mit Witz und Detail (sehr nett vor allem wenn man die Insel gut kennt). Lesen Sie weiter...
Am 21. Juli 2003 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Tristesse Royal auf Französisch
Houellebecq verknappt sich in seiner neuen Erzählung auf Klischees. Dadurch bezieht dieses Buch seinen Humor. Alles aber bleibt an der Oberfläche. Lesen Sie weiter...
Am 25. Juli 2001 veröffentlicht
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