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Produktinformation
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In Rückblenden beleuchtet Irina Korschunow – Autorin zahlreicher berühmter Romane – entscheidende Stationen eines Lebens, das zwei Menschen glücklich zu teilen hofften. Wie unstet und fragil jenes Traumgebilde von der unendlichen Liebe ist, welche Alltäglichkeiten oder Zufälle es zum Einsturz bringen: dies zeigt die deutsche Schriftstellerin. Der übergroße Wunsch etwa, ein Kind als Sinnbild ihrer Zusammengehörigkeit zu zeugen, wird zur Zerreißprobe für Nora und Pierre. Die „kleine Laura“, wie sie ihr Wunschkind bereits nennen, kommt nicht zur Welt. Wohl aber ein anderes Mädchen, ausgerechnet auf Grund von Pierres Seitensprung. Jahrelang hält er die Existenz seiner Tochter vor Nora geheim, bis sich die Wahrheit ihren Weg bahnt. Fast zerbricht daran die Ehe. Nora reist fort, kehrt aber zurück. „Du darfst mich nie wieder allein lassen“, fordert Pierre. Nora verspricht es. Am nächsten Tag jedoch gehen sie im Streit auseinander und Pierres Unfall nimmt ihnen jede Chance einer Versöhnung.
Trotz analytischer Genauigkeit zeichnet Irina Korschunow mit Einfühlungsvermögen jenen steinigen Weg nach, den Nora nach dem Unfall ihres Mannes geht. Unpathetisch und realitätsnah schildert sie die inneren Konflikte der Protagonisten: auch, als sich Nora neu zu verlieben beginnt. Ein bewegender Roman mit dem Appell einer lebensklugen Autorin, die kostbare Zeit mit geliebten Menschen zu nutzen und den Mut für einen Neuanfang niemals zu verlieren. -- Fenja Wambold
Fazit: Eine in sich überzeugende und geschlossene Lebens- und Liebesgeschichte ist der anerkannten Autorin mit diesem Buch gelungen. --literature.de - Das Literaturportal, 19.03.09
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die tragische Liebesgeschichte eines Paares in heutiger Zeit.,
Rezension bezieht sich auf: Langsamer Abschied (Gebundene Ausgabe)
Nach Jahren des Zusammenlebens mit allen Höhen und Tiefen erfährt eine Frau, dass ihr Mann eine Tochter aus einer außerehelichen Beziehung hat; ein Wesen, von dem sie nichts wusste und weiß, und dem sie plötzlich Platz in ihren Gedanken und ihrem Leben einräumen soll!Irina Korschunow erzählt eine Liebesgeschichte, aus der eine lange Ehe wurde, ohne eigene Kinder zwar, aber glücklich. Sie ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesiedelt. Nora und Pierre sind als Einzelkinder aus unglücklichen Nachkriegsverbindungen hervor gegangen, ehe sie sich an der Universität in Göttingen beim Studium trafen. Aus der anfänglichen Freundschaft wird eine Ehe, die im Gleichklang verläuft. Beide Partner sind erfolgreiche Akademiker. Als sie nach Hamburg ziehen, wo Pierre eine Professur am physikalischen Institut angeboten wurde, gesellen sich noch liebe Nachbarn zu ihnen, die zu Freunden werden. Alle zusammen leben in einer idyllischen Landschaft und in äußerlich gesicherten Verhältnissen. Nora hat den rechten Zeitpunkt für Kinder verpasst, weil ihr die eigene Karriere wichtiger war, die sie als Kunsthistorikerin mit interessanten Aufgaben zum Funk und Fernsehen geführt hat. Die glücklichen Tage und Jahre enden, als sich herausstellt, dass Pierre eine Tochter aus einem unverbindlichen Fehltritt hat. Er erfuhr selbst erst spät von der Tochter. Als diese zwischen ihm und Nora zur Sprache kommt, ist es um den Frieden in der Ehe der beiden geschehen. Nach dramatischen Konflikten und einem letzten Versöhnungsversuch gerät das Leben der beiden außer Kontrolle, als Pierre nach einem schweren Autounfall für Monate in ein tiefes Koma fällt. Sie sind erst um die vierzig Jahre alt, als sie das Schicksal aus allen bisherigen Lebensbezügen wirft. Eine so gesehen fast banale und alltägliche Geschichte. Irina Korschunow thematisiert in ihrem Roman die Liebe, Treue und Wahrhaftigkeit fast wie in einer Form der Falldarstellung. Indem sie ihren Figuren Handlungen aufnötigt, die sie in all ihren verworrenen Lebensmustern zeigen, haucht sie ihren Protagonisten Leben ein. Die Liebe zweier nicht ganz unkomplizierter Menschen führt unweigerlich zu Auseinandersetzungen. Die leichten Machozüge von Pierre stehen dem emanzipatorischen Anspruch Noras gegenüber. Die nachbarlichen Freunde bilden den Gegenpol zu ihrem Lebensentwurf: sie haben Kinder, und Renate hat ihre beruflichen Ambitionen zugunsten der Familie aufgegeben. Dennoch bleibt auch diese Ehe nicht unangefochten von äußeren Einbrüchen. Die Autorin beschreibt moderne Ehen und Familienleben mit all dem Glück und Unglück, das zu den jeweiligen Paarbeziehungen dazu gehört. Dass sie die immer wieder kehrenden Fragen von Schuld, Verantwortung, Selbstverwirklichung und Treue berührt, und dass das Schicksal zuweilen alle Pläne zunichte macht gibt der Geschichte Lebendigkeit und Realitätsnähe. Die persönlichen Erfahrungen der Protagonisten sind einfühlsam und vielseitig dargestellt und emotional nachvollziehbar. Prägnant und mit scharfem Blick richtet Irna Korschunow ihren Blick auf Details psychischer Verwirrung und beobachtet Reaktionen auf Schicksalseinbrüche, die fast wie in einem Film am Leser vorüberziehen. Eine in sich überzeugende und geschlossene Lebens- und Liebesgeschichte ist der anerkannten Autorin mit diesem Buch gelungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
dieses Buch hat mich berührt wie selten ein Anderes,
Von
Rezension bezieht sich auf: Langsamer Abschied (Gebundene Ausgabe)
Nora und Pierre lernen sich während ihres Studiums in Göttingen kennen und lieben. Sie heiraten,etablieren sich in ihren Berufen, er als Physiker, sie als Kunsthistorikerin und erleben die Höhen und Tiefen eines Ehealtags. Als sie sich entschließen ein Kind in die Welt zu setzten und dies auch nach etlichen Versuchen nicht klappt, läßt Nora sich untersuchen und bittet auch Pierre dieses zu tun. Dabei erfährt sie von Pierre, dass er schon eine Tochter hat, die durch einen One Night Stand enstanden ist. "Nichts von Bedeutung", doch für Nora bricht eine Welt zusammen,wegen dem Vertrauensbruch, den Pierre an ihr begangen hat. Sie trennt sich von ihm,um über eine weitere Zukunft mit ihm nachzudenken. Einen Tag nachdem sie zu ihm zurückgekehrt ist, verünglückt Pierre mit dem Auto schwer und fällt in ein tiefes Koma. Von nun an ist nichts mehr so wie es war.Irina Korschunow hat eine sehr emotionale Geschichte über ein Paar geschrieben, das vom Schicksal hart getroffen wird. Nach Pierres Unfall verbringt Nora Stunden und Tage an Pierres Bett, immer in der Hoffnung, dass das Unabänderliche nicht zur Wahrheit wird, dass Pierre nie mehr der Mensch sein wird, der er einmal war. Sie negiert die Realität, weil es zu grausam wäre sich den Wahrheiten zu stellen. Erst nach und nach lernt sie mit dem neuen Leben zurechtzukommen, das von der Hoffnung genährt wird, dass doch alles wieder wird wie einst.Am Krankenbett läßt sie das Leben mit Pierre Revue passieren und gibt sich sogar selbst eine Mitschuld am Geschehenen. Als der Arzt ihr dann mitteilt, dass Pierre als austherapiert entlassen wird und ihr den Vorschlag macht, ihn in ein Pflegeheim zu geben, weist Nora dieses weit von sich, denn sie will Pierre selbst pflegen, ohne sich vorstellen zu können, was das für ihr Leben bedeutet, doch ihr Pflichtbewußsein Pierre gegenüber, lässt sie diese Antwort geben. Gott sei dank findet sie eine Lösung, die für alle Beteiligten annehmbar ist, doch ein schlechtes Gewissen bleibt immer. Nicht nur die ausgesprochen schöne Sprache dieses Buches zeichnet diesen Roman aus, sondern auch das sensible Einfühlen in Menschen ,die in dieser Situation leben.In ihr Denken und Fühlen ,angesichts dieses belastenden Schicksals. Man könnte meinen, Frau Korschunow hätte ähnliches erlebt, so überzeugend schildert sie solch eine Situation. Das Durchleben der einzelnen Phasen eines solchen traumatischen Erlebnisses werden anschaulich,treffend und realistisch beschrieben. Irina Korschunows Buch wird mir in Erinnerung bleiben als ein ausgesprochen sensibles, sprachlich brilliantes Buch, das eine Geschichte aufzeigt, wie sie jedem jeden Tag passieren kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein leises Buch von der Liebe,
Rezension bezieht sich auf: Langsamer Abschied (Gebundene Ausgabe)
erzählt Irina Korschunow in ihrem vorliegenden Buch, das mit Pierres Beerdigung beginnt. Langsam rollt die Ich Erzählerin Nora ihre und Pierres Geschichte auf. Beide habe sich im Studium kennengelernt. Er aufstrebender Physikstudent, sie studiert Kunstgeschichte. Bald heiraten sie und ziehen von Göttingen nach Hamburg, er inzwischen renommierter Physikprofessor, sie schreibt sehr erfolgreich fürs Fernsehen Serien, in der in jeder Folge ein Bild besprochen wird.Sie führen eine sehr schöne Beziehung, die nur dadurch in Wanken gerät, dass irgendwann herauskommt, dass er nach einer kurzen Affäre während eines Kongresses eine 3 jährige Tochter hat, der er sich verpflichtet fühlt. Nora, die lange keine Kinder wollte und es nun seit über einem Jahr einfach nicht klappt mit dem Schwangerwerden ist weniger entsetzt über die Tatsache als darüber, dass sich das Kind nicht in ihren Alltag integrieren lässt und so fordert sie eine Entscheidung. Gerade als sie sich wieder annähern passiert dieser Autounfall, der Pierre ins Jahre lange Koma zieht und am Ende sterben lässt. Den Weg dahin, ihn loszulassen und auch eine neue Liebe anzunehmen beschreibt Korschunow in schöner leiser Sprache und erfühlsamer Weise auf gut 150 Seiten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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