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Langeooger Liebestöter: Inselkrimi
 
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Langeooger Liebestöter: Inselkrimi [Broschiert]

Monika Detering
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Produktinformation

  • Broschiert: 222 Seiten
  • Verlag: Leda Verlag (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3864120020
  • ISBN-13: 978-3864120022
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 68.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Monika Detering
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die schöne Köchin Sonja findet im Langeooger Inselwäldchen drei Gehirne. Drei männliche Vogelscheuchen verbrennen. Auf einer schneebedeckten Düne wird ein alter Mann im Rollstuhl erfroren aufgefunden. Kommissar Töwer fragt sich: Wie kam er dahin? Ohne fremde Hilfe war das nicht möglich. Die skurrilen Bewohner der »Kukident-Lounge« vermissen einen Freund und ihr junger Neuzugang kommt von seiner Reise nicht zurück. Lea, die boxende Pflegerin, liebt ihre Schützlinge und hat große Furcht vor einer erblichen Demenz. Weihnachten naht und Töwer hat eine raffinierte Idee …

Über den Autor

Monika Detering, 1942 in Bielefeld geboren, war als Puppenkünstlerin mit erfolgreichen Ausstellungen im In- und Ausland tätig. Als freie Journalistin veröffentlicht sie Romane und Kurzgeschichten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
feinste krimikost 28. April 2012
Format:Broschiert
in den letzten tagen war ich verreist, zumindest meine gedanken hat monika detering entführt. wir waren auf langeoog. jetzt will ich da auch mal in persona kompletta hin ;-) der krimi funktioniert wie ein film: szene, cut, nächste szene. kopfkino vom ersten satz an. und der zog mich sofort in die story rein. ein prachtexemplarsatz! *ggg kurzweiliger krimi, trotz des ernsten themas - alt werden und begreifen, dass das leben endlich ist, auf hilfe von anderen angewiesen sein, die kräfte lassen nach, und wenn man pech hat, ist alles schneller vorbei, als einem lieb sein kann. das motiv des mörders ist glaubwürdig und nicht irgendein oberflächliches laienpsychologisches trallala, aus dem hut gezaubert. wer sich einlassen mag auch echte menschen mit echten sorgen und hoffnungen, der liegt bei diesem krimi genau richtig. für mich eine geschichte, die nachhallt. kein fast food gedöns am fließband der textbausteinfabrik zusammengeschustert. ich wünsche diesem krimi ganz viel beachtung und einen platz auf der spiegel-bestsellerliste. das potenzial ist da. monika detering hat einen top job gemacht. jetzt sind die leserInnen dran. also - ran an den speck :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Man wünscht sich einen Strandkorb, um dieses Buch zu lesen. Die heimische Terrasse oder das Sofa tun es aber genau so - weil man eigentlich beim Lesen vergisst, wo man sich befindet. Denn gemeinsam mit Kommissar Töwer, zwangsversetzt nach Langeoog, macht der Leser eine schaurig-skurrile Reise auf die Insel. Sonja, von Beruf Köchin und Töwers Freundin, findet am Ende des Sommers drei Gehirne. Jedes liegt auf einem Puppenstühlchen, daneben brennen Kerzen.
Während die Gerüchteküche bei den Urlaubern brodelt und wieder erkaltet, zieht der Winter ein auf Langeoog. Mit Schnee (außergewöhnlich genug für das Eiland) und einem Mann, der erfroren in den Dünen liegt. Der Leser weiß, wie er dort hin kam, was er in den letzten bitteren Stunden erlebte. Die Kommissare, die viel lieber ihre Ruhe hätten, haben keinen Schimmer. Bis noch eine Leiche auftaucht: ein mumifizierter Mann, der in seiner eiskalten Wohnung quasi gefriergetrocknet war. Nur... der Tote im Sessel saß in einer fremden Wohnung!
Und dann sind da noch die Bewohner der Kukident-Lounge: ein schrulliger Haufen, der keine Lust auf 'kaufreundliche Sahnetorten und Gesellschaftsspiele im Mehrzweckraum der Kirchengemeinde' hat. Die älteren Herrschaften haben sich zusammengetan, gemeinsam ein Haus gemietet und teilen sich zwei Pflegerinnen: die großbusige Manja und die boxende Lea. Kabbeleien sind an der Tagesordnung, zum Brüllen komisch. Aber auch das Vergessen gehört zum Alltag: die Demenz wohnt ebenso in der Kukident-Lounge, wie das eine oder andere Zipperlein.
Das alles spielt vor der malerischen Kulisse des winterlichen Langeoog, wenn die Touristen nur vereinzelt kommen, die Insulaner unter sich sind und die Möwen die einzigen Lebewesen am Strand. Man will sofort hinfahren - denn trotz des hoch spannenden Falls ist das Buch mehr als 'nur' ein Krimi. Es ist ein Reiseführer, eine Liebeserklärung an Langeoog und seine Geschichte. Der Leser erfährt quasi im Vorbeigehen, dass hier Lale Andersen beerdigt ist. Zum Beispiel.
Kommissar Töwer hat übrigens das Zeug zum Serienhelden: ein bisschen unbeholfen in Frauengeschichten bringt er vermeintliches Großstadtflair aus Aurich mit. Doch längst ist auch er dem Charme der Insel und der Direktheit ihrer Bewohner, deren Herzlichkeit verfallen. Im echten Leben soll Langeoog gerne das kleine Urlaubsparadies bleiben - für die Krimis um Töwer wünsche ich mir dringend weitere Fälle. So einen spannenden, packenden und zugleich witzigen Kurzurlaub per Buch habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Mein Tipp: egal wo und bei welchem Wetter, das Langeoog mit seinen Liebestötern ist eine Lese-Reise wert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
'Kommissar Nathan Töwer stand nackt vor dem Bügelbrett und plättete seine Jeans ''

Besser als mit diesem ersten Satz hätte Monika Detering die Hauptfigur ihres Romans nicht vorstellen können. Denn wenn ein Mann eine Jeans bügeln kann, muss er ausreichend gebildet und dazu noch handwerklich geschickt sein. Wenn er außerdem vollkommen nackt ist, muss er sehr mutig sein.
Wenn eine Frau nackt am Bügelbrett hantiert, kann das durchaus aufreizend sein. Sonst aber ist es nichts Besonderes. Bei einem Manne ist es was anderes! Wie hoch mag ein Bügelbrett sein? 75 cm? Oder sind es 85 cm? Und was trägt ein nackter Mann von 1,80 m vorn auf dieser Höhe?
Wenn er auch noch von seiner Sonja vor sich hinträumt wie Nathan und das Bügeleisen gedankenverloren von rechts nach links schiebt, kann ihm schnell was auf die Plättfläche geraten. Wie gesagt: auf der Höhe von ca. 75?/85? cm ' Oje! Es ist nicht auszudenken! Für mich ist dieser Nathan Töwer, der da nackt vor sich hinbügelt, nicht nur mutig, er ist tollkühn.
Und alle diese Eigenschaften wird er brauchen. Na gut, Tollkühnheit vielleicht nicht, aber Mut und Entschlusskraft zu selbstständigem Handeln wird er brauchen, da die Geschehnisse, so bieder und gemütlich wie sie anfangs scheinen, nicht bleiben werden.

Zur gleichen Zeit, als Nathan bügelt, findet seine Freundin Sonja nämlich drei Gehirne im Wald. Sie liegen hübsch aufgereiht auf Puppenstühlchen. Brennende Grablichter stehen daneben. Wohl eine okkulte Handlung?, denkt man als Leser. Sonja aber denkt nicht, ' zumindest nicht lange nach. Sie reihert erstmal ins Gebüsch, bevor sie Nathan anruft. - Vermutlich hat dieser Anruf Nathan vor dem Schlimmsten bewahrt.

Kurz darauf brennen auch noch drei Vogelscheuchen lichterloh. Der Leser erfährt zwar warum, wird sich aber trotzdem vorerst nur wundern. Zum Glück ist Lea Wanders, eine Pflegerin, zur Stelle und ruft die Feuerwehr. Also alles halb so wild.
Und als sich herausgestellt hat, dass die Gehirne ordinären Schweinsköpfen entnommen sind, ' vermutlich, weil heute kaum noch jemand so etwas essen will ' hätte sich die Unruhe schnell wieder gelegt. Die Inselidylle wäre bald wieder zurückgekehrt, und die alten Leute, mehr oder weniger freiwillig verbannt auf dieses Eiland, könnten weiter gemütlich ihrem Verfall entgegendämmern.

Doch dann kann der Leser plötzlich einem scheinbar lustvollen Schauspiel beiwohnen, an dessen Ende eine steifgefrorene Leiche im Schnee liegt. Auch wenn der Leser die Umstände miterleben darf, die zum Erstarren des eben noch halbwegs lebendigen Menschen geführt haben, wird er die Zusammenhänge nicht durchschauen. Und als schließlich noch eine mumifizierte Leiche aufgefunden wird, werden die Geschehnisse immer geheimnisvoller.

Jetzt ist es an der Zeit, dass Kommissar Nathan Töwer in Aktion tritt. (Übrigens adrett gekleidet und ohne Schaden beim Bügeln genommen zu haben.) Jetzt braucht er den Mut, sich über Weisungen seiner Vorgesetzten hinwegzusetzen. Er braucht die Selbstsicherheit, das Geschwafel seines Kollegen zu ignorieren. Ja, er hat diese Fähigkeiten!
Jetzt hält er, selbst auf die Gefahr hin, sich zu blamieren, an seinen längst schon angestellten Überlegungen fest und löst kurzerhand den Fall.

Monika Deterings Inselkrimi geht ganz schön in die Tiefe. Es wird nicht einfach nur oberflächlich und brutal gemordet. Es liegen Schicksale und Zwänge hinter Opfer und Mörder. Wenn man so will, auch Zeichen der Zeit. Wenn Sie Bücher lieben, die nachwirken und wenn Sie noch dazu über das Altwerden zwar nicht lachen, aber doch lächeln können, sollten Sie diesen Kriminalroman lesen.
Es wäre schön, wenn es eine Fortsetzung gäbe.
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