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Der eilige:
"Ich bin deutschsprachig und suche ein Norwegischwörterbuch?"
"Kauf einfach dieses, es ist das beste, das es gibt, es passt in die Hosentasche und es ist nicht mal teuer."
Der interessierte:
"Moment, ist der Preis für so ein kleines, mehr oder weniger handgroßes Wörterbuch nicht viel zu hoch?"
"Vielleicht, aber es ist das günstigste am Markt."
"Aber im Vergleich zu anderen Sprachausgaben der kleinen Langenscheidt-Wörterbücher, ist diese norwegische Ausgabe erheblich teurer (je nach Sprache und Auflage um die 20%, auch wenn die z.T. etwas umfangreicher sind (30/36.000 Wörter))."
"Aus Käufersicht stimmt das zunächst, aber wenn man den Preis beispielsweise mit der englischen Ausgabe vergleicht, für die Autor und Verlag wohl mehr oder weniger den gleichem Aufwand haben, die sich jedoch um ein Vielfaches häufiger verkauft, dann dürfte im Vergleich sogar die englische zu teuer sein. Möglicherweise trägt sogar eine Ausgabe wie die englische, in der Kalkulation von Langenscheidt, die norwegische mit, weil der Verlag ein Interesse hat, ein breites Spektrum anzubieten, andererseits aber die Preise doch halbwegs im Rahmen zu halten."
"Also gut, aber ist es wirklich das beste?"
"Nun, es ist das einzige ..."
"Aber es gibt doch noch das von Pons
PONS Kompaktwörterbuch Norwegisch: Norwegisch - Deutsch / Deutsch - Norwegisch / Mit 70.000 Stichwörtern und Wendungen."
"Das ist für Norweger gemacht, die Deutsch verstehen möchten. Pons hat es von einem norwegischen Partnerverlag übernommen und praktisch nur den Umschlag gestaltet"
"Ja und? Das macht doch nix!"
"Doch, weil es die typischen fremdsprechlichen Fragen wie Beugung unregelmäßiger Verben oder Aussprachehinweise nur zu den deutschen Wörtern und Erklärungen enthält."
"Ach sind denn Aussprachehinweise beim Norwegischlernen überhaupt so wichtig? Grad die norwegische Aussprache ist doch nicht so schwer."
"Unregelmäßigkeiten gibt es schon einige. Beispielsweise das "o" bei "Oslo" (sprich etwa Uschlu) und dagegen "tog" (= der Zug; sprich tog) das müsste entweder "tug" gesprochen werden oder "tåg" geschrieben. Oder vergleich mal "noe" (= etwas; sprich nue) und "nok" (= genug; sprich nok)."
"Na gut, aber fehlen in so einem kleinen Wörterbuch nicht zu viele Wörter?"
"Klar ist das begrenzt, aber ich wundere mich häufiger umgekehrt, nämlich was alles drin steht."
"Aber alles findet man nicht ..."
"Nein, natürlich fehlen immer wieder mal Wörter, aber die suchst Du komischerweise oft auch in wesentlich umfangreicheren norwegischen Deutschwörterbüchern vergeblich."
"Wie die sind auch nicht umfangreicher?"
"Natürlich enthalten sie mehr Stichwörter und auch umfangreichere Erläuterungen, aber bestimmte deutsche Wörter kennen auch die nicht."
"Gibt es denn gute norwegische Deutschwörterbücher, mal abgesehen von den schon besagten Nachteilen?"
"Gibt es schon, mal abgesehen von den Preisen ab durchschnittlich 50 - 90 Euro, aber lass mich die Frage mal so beantworten. Ich habe mal über eine Stunde in einer norwegischen Buchhandlung verbracht und drei Werke verglichen, weil ich einfach eines mit größerem Wortschatz wollte. Im Ergebnis hat mich keines überzeugt. In jedem hat was anderes gefehlt. Gekauft hab ich dann einfach das preiswerteste - immer noch teuer. Aber im Ergebnis kann ich mich nicht daran erinnern, dass es mir einmal weitergeholfen hat als dieses Langenscheidt Büchlein."
"Also würdest Du es wieder kaufen?"
"Ja doch!"
"Also gut, aber warum duzen wir uns überhaupt?"
"Da kannst Du Dich gleich dran gewöhnen. Die Norweger siezen sich nicht."
"Ach wie im schwedischen Möbelhaus?"
"Ja, das ist kein Witz!"
"Wirklich nie Siezen?"
"Na, den Harald, also König Harald V., den würde ich vielleicht nicht unbedingt duzen oder vielleicht freut sich auch der zukünftige Schwiegervater beim förmlichen Antrag, wenn der fragliche sich die Mühe gemacht hat, auch die "Sie-Form" zu beherrschen ... "
"Alles klar, hab schon kapiert!"
Für den ergebnisorientierten:
"Kauf einfach dieses praktische, robust in flexiblem Kunststoff gebundene Büchlein. Du wirst es nicht nur nicht bereuen, sondern bald lieb gewinnen. Es ist das beste, weil schlicht das einzige Norwegischwörterbuch für Deutschsprachige. Es ist aber auch im Vergleich zu den größeren, meist erheblich teureren Deutschwörterbüchern für Norweger qualitativ gar nicht so übel und enthält wirklich die wichtigsten Wörter. - Was nicht drin steht sollte man anhand der Wörter die drinstehen bei den Einheimischen erfragen können. - Es passt in der Tat in die Hosentasche (jedenfalls bei Männern (bei Frauen praktisch auch in die kleinste Handtasche) und es ist (inbesondere im Vergleich mit allen anderen) eigentlich spottbillig. Es ist also das preiswerteste und praktischste deutsche Norwegischwörterbuch der Welt."