Ich bin vor anderthalb Jahren eher zufällig auf die schwedische Sprache gestoßen. Nachdem mir aufgefallen war, wie unglaublich ähnlich sich Schwedisch und Deutsch sind, hatte ich die spontane Idee, mir den Praktischen Sprachlehrgang von Langenscheidt zu kaufen und in meiner Freizeit ein bisschen zu pauken.
Die Packung enthält ein Lehrbuch, ein Begleitheft und drei Audio-CDs.
Das Lehrbuch erklärt in 15 Lektionen verständlich und übersichtlich die schwedische Grammatik anhand eines vorhergegangenen Dialoges, den man sich auf zwei Audio-CDs erst in etwas zügigerem Tempo und anschließend in einer langsameren Version anhören kann. Zudem findet sich in jeder Lektion eine Vokabelliste zum Text, Übungsaufgaben, zusätzliche nützliche Vokabeln zum jeweiligen Lektionsthema und ab und an ein paar Sprachtipps (z.B. "Wie beschreibe ich einen Weg?" oder "Wie führe ich ein Telefongespräch?") und interessante Kurzinformationen über die Kultur und das Leben in Schweden.
Das Begleitheft hält zu jeder Lektion noch einmal Grammatik- und Aussprache-Übungen bereit, die auf der dritten Audio-CD zu finden sind. Hier wechseln sich ein Mann und eine Frau ab, sodass sowohl die männlichen als auch die weiblichen Schwedisch-Lerner ihre Aussprache anpassen können. Ich persönlich finde das sehr nützlich, da für mich das Imitieren einer Sprache noch ein Stück einfacher ist, wenn ich eine Frau als Vorsprecherin habe.
Der Hauptgrund für den Kauf dieses Sprachkurses war für mich, dass ich mir die Zeit so selbst einteilen und nach meinem eigenen Tempo arbeiten konnte.
Der Lernerfolg ist meines Erachtens sehr hoch, da man sich Schwedisch wie eine Mischung aus Deutsch und Englisch vorstellen kann. Erfolgserlebnisse sind somit vorprogrammiert, was natürlich umso mehr motiviert.
Einziger Haken ist für mich, dass der Schwierigkeitsgrad der Übungen eher niedrig gehalten ist. Für den Anfang ist das hilfreich, da man nicht so viele Fehler macht und der Spaß an der Sache so nicht verloren geht. Aber um die Sprache wirklich zu lernen, braucht es meiner Meinung nach auch Übungen, die mehr fordern.
Man muss sich bewusst sein, dass man bei einem Selbstlernerkurs kein Gegenüber hat, mit dem man reden kann und das einen verbessert. Daher wird in erster Linie das Lese- und Hörverständnis geübt, um das Schreiben von Texten und das fließende Sprechen muss man sich selbst kümmern.
Außerdem ist es gut, wenn man sich außerhalb des Kurses noch andere schwedische Texte durchliest. Auf Dauer werden die Dialoge auch langweilig und man kann sie irgendwann auswendig.
Wer damit also zurecht kommt und gerne mehr als nur ein bisschen Schwedisch lernen möchte, der sollte sich den Praktischen Sprachlehrgang von Langenscheidt unbedingt als Einstieg und feste Grundlage zulegen.