... eine schnellere Lerngeschwindigkeit ist deshalb noch lange nicht gewährleistet, geschweige denn das Beherrschen der Sprache in 30 Tagen, wie der Titel suggerieren könnte (deshalb 4 - bzw. eigentlich 4 1/2 - Sterne). ;-))
Was dieses Buch aber zweifellos im positiven Sinne von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass der Stoff hier kompakt, straff und ohne viel Schnörksel vermittelt wird, ohne dass etwas fehlt oder oberflächlich behandelt wird. Aufgebaut dabei ist "Italienisch in 30 Tagen" wie viele andere Lehrbücher (zuerst werden die Artikel durchgenommen, dann die ersten Verben und Modalverben im Präsenz, anschließend reflexive Verben sowie erste unregelmäßige Verben, gefolgt irgendwann gefolgt von den Pronomen usw....).
Ein Großteil der Lehrwerke sind in erster Linie für größere Lerngruppen konzipiert (z.B. VHS) und es ist nicht immer einfach, ein Buch ohne die vorgeschlagenen Gruppenübungen zu finden, die viele Bücher enthalten. Deshalb ist dieses Buch sehr gut für Autodidakten eignet, ebenso aber auch Unterrichtsteilnehmer, die sich neben der verwendeten Lektüre auch gerne mal nach etwas anderem umsehen.
Positiv dabei ist nicht nur kompakte Größe des Buches, das sich somit überall mitnehmen lässt; auch das Lernkonzept ist mir angenehm aufgefallen: jedes Kapitel startet mit einem italienischen Text, dem die deutsche Übersetzung folgt: anschließend wird die neue Grammatik sowie der neue Wortschatz vorgestellt und anschaulich erklärt; dem Ganzen folgen Übungen, deren Lösungen am Ende des Buches nachgeschlagen werden können. So erlaubt dieses Buch nicht nur intensives Lernen zuhause, sondern auch mal rasches Nachlesen oder Üben "zwischendrin".
Fazit: Wie gesagt, ob man in 30 Tagen wirklich mit dem Stoff durch ist und die Basiskenntnisse voll und ganz beherrscht, kann man nicht garantieren, denn auch hier wird nur mit Wasser gekocht, aber trotzdem handelt es sich bei diesem Buch um ein solides und pragmatsches Grundlagenwerk.