Mario Barths Erklärungen und Hintergründigkeiten, warum Männer und Frauen so viel Mühe damit haben, sich zu verstehen, habe ich allesamt schon anderswo gelesen oder gehört, und zwar sehr oft, und zwar sehr oft weitaus besser formuliert und recherchiert. Wenn Barth mir erzählt, dass Frauen in Subtexten sprechen, hört er sich an, als sei er der erste Mensch, der auf diese Idee gekommen sei, und zwar gerade eben, und so, als setze er meine Überraschung lauthals voraus.
Seine Anekdoten sind abgeschmackt und bierbäuchig und haben mit Witz und Satire ungefähr so viel zu tun wie ein Hund mit einem Laternenpfahl.
Seine Artikulation ist schrecklich, er liest ohne Luft zu holen, verhaspelt sich, verschluckt Laute, ist nervig und hektisch und findet sich selbst dabei abgrundtief lustig. Seine ständigen Wiederholungen tun ihr Übriges.
Mario Barth ist primitiv, aber offenbar glücklich.
Wie alle Männer eben, wenn man seinem Hörbuch glauben will.
Ich will nicht. Ich will es noch nicht einmal zuende hören.