Das Buch stellt eine Reihe von mehr oder weniger bekannten Landschaftsfotografen vor. Zu jedem Fotografen gibt es einen kurzen Text zum Werdegang und 3-6 Fotos. Bei jedem Foto steht dabei, unter welchen Umständen und mit welcher technischen Ausrüstung es entstanden ist. Da das Buch ursprünglich in den USA veröffentlicht wurde, dominieren amerikanische Fotografen und europäische Fotografen sind unterrepräsentiert.
Das Bildmaterial ist teilweise beeindruckend. Die Druckqualität ist sehr gut. Das schnörkellose Layout ist wohltuend. Dieses Buch möchte aber mehr sein, als ein reiner Bildband und vor allem auch Wissen und Informatives vermitteln. Diesem Anspruch wird das Buch nicht gerecht. Der Werdegang der einzelnen Fotografen ist jeweils nur sehr kurz abgefasst. Viele Erkenntnisse kann man daraus nicht ziehen. Da liest man besser die Biographien einiger Top-Fotografen.
Auch die Informationen, mit welcher Technik das jeweilige Bild geschossen wurde, sind nur bedingt hilfreich. Da das englische Original dieses Buches aus dem Jahre 2003 stammt und die Fotos und Statements entsprechend noch älter sind, beziehen sich die Informationen ausschließlich auf analoge Fotografie. Viele Fotografen berichten, dass sie sich Spezialkameras haben bauen lassen. Und das genannte Filmmaterial ist teilweise gar nicht mehr erhältlich. Das sind Informationen, die dem lernwilligen Landschaftsfotografen nicht wirklich weiterhelfen.
Wer sich fragt, warum seine eigenen Landschaftsfotos nicht so toll sind, wie die der Profis in diesem Buch, findest aber Trost. Es wird bei vielen Fotos deutlich, dass die Profis häufig Wochen damit zubringen, auf den richtigen Himmel und das richtige Licht zu warten - ein Aufwand den die meisten wohl nicht betreiben können.
Bei den beiden anderen Rezensionen liegt offenbar ein technischer Fehler vor. Diese beziehen sich definitiv nicht auf das Buch Landschaften von Hope und wurden hier offenbar falsch zugeordnet.