Ich möchte dem Leser nichts über die Handlung verraten, da ich so etwas vorwegnehmen würde, dass den Spaß am Lesen dieses Buches ausmacht. Aber was kann ich trotzdem schreiben um mein Lob für dieses Werk zum Ausdruck zu bringen?
Matthias Altenburg gelingt es in seinem Buch "Landschaft mit Wölfen", den Leser mit sich selbst zu konfrontieren. Ist nicht mancher Gedanke des Protagonisten doch zutiefst menschlich, oder verständlich, wenn auch das was er tut, vollkommen unakzeptabel ist?!
Altenburg gelingt es mit seiner einfachen Sprache und den gewählten Stilelementen eine eigene, graue, doch trotzdem auf ihre Art schöne Atmosphäre zu schaffen. Wer muss schon "American Psycho" lesen, wenn man es einfacher, weniger dramatisch und mit ein wenig mehr Gefühl für die Grenzen der Fiktion haben kann! Letztendlich ist dieses Buch unterhaltsam, für den Leser gleichzeitig vielleicht erschreckend und letztendlich regt es zum Nachdenken darüber an, was uns vielleicht unterscheidet - und vor allem, was "Normalität" eigentlich ausmacht.
Diese Bewertung ist recht subjektiv, ich kann nur sagen, dass mich seit fünf Jahren kein Buch (vielleicht Eugenides Middlesex und Virgin Suicides) so beeindruckt hat wie dieses Buch eines im positiven Sinne eigensinnigen deutschen Autors. Vielen Dank.