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Landgericht: Roman [Kindle Edition]

Ursula Krechel
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2012

Nach "Shanghai fern von wo" geht Ursula Krechel noch einmal den Spuren deutscher Geschichte nach. Ihr neuer Roman handelt vom Exil und von den fünfziger Jahren, von einer Rückkehr ohne Ankunft.

Was muss einer fürchten, was darf einer hoffen, der 1947 aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrt? Nach ihrem gefeierten, 2008 erschienenen Buch "Shanghai fern von wo" geht Ursula Krechel mit ihrem neuen großen Roman "Landgericht" noch einmal auf Spurensuche. Die deutsche Nachkriegszeit, die zwischen Depression und Aufbruch schwankt, ist der Hintergrund der fast parabelhaft tragischen Geschichte von einem, der nicht mehr ankommt.

Richard Kornitzer ist Richter von Beruf und ein Charakter von Kohlhaas'schen Dimensionen. Die Nazizeit mit ihren absurden und tödlichen Regeln zieht sich als Riss durch sein Leben. Danach ist nichts mehr wie vorher, die kleine Familie zwischen dem Bodensee, Mainz und England versprengt, und die Heimat beinahe fremder als das in magisches Licht getauchte Exil in Havanna.

Ursula Krechels Roman lässt Dokumentarisches und Fiktives ineinander übergehen, beim Finden und Erfinden gewinnt eine Zeit atmosphärische Konturen, in der die Vergangenheit schwer auf den Zukunftshoffnungen lastet.

Mit sprachlicher Behutsamkeit und einer insistierenden Zuneigung lässt "Landgericht" den Figuren späte Gerechtigkeit widerfahren. "Landgericht", der Roman mit dem doppeldeutigen Titel, handelt von einer deutschen Familie, und er erzählt zugleich mit großer Wucht von den Gründungsjahren einer Republik.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ursula Krechel, Geboren 1947 in Trier, lebt in Berlin.Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Sie debütierte 1974 mit dem Theaterstück "Erika", das in sechs Sprachen übersetzt wurde. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach erschienen Gedichtbände, Prosa, Hörspiele und Essays. Sie gewann 2012 den Deutschen Literaturpreis.

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1011 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 492 Seiten
  • Verlag: Jung und Jung Verlag; Auflage: 1 (17. September 2012)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B009CWK2FA
  • X-Ray:
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (69 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: #13.931 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)

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Mehr über den Autor

Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach erschienen Gedichtbände, Prosa, Hörspiele und Essays. 2009 erhielt Ursula Krechel den "Joseph-Breitbach-Preis". Die Autorin lebt in Berlin.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eden
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin durch den Deutschlandfunk auf Ursula Krechels LANDGERICHT aufmerksam geworden und der Roman hat in mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Laut DLF ist die Autorin bei der Recherche zu ihrem Vorgängerroman („Shanghai fern von wo“) zufällig auf die authentische Figur des Richters Dr. Richard Kornitzer gestoßen.

Ursula Krechel erzählt eine fesselnde Geschichte (Geschichte hierbei im doppelten Sinne, denn es ist auch eine Geschichtsstunde). Die bedrückende Schilderung der Verfolgung und Emigration, aber auch und insbesondere die Hürden der so genannten Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland der 50er bis circa 70er Jahre ist nüchtern-poetisch gezeichnet. An wenigen Stellen ist die Sprache für meinen Geschmack etwas zu gewollt, zu bemüht, brüchig auch, was jedoch mit den Brüchen im Leben der Figuren gut korrespondiert.

Beeindruckend und gleichzeitig verstörend ist das Gesamtbild, das sich am Ende der Lektüre einstellt: das gute Leben in Berlin vor dem Krieg, die Verfolgung, der Verlust der Kinder, die lange Zeit in Kuba, der Bodensee, die Arbeit als Landgerichtsdirektor in Mainz, die Korrespondenzen um vergebliche Wiedergutmachungsbemühungen, letztlich dann das langsame Zerbrechen, der Tod und auch, als kleines Detail: immer wieder der Apfel, in seiner An- oder Abwesenheit.

Es ist in meinen Augen auch ein Stellvertreterkampf, den der Protagonist Dr.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Exilliteratur - ganz anders 21. Dezember 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Ursula Krechels Roman „Landgericht“ erhielt 2012 den Deutschen Buchpreis, diese Auszeichnung ist fuer mich nachvollziehbar,schließlich schildert das Werk ein Schicksal der deutschen Geschichte, aber der fast 500 Seiten umfassende Roman hat mich nicht voll überzeugt. Nach der Hälfte ging ich zum kursorischen Lesen über, um bis zum Schluss durchzuhalten.

Der Handlungsverlauf ist in vielen Rezensionen bereits dargestellt.

Beeindruckend finde ich diese fiktionale Lebensgeschichte des jüdischen Richters Dr. Richard Kornitzer, die Ursula Krechel in sachlichem, lockeren Ton erzählt, manches aber auch episch breit schildert und dies mit historischen Fakten und Zitaten aus Dokumenten unterstützt, dass meist der Eindruck einer realen Biographie beim Leser entsteht.

Der Roman verknüpft gekonnt Exilliteratur, „Trümmerliteratur“ und deutsche Nachkriegsgeschichte.
Mit der Rückkehr zu seiner Frau Claire in der von Kriegsschäden verschonten Stadt Lindau am Bodensee zu Beginn des Romans scheint Kornitzers Emigrantenschicksal eine glückliche Wendung zu nehmen. Aber die Spannungen der Eheleute nach achtjähriger Trennung und die missglückliche Rückholung der beiden Kinder aus England sind ebenso belastend wie auch der berufliche Wiedereinstieg am Landgericht im zerstörten Mainz, wo Kornitzer als teilweise privilegiertes „Opfer des Faschismus“ Distanz bis Ablehnung seiner Kollegen erfährt.
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177 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Displaced Persons... 18. September 2012
Von A. Zanker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer zum neuen nominierten Buch von Ursula Krechel greift, könnte leicht Abwehrimpulse in sich generieren, wenn man das altmodische Foto ansieht oder beispielsweise den verhältnismässig teuren Preis, mit Abstand das Teuerste, in Sachen Nomination "Deutscher Buchpreis" 2012. Die für mich bis dato unbekannte und wenig beachtete Autorin, kein Mensch schreibt im Moment über sie, hat ein äusserst sorgfältig recherchiertes Buch vorgelegt, das von dokumentarischer Atmosphäre durchdrungen ist. Eine sehr geführte Sprache, ein Buch dass man nicht einfach so runter lesen kann, wo man sich Zeit nehmen muss, und noch im Leser lange nachklingt, wenn man es aus den Händen legt. Für mich eine klare wertvolle Neuentdeckung in diesem Bücherherbst, der uns wohl mit seinen vielen Neuerscheinungen noch erschlagen wird...

Im Mittelpunkt der Geschichte, (die wie rückwärts erzählt wird) steht der jüdische Patent-Richter Richard Kornitzer, 1947 kommt er als ursprünglicher Flüchtling vor dem Naziregime, zurück aus Kuba, wir sind anfangs im ländlichen Lindau, einem Dorf namens Bettnang, wo er seine Frau aufsucht. Ein angebrochener Mann, der 10 Jahre getrennt von seiner Frau Claire gelebt hat, getrennt von seinen Kindern Selma und Georg, die bei einer Londoner Pflegefamilie aufwachsen, um zum Schutz in den Kriegsjahren dorthin gebracht wurden. Krechel erzählt ganz nah und intim das Leben und Empfinden dieses Mannes, der soviel Verlust, Erniedrigung, Trennung, verschmerzen musste, überhaupt ist dieses Buch von einem subtilen Ton von Wehmut und Heimatlosigkeit getragen, den man als Leser wahrnimmt.
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1.0 von 5 Sternen Schwach, nicht zu empfehlen !
Zwei einst vertraute Menschen, Ehepartner, vor vielen Jahren gewaltsam getrennt und in dieser Zeit ohne Kontakt,begegnen sich zum ersten Mal wieder und was passiert ? Lesen Sie weiter...
Vor 26 Tagen von Frankus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch
Sehr interessantes Buch, kann man nur
weiter empfehlen.
Unbedingt lesen!
Sehr gute Autorin und Schriftstellerin. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bernd Schmitz veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Welch ein Schicksal
Dr. jur. Richard Kornitzer, hat eine große Zukunft als Richter und ein wunderbares Leben an der Seite seiner geliebten Frau und seinen beiden Kindern vor sich. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Swen Piper veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Nicht durchweg überzeugend
Krechel greift ein höchst heikles Thema der deutschen Vergangenheit auf. Heimgekehrte Emigranten hatten keinen guten Stand im Deutschland der Nachkriegszeit. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von makie19 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen große Klasse, Seltenheit
sehr gut! mamma mia was soll ich denn noch alles schreiben, habe keine Zeit!!!! und nun ein weiterer Versuch, und nochmal
Vor 3 Monaten von hans weth veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein sehr aufrüttelndes Buch
Das Buich gibt einen sehr guten Eindruck in die Nachkriegszeit und die Aufarbeitung der NS Bürokratie. Es ist lehrreich und berührend geschrieben.
Vor 3 Monaten von Michaele Fuhrmann-neumayr veröffentlicht
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