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Landfrust: Ein Blick in die deutsche Provinz
 
 
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Landfrust: Ein Blick in die deutsche Provinz [Gebundene Ausgabe]

Axel Brüggemann
1.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Kindler (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 346340592X
  • ISBN-13: 978-3463405926
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Schluss mit der Romantisierung des Landlebens! Immer mehr Städter ziehen inzwischen aufs Land – oder träumen vom Häuschen im Grünen. Doch ist dort wirklich das Idyll zu finden, nach dem sich alle sehnen? Axel Brüggemann, der selbst aus Berlin zurück in sein norddeutsches Heimatdorf zog, geht dieser Frage nach und reist durch die deutsche Provinz. Und er stellt fest, dass das Landleben, wie man es sich als Städter vorstellt, mittlerweile kaum noch existiert. Ausgeprägter Gemeinschaftssinn der Dorfbevölkerung, nachbarschaftliche Hilfe und ein ruhiges Leben im Einklang mit der Natur sind nur noch selten zu finden. Stattdessen werden in der Provinz Schulen und Arbeitsplätze rar, und die jungen Menschen verlassen das Land in Richtung Stadt. Axel Brüggemann rückt einige Klischees über das Glück zwischen Kuhstall und Tante-Emma-Laden zurecht, erzählt anekdotenreich und unterhaltsam vom Leben in seinem Dorf und wirft einen mal kritischen, mal liebevollen Blick auf die deutsche Provinz. Denn eines ist ganz sicher: Das Leben auf dem Land lohnt sich doch.

Über den Autor

Axel Brüggemann, geboren 1971, hat Geschichte, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte studiert und als Journalist für die BBC, die Frankfurter Rundschau, den Deutschlandfunk und die Welt/Welt am Sonntag gearbeitet. Seit 2006 ist er unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, den Rheinischen Merkur, Stern, Deutschlandfunk tätig. Seine CD-Reihe «Der kleine Hörsaal» (Deutsche Grammophon) wurde mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet.

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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich hatte mir dieses Buch gekauft, weil ich mit dem Gedanken spiele, aufs Land zu ziehen und da dachte ich mir, so ein kleiner Auffrischungskurs im wahren Landleben, abseits von clichébeladenen Magazinchen wie LandLust und co könnte nicht schaden.
Der Klappentext klang vielversprechend... ein Blick hinter die ländliche Idylle von einem Autor, der bereits die Flucht aufs Land gewagt hat. Und der letzte Satz: "warum sich das Landleben doch lohnt" oder so ähnlich ließ mich trotz aller Abgründe, die der Autor aufdecken würde, auf einen versöhnlichen Schluss hoffen.
Tja, leider war das nichts.
Der Autor schreibt abwechselnd im Reportagenstil, in Form von reinen Sachtexten und in Romanform.
Das Romanelement, in dem es um perverse Landkids geht, die eine Massenvergewaltigung im Grünen anzetteln, kann man getrost überlesen, dieser Teil ist grottig geschrieben, die Charaktere strotzen vor Clichés und die Story ist fürchterlich vorhersehbar.
Die Reportagen und Infotexte sind dagegen noch leidlich interessant, wenn sie auch nicht sonderlich viel Neues zu berichten wissen. Es ist allgemein bekannt, dass es die Menschen derzeit aus einer Vielzahl von Gründen eher in die Städte als in die Dörfer zieht. Den einseitigen und tw. etwas hanebüchenen Argumenten des Autors kann ich allerdings nicht ganz folgen, deren Schlussfolgerung zu sein scheint, dass die ländlichen Gebiete in Deutschland hauptsächlich von ungebildeten, mittelalten Männern besiedelt werden, die keine Lust mehr auf Vereine oder Kirche haben, keine Frau abkriegen und deshalb zu Perversität und / oder Amokläufen neigen und schließlich irgendwann einsam sterben, wogegen alle klugen, nichtkriminellen Menschen in den paradiesischen Landschaften der Städte leben.
Es erübrigt sich fast zu sagen, dass das Buch die Erwartungen, die der Klappentext weckt, nicht erfüllt und es keinen versöhnlichen Schluss sondern nur ein abruptes Ende gibt, das den Leser mit einem dicken Fragezeichen über dem Kopf zurücklässt.
Meine Vermutung ist, dass Herr Brüggemann mit der idyllischen LandLust-Vorstellung vom Landleben in die Provinz umgesiedelt ist, mächtig desillusioniert wurde und diesen Frust in seinem Buch verarbeitet hat. Das ist sein gutes Recht, aber ich möchte jedem anderen davon abraten, dieses Buch zu lesen, da dies einfach pure Zeitverschwendung wäre.
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schade um's Geld 4. April 2012
Von Nele P.
Format:Gebundene Ausgabe
Noch nie fand ich ein Buch so schlecht, dass ich eine Rezension schreiben wollte. Und noch nie habe ich ein Buch verbrannt. Doch dieses hat tatsächlich allenfalls einen Heizwert.
Sogenannte Reportagen, die voller Klischees, Vorurteilen und Unkenntnis stecken, werden von
einer dämlichen Nebengeschichte begleitet. Mehr will ich gar nicht schreiben, ich ärgere mich sonst nur noch über die Geld- und Papierverschwendung.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Journalist hat sich monatelang in verschiedenen Dorfkneipen rumgetrieben und dachte das er damit ein Gesamtbild einfängt. Naja. Ich denke ja, der Städter im allgemeinen redet sich die Stadt schön weil er meist nicht die Möglichkeit sieht, rauszuziehen, und auch die Vorteile nicht sehen will. Wer dann engstirnig und ungebildet ist, sei mal noch überprüft. Dieselben "ungebildeten" Leute gibt es in fast jeder Nachbarschaft, es sei denn die Miete kann ein Normalsterblicher nicht zahlen. Und selbst da sind die Menschen manchmal dumm, egoistisch und haben wenig soziale Kompetenz. Vielleicht ja dort noch mehr als anderswo. Und das es Verbrechen, Tötungsdelikte, Diebstahl und auch anderen Missbrauch gibt, zeigt uns die Presse ja zur Genüge. Am Ende ist es ja auch eine riesige Medienmaschinerie die dahinter steht. Man stelle sich vor, die Hälfte der Berliner würde sich aufs Land bewegen um dort autark und einfach zu leben. So wird die Angst vorm sozialen Abstieg geschürt und wir bleiben alle brav im Hamsterrad. Und der Autor des Buches verdient sich dumm und dämlich weil er den Zeitgeist trifft und weil sich andere darüber aufregen und vielleicht sogar das Buch kaufen um zu sehen was für ein Schmarren er da zusammenschreibt. Ist es nicht auch der Anonymität der Stadt und dem Egoismus der Menschen zu verdanken, das erst Sterbehospiz (unter anderem) erfunden werden mussten, weil sich die Menchen zu schade sind, sich um ihre Angehörigen zu kümmern, weil sie es nicht für nötig erachten ihren Familienmitgliedern in schweren Zeiten beizustehen?
Ist es nicht der Politik zu verdanken, das die Bauern es nicht schaffen, trotz schwerer, harter Arbeit, den Familienbetrieb und die Tradition aufrecht zu erhalten? Sind es nicht die Stadtmenschen, die Luxus und Wellness pur wollen und sich solche Anlagen wie Tropical Island in unsere schönen Wälder setzen? Befindet sich der größte Puff Deutschlands nicht mitten in Berlin?
Hetzen nicht die Politik und die Medien dazu auf, überall Einkaufszentren hinzuschmeißen um die allgegenwärtigen Pseudo-Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen? Heißt es nicht immer du musst, du musst und das brauchst du und wenn du es nicht willst, gehörst du nicht dazu?
Sind Verbrechen wirklich derart lokal begrenzt oder ist es nicht so, das Verbrechen in einer pulsierenden, sich ständig im Wandel befindenden Stadt untergehen? Abgesehen davon fanden die U-Bahn und S-Bahn Schlägereien ja wohl kaum auf einem Dorf statt, wo man froh sein kann, wenn stündlich der Bus fährt. So was arrogantes und herablassendes habe ich selten gelesen.
Von wegen dumme Bauern- hat der eigentlich ne Ahnung was es bedeutet einen Bauernhof zu halten und zu führen? Die können es sich nicht erlauben, dumm zu sein! Ist jeder Arbeitslose in Berlin oder einer anderen Stadt jetzt auch n dummer? Über soviel Arroganz kann ich nur brechen!
So ein Vollidiot ! Und um uns die Illusion aufrecht zu erhalten werden solche Bücher geschrieben. In denen es einzig und allein darum geht die Menschen bei Laune zu halten. Ganz ehrlich ich habe nie verstanden warum es periodisch immer wieder in der Geschichte die Landflucht gibt. Naja andererseits wie wollen denn die Konzerne ihre Angebote verkaufen, wenn sie alle auf dem Land eigene Dinge machen. Aber Gott sei Dank gibt es ja auch noch ganz normale Menschen, die ihre Kinder noch nach Werten "erziehen" und sonst auch nicht zu diesen degenerierten Zombies gehören.
Dieses Buch handelt von einem der Auszog, um die Dummheit zu lehren und sich die Wahrheit so drehte, wie er es für sein Dummschwätzer- Buch brauchte.
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