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Im Land der zornigen Winde
 
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Im Land der zornigen Winde [Broschiert]

Amélie Schenk , Galsan Tschinag
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Broschiert, August 2007 EUR 32,00  

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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Waldgut; Auflage: 2., veränd. Neuausg. (August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3037402458
  • ISBN-13: 978-3037402450
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 747.891 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Galsan Tschinags Heimat liegt in der Mongolei, bei einem der neun Nomadenstämme, den Tuwas. Er hat viele Jahre in Deutschland gelebt, wurde hier ausgebildet und ist bei uns durch seine auf deutsch geschriebenen Romane Der blaue Himmel und Die graue Erde bekannt geworden. Spektakulär, wie er im Jahre 1995 als Stammesoberhaupt die Tuwas, die unter Zwang umgesiedelt worden waren, zweitausend Kilometer durch die Steppe ins Stammland zurückgeführt hat.

Sein persönlichstes Buch ist sicherlich Im Land der zornigen Winde, das er zusammen mit der Ethnologin Amélie Schenk geschrieben hat. Beide Autoren haben jeweils in der Heimat des anderen gelebt, sind Grenzgänger und können zumindest ansatzweise das andere Denken des Partners verstehen.

Tschinag, der bei seinem Stamm die Stellung eines Schamanen innehat, wobei die dichterische Inspiration der schamanischen sehr ähnlich ist, erzählt über seine Kindheit und Jugend bei den Tuwas. Wie er es genossen hat mit seiner Familie als Nomade unterwegs zu sein, ein karges, aber damals nie armes Leben. Von der ungeheuren Vielfalt und dem Reichtum der Alltagskultur der Tuwas, davon berichtet Tschinag. Ihre enge Beziehung zur Natur, der völlig andere Zeitbegriff, die Rolle der Familie und vor allem die der Kinder, darin unterscheiden sich die Nomaden stark von den Europäern.

Amélie Schenk und Galsan Tschinag haben zusammen den ersten Schritt getan, damit die untergehende nomadische Kultur nicht in Vergessenheit gerät und eine fruchtbare Wanderung zwischen Ost und West begonnen. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung


Die Geheimnisse einer untergehenden Kultur
Die Autoren geben dem Leser einen Einblick in die Lebensweise und Gedankenwelt der Tuwa, eines mongolischen Nomadenstammes.Zwei anerkannte Fachleute aus dem Osten und aus dem Westen tun sich zusammen, um über die Welt der Nomaden zu erzählen. Die Ethnologin Amélie Schenk und Galsan Tschinag, das Stammesoberhaupt der Tuwa, berichten in einem Zwiegespräch über Leben, Krankheit, Tod, über das Heranwachsen der Kinder, über Schamanentum. Mit diesem Einblick in die Gedankenwelt der Tuwa zeichnen sie ein vielschichtiges Bild der nomadischen Kultur."Dieses Buch ist vieles zugleich: eine Liebeserklärung an das Nomadenleben in der Mongolei, ein Lesebuch mit Anekdote, Aphorismen und Geschichten, vor allem aber die Bestandesaufnahme der Sitten und Gebräuche eines kleinen, vom Aussterben bedrohten Volkes. (...)" (Neue Zürcher Zeitung)"Wir Tuwa meinen, die Seele sei etwas Schwebendes, Leichtes. Wenn ein Kind niest, dann sagt man ganz schnell dagegen einen Spruch: Burgan ürschöö! Also: Das Höchst möge dir beistehen. Weshalb der Spruch? Beim Niesen kann die Seele hinausfliegen. Es gibt Menschen, denen immer etwas schiefgeht, das sind die Pechvögel, und da sagen wir, denen ist die Seele entkommen. Dann greift man zu einer Zeremonie, bei der die Seele zurückgerufen wird. Das ist Aufgabe des Schamanen. Der ruft dann die Seele zurück."Amelie Schenk, Ethnologin, Forschungsschwerpunkt Mongolei, ist eine der besten Kennerinnen des Schamanentums. Sie lehrt and der Universität Konstanz und lebt am Bodensee. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
61 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Informativ und lehrreich 16. April 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein fantastisches Buch - geschrieben in einem klaren, packenden Stil bietet es Insiderinformationen für jeden, der an der Mongolei und ihrer Kultur interessiert ist. Es ist in sehr persönlichem Stil gehalten und man glaubt, dem Nomaden, dem Tuwa selber gegenüberzusitzen. Neben Einblicken in die Sitten und Bräuche gibt es Informationen über die Glaubenswelt der Tuwa, mit gelegentlichen, durchaus treffenden Seitenhieben auf die überziviliserte Welt, zu der der Leser gewöhnlich gehört. Lohnenswert auch für Nicht-Mongolei-interessierte!
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Shamane, Schriftsteller und Dichter Galsan Tschinag zeichnet mit dieser Darstellung des Nomadenvolkes ein präzises Bild der Tuwa der Vergangenheit bis zur Gegenwart die am Rande Russlands und der Mongolei leben. Stellvertretend für andere Naturvölker von denen manche heute nicht mehr existieren und solchen die an den Rand der Überlebensmöglichkeiten gedrängt werden, sehe ich dieses Buch als Appell und Aufruf an die westlichen Industriegesellschaften endlich damit aufzuhören andere Kulturen als primitiv und rückständig zu bezeichnen. Ihnen jede Eigenständigkeit abzusprechen und zu versuchen sie in den Kreislauf der Marktwirtschaft voll zu integrieren und sie damit von anderen abhängig zu machen. Ihre Werte und Vorstellungen von Treue, Solidarität, der Gemeinschaft, dem Lebenzyklus und dem Eins-sein mit der Natur auszutauschen gegen Geld, Besitz und individuellem Eigentum der Natur und ihren Ressourcen. Das Russland des 21.Jahrhunderts hat dem Volk der Tuwa fast jegliche Geschichte und Kultur versucht zu zerstören, um wie sie glaubten ihnen den "Fortschritt" zu bringen, was ihnen erfreulicherweise nicht gänzlich gelungen ist. Ich habe es als höchstes Glück und Freude empfunden dass es heute Menschen solcher Kulturen gibt, die auf einfühlsame Weise die Identität ihrer Gesellschaft sowie ihre Fuktionsmechamnismen zu erklären vermögen, wie es der Dichter und Stammesoberhaupt Galsan Tschinag hier tut. Wir "Westler" können nicht mehr zu unseren Wurzeln zurück, doch könnten wir von Stämmen wie der Tuwa, sowie auch der Aborigines, Indianer, afrikanischen Stämmen, asiatischen Völkern und noch vorhandenen sowie bereits ausgerotteten Minderheiten viel lernen, und einiges an Wissen zurückgewinnen welches unser Leben etwas lebenwerter machen würde. Dieses Buch welches ich ein brillantes Werk nennen möchte gibt mir wieder die Hoffnung das unsere nächsten Generationen doch noch an so manchen Flecken unserer wunderbaren Erde so etwas wie unberührte Natur erleben und auf ihr glücklich leben können. Auch die Hoffnung das es in Zukunft noch Menschen geben wird die die Möglichkeit haben werden im Einklang mit der Natur leben zu können. Was wie ich meine, unter anderem auch durch solch wunderbare Bücher möglich gemacht wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
eine Rarität 26. Januar 2009
Format:Taschenbuch
für mich ist das Buch eine echte Rarität! Nachdem ich schon einige Reiseberichte von Deutschen gelesen habe, die durch die Mongolei gereist sind gibt uns Galsan Tschinag die Möglichkeit in sein Land einzutauchen. Da er mehrere Jahre in Deutschland gelebt hat, gelingt es ihm mit sehr viel Verständnis und Achtsamkeit die Unterschiede zwischen dem Leben in der Mongolei und in Deutschland aufzuzeigen. Die etwas einfache Sprache macht das Buch liebenswert!
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