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Land ohne Eile: Ein Sommer in Masuren [Gebundene Ausgabe]

Tobias Lehmkuhl
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

2. Mai 2012
Wer hierherkommt, hat die Heimatgeschichten von Siegfried Lenz und Arno Surminski im Gepäck und wähnt sich selig in einer unter-gegangenen Welt: Eichenalleen, Burgen, Ruinenromantik, elegische Seenlandschaften – Masuren, diese Region im Norden Polens, einst Teil Ostpreußens, das ist nicht zuletzt ein Sehnsuchtsort der Deutschen. Was aber steckt hinter der Idylle? Um das herauszufinden, hat Tobias Lehmkuhl einen Sommer in Masuren verbracht. Er begegnet stoischen Anglern, wehmütigen Heimattouristen und trinkfreudiger Dorfjugend; er lässt sich den Wind der tausend Seen um die Nase wehen, wandelt durch endlose Nadelwälder und flüchtet vor sintflutartigen Gewittern; und überall stolpert er über Spuren deutscher Geschichte: von dem verfallenen Gutsschloss der Familie Lehndorff und den Schlachtfeldern bei Tannenberg bis zur Wolfsschanze, dem einstigen «Führerhauptquartier», wo er eine unruhige Nacht verbringt. Tobias Lehmkuhl erlebt ein zerrissenes, wunderschönes Land im Schatten der Geschichte, das noch dabei ist, seinen Platz im heutigen Polen zu finden. Ein glänzend erzähltes Reisebuch – und ein frischer Blick auf einen mythischen Ort, der nichts von seinem Zauber eingebüßt hat.

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Preis für beide: EUR 24,90

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Berlin (2. Mai 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871347337
  • ISBN-13: 978-3871347337
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.359 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Der Autor verfügt über die Fähigkeit, historische Fakten wie nebenhin in seine Erzählung einzuflechten. Unangestrengt werden die Leser von der Geschichte dieser Region unterrichtet ... Wer sich auf eine masurische Reise einstimmen möchte oder sich lieber gleich nur auf die Lesereise durch dieses Land der Deutschen und der Polen begeben will, der wird sich mit Tobias Lehmkuhls Buch gewiss nicht langweilen. (Süddeutsche Zeitung )

Autorenkommentar

Tobias Lehmkuhl, geboren 1976, studierte Literaturwissenschaft und Romanistik in Bonn, Barcelona und Berlin, wo er seit 2002 als freier Journalist arbeitet. Er schreibt Radiofeatures, Reportagen, Essays und Kritiken, vor allem für die "Süddeutsche Zeitung", die "Zeit" und "Deutschlandradio Kultur". 2009 erschien "Coolness. Über Miles Davis".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die Vergangenheit 28. Juni 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Wenn man an Masuren denkt, an Nikolaiken oder Suleyken und Neidenburg so kommen einem träumerische Gedanken an ferne Tage. Auch Siegfried Lenz hat das Herz anrührende Schilderungen hinterlassen und die Sehnsucht nach dieser Gegend aus Natur, herrlicher Landschaft und heimatlicher Geborgenheit in seinen Romanen verewigt. Das Masuren Ostpreußens war Herkunftsgegend vieler berühmter Adelsgeschlechter wie den Dönhoffs oder den von Lehndorffs. Im Norden Polens gelegen gehörte Masuren einst zu Ostpreußen und später wie heute zu Polen. Kriege und Landverteilung haben Masuren immer wieder hier wie dahin verschoben.

Tobias Lehmkuhl hat eine atmosphärisch reizvolle Reise und Wanderung durch das schöne Land Masuren gemacht. Angefangen von Osterode hin zum Nikolaikensee und zahlreichen weiteren Seen erkundet er die bekannten und auch weniger bekannten Ortschaften und gibt seine Eindrücke wieder. Er trifft Touristen und Einheimische, die heute vor allem Zugewanderte sind. In der Begegnung mit Gastwirten, Pensionswirtinnen und Anglern, die als '"Menschen ohne Eile"' den Titel zu dem Reisebericht gaben, erkundet Tobias Lehmkuhl Land und Leute. Ihm erschließt sich auf diesem Wege die Geschichte Ostpreußens und seiner Bedeutung von einst und heute. Bei seinen Unternehmungen erlebt er nicht nur die Schönheit des Landes, sondern sie führen ihn auch an entlegene Orte mit verrottenden Schlössern und mit Marktplätzen, die unschöne Bebauungen aufweisen. Ihm gelingt die Verbindung von Natur und Ruhe mit dem heutigen Ambiente aus Eisdielen, Dönerbuden, Pizzerias und Bootsanlegestellen, Lärm und Läden aller Art. Skizzen ungewöhnlicher Weite und stille Naturbetrachtungen ergänzen die Erzählungen, mit denen der Autor seinen Empfindungen Ausdruck gibt.

Tobias Lehmkuhl hat sich auf eine Spurensuche begeben, die unter anderem auch auf die Reste der Nazizeit mit ihren schrecklichen Folgen verweist.

Dem Autor bleibt die Erfahrung einer ungewöhnlichen Landschaft, die bei jenen, die sie kannten und die daher kamen, unvergessliche Eindrücke hinterlassen hat.
In den bilderreichen und ausdrucksvollen Beschreibungen meint man sich selbst an Ort und Stelle zu befinden und sieht die alternden Touristen ihre Runden drehen. Eine unerklärliche Sehnsucht nach dieser Landschaft der Stille mit den vielfarbig herben und unnachahmlichen Naturerscheinungen und den ruhigen Seen ergreift den Leser, und man möchte dieses schöne Land gerne auch selber einmal erkunden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeit für Masuren.... 3. Juni 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Mal wieder ein Buch gelesen das ich hier kurz vorstellen möchte. Es handelt vom "Mythos Masuren - eine Reise durch ein zerrissenes, wunderschönes Land. " wie es der Autor Tobias Lehmkuhl, auf der Rückseite seine in Hardcover im Mai 2012 erschienenen Buches selbst beschreibt.

Der Autor Tobias Lehmkuhl wurde 1976 geboren ist also kein gealteter Heimwehtourist, und hat Literaturwissenschaft und Romanistik studiert. Er arbeitet als Journalist und schreibt Radiofeatures, Essays und Kritiken. Sein geisteswissenschaftlicher Hintergrund und sein vertieftes wissenschaftliches Interesse kommt dann auch in machen Kapiteln etwas durch wenn es um die Geschichte von alter Landschlösser oder ostpreußischer Familiengeschichten geht. Aber es wird nicht langweilig. Die Kapitel sind alle relativ kurz und recht unterschiedlich. Der Autor hat sich einfach Zeit für Masuren genommen, sich auf das Land eingelassen. Es beschreibt es sozusagen hautnah, nicht als Reisejournalist der Attraktionen abklappert, nicht als ein Extremsportler der das Land abwandert oder paddelt oder ähnliches. Er kombiniert verschiedene Dinge. Geht mal zu Fuß, paddelt durch die Gegend, fährt mit dem Auto über kleine Straßen, durchstreift die Gegend. Das Ganze einen ganzen Sommer lang. Einfach nur da sein, neugierig sein auf eine Land, sich darauf einlassen. Das hat der Autor getan und so bekommt man einen guten Eindruck über das Polen. Kein Roman über das Land, Kein Reiseführer mit Vollständigkeitsgaratie, sondern einfach Eindrücke, Geschichten über ein eine Landschaft die immer noch etwas abgelegen und immer noch etwas Besonderes ist. Wer sich für das ehemalige Ostpreußen und speziell für Masuren und das heute nördliche Polen interessiert dem sei dieses Buch empfohlen. Mit seine Hardcoverausführung und Lesebändchen macht das Buch auch einen schönen soliden Eindruck und eignet sich sicherlich auch gut als Geschenk für Menschen die einen Bezug zu Masuren haben.

Meine Buchbesprechung ist im Original hier erschienen:
[...]
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Miesmacher 9. März 2013
Von Susann K.
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Masuren ist so wunderbar, auch in unserer heutigen Zeit! Diese Buch zu kaufen ist eine reine Geldverschwendung! Bloß die Finger weg!
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