In diesem weiteren Essay über Österreich beleuchtet Menasse kritisch die Grundpfeiler des österreichischen Staates, die Verfassung, die Neutralität, das Wappen, die Hymne. Er kommt auf viele Ungereimtheiten und Abstrusitäten, die ein interessantes Bild der österreichischen Seele nach 1945 widerspiegeln. Dass, zum Beispiel die Wappenfarben von Deutschland sich im österreichischen Wappentier wiederfinden, dass die erste Schillingmünze den Tod als Emblem hatte oder die Hymne von einem ehemaligen Nationalsozialisten komponiert wurde, sind Skurrilitäten, bei denen einem Fassungslosigkeit im Gesicht steht. Menasse beschreibt diese und andere Tatsachen in einem nüchtern-lockeren Stil, der keine Anprangerungen enthält, sondern lediglich die Inkompetenz, Fahrlässigkeit und den Dilettantismus der österreichischen Politiker einst und jetzt aufzeigt.