Voller Erwartung habe ich Anchee Mins Buch "Land meines Herzens" gelesen. Eine vielversprechende Ankündigung, ein vielversprechender Titel, viel Reklame im Büchergeschäft. Die Enttäuschung über den Inhalt, dem ich wenig bis gar nichts abgewinnen konnte, war deshalb um so grösser.
Das Thema "Kulturelle Unterschiede zwischen China und der Welt" hat mich interessiert, tut es noch. Hauptperson Catherine wird mir jedoch auf den gesamten 250 Seiten des Romans einfach nicht sympathisch. Ausser, dass sie rote Haare hat, sehr viel lacht und unternehmungsreicht ist, finde ich nicht, dass sie auf eine gute Art und Weise als Vertreterin der 'westlichen Kultur' dargestellt wird. Die in der Zusammenfassung beschriebenen 'harten Proben', auf die die Freundschaft zwischen ihr und Shao-jun Wong gestellt wird, halten sich auch in Grenzen. Bei mir hat das Buch daher auch kein wirkliches Spannungsgefühl erzeugt.
Vielleicht bin ich zu kritisch, da ich sehr viel Bücher über China gelesen habe. Aber: eine irritante Hauptperson und wenig Spannung verdienen meines Erachtens nicht mehr als zwei Sterne.