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Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien
 
 

Im Land der Regenbogenschlange: Unterwegs in Australien [Kindle Edition]

Andreas Altmann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Pressestimmen

"Das Ganze ist fesselnd und wunderbar geschrieben." FAZ Es ist ein Genuss, die Prosa dieses abenteuerlustigen Menschenfischers zu lesen." DEUTSCHLANDRADIO Wenn es einen deutschen Reiseschriftsteller vom Kaliber eines Bruce Chatwin gibt, dann ist dies Andreas Altmann." DIE WELT

Kurzbeschreibung

Andreas Altmann startet in Sydney und kommt nach drei Monaten dort wieder an. Mit 25 000 Kilometern in den Beinen und einem Ranzen voller Storys von Männern und Frauen, die er unterwegs getroffen hat. Er hört Geschichten, die erstaunlich viel über das Leben auf dem fünften Kontinent verraten. Er begegnet Erin, der 18-jährigen Amazone, die mit elf per Motorrad von Zuhause abhaute. Er findet Jeffrey, den Aborigine, der fünf Milliarden Dollar erben könnte, aber nicht will. Und er zieht mit Fred Brophy und seinen kriminellen Preisboxern durch das Outback. Drei von dreihundert Begegnungen. Einmal mehr erweist sich Andreas Altmann als begnadeter Augenöffner, der nicht aus sicherer Distanz agiert, sondern sich aussetzt: mal intensiv und hitzig, dann wieder ehrfürchtig und einfühlsam. Wer dieses Buch liest, kehrt klüger, glücklicher und leicht benommen nach Europa zurück, das Herz und den Kopf voller Bilder und Unglaublichkeiten.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von anushka
Format:Taschenbuch
Andreas Altmann macht sich von Deutschland aus via Sydney auf den Weg durch Australien. Dabei ist er drei Monate fast ständig unterwegs: per Anhalter, Bus, Bahn oder Flugzeug. Unterwegs trifft er viele Menschen und kann sie für bereichernde Gespräche gewinnen. Auffällig häufig sind es Australier erster Generation, also solche Menschen, die im Verlauf ihres eigenen Lebens aus einem anderen Land nach Australien eingewandert sind. Und laut ihren Erzählungen scheint Australien auch wesentlich offener gegenüber Flüchtlingen des zweiten Weltkriegs gewesen zu sein. Aber Altmanns Berichte erzählen auch von einem intoleranten Australien und einer sehr gewalttätigen Geschichte gegenüber den Ureinwohnern. Altmanns Buch dient also keineswegs dazu, sich ein verklärtes und romantisiertes Bild dieses riesigen Landes aufzubauen. Im Gegenteil, häufig ist Altmann in (Zitat) "Kuhdörfern" unterwegs, die weder Unterhaltung noch manchmal eine ordentliche Unterkunft zu bieten haben. Die Trostlosigkeit in diesen verwaisten Orten macht der Autor fast greifbar. Und er bringt einem Episoden nahe, die man im eigenen Urlaub wohl nur sehr selten erleben wird.
Und genau dies macht Altmann dem Leser (?)/anderen Reisenden zum Vorwurf. Oder den Menschen insgesamt. Er verdammt den Massendrang und die Durchschnittlichkeit und verkennt dabei, dass es Individualismus nur geben kann, wenn es auch eine breite Masse gibt, von der man sich abhebt. Er moralisiert: die Menschen sollten für sich selbst denken (sicher ein wunderbares Ziel, aber nicht jeder verfügt über die geistigen Kapazitäten) und sich nicht von der Konsumgesellschaft einlullen lassen. Für den Autor mag eine Busfahrt durch das australische Outback ein Highlight sein, für Ortsansässige hat es aber sicherlich längst seinen Reiz verloren und daher wenden sie sich von der Landschaft ab und dem Fernsehschirm zu.
Altmanns Stil ist aber selten derart moralisierend, dass man das Buch weglegen möchte. Erfrischenderweise bezeichnet er sich selbst als Lästerer und das nimmt vielen Bemerkungen die Spitze. Teilweise ist er auch zynisch und ich konnte auch sehr lachen, wenn er - selbst in ernsten Angelegenheiten - absolute Absurditäten aufzeigen konnte. Überwiegend habe ich seinen Stil also sehr genossen. Altmann erzählt selten von sich selbst und dafür mehr die Geschichten seiner Begegnungen. Und er geht auch auf historische Anekdoten ein, ja, er sucht sie geradezu. Beispielsweise berichtet er nicht pauschal von der Besiedlung Australiens durch englische Sträflinge, sondern sucht sich Einzelschicksale heraus um beispielhaft zu skizzieren.
Was mir den Autor noch viel sympathischer macht: ständig liest er irgendein Buch. Mich würde wirklich interessieren, wieviele er in seiner Zeit in Australien gelesen hat. Er folgt Empfehlungen, die er australischen Radiosendungen und Zeitungen entnommen hat. Und hat ihm eins gefallen, berichtet er in seinem Buch auch davon.
Ein letzter Kritikpunkt sei noch erwähnt. Es drängt sich mir eine Frage penetrant auf: gehört zum richtigen Reisen und dem Schreiben von Reisebüchern eigentlich immer der Konsum von Drogen? Das ist mir bereits bei Helge Timmerbergs "In achtzig Tagen um die Welt" aufgefallen. Glücklicherweise thematisierte Altmann seinen eigenen Drogenkonsum weit weniger ausführlich. Und die Nebenwirkungen schienen bei ihm ja auch Reue ausgelöst zu haben.
Als Fazit kann ich nur jedem, der sich für das Reisen und fremde Länder interessiert, dieses Buch empfehlen. Natürlich wird er keinen objektiven Abriss der größten Sehenswürdigkeiten erhalten, dafür kann man Reiseführer lesen. Für mich bleibt dieses Buch definitiv hängen, ich habe einiges dazugelernt und mich mit vielem kritisch auseinandergesetzt (wahrscheinlich war das sogar die heimliche Absicht des Autors). Ich habe den Autor auf einer interessanten Reise begleitet und werde auch in Zukunft seine virtuelle Reisebegleitung bleiben.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Furchtbar! Andreas Altmann hat keinen Reisebericht im eigentlichen Sinne verfasst. Man gewinnt bereits nach wenigen Seiten den Eindruck, er würde nur reisen, um in aller Welt die Bestätigung für seine Theorie zu suchen, dass alles sowieso nur schlecht und überhaupt alle Welt böse ist.
Ätzende Kommentare aus einer verätzten Seele über nahezu alles was ihm im Laufe seiner Reise durch Australien begegnet. Wenn einer der auftretenden Charaktere Herrn Altmann mal ein positives Fazit entlockt, dann allenfalls, wenn dieser seine Weltsicht teilt oder zu den vollends Abgestürzten zählt, die es irgendwie "aushalten" und unter der Last der Welt nicht zusammenbrechen. Dies scheint auch das Hauptproblem Andreas Altmanns zu sein, da alle paar Seiten seine Lieblingsphrase "die Dinge aushalten" auftaucht und im Zusammenhang dann einen kurzen Blick auf sein verbittertes Innenleben zulässt. So ist er auch die ganze Reise über mit dem "Aushalten" so beschäftigt, dass er vollends vergisst, dass er über Australien schreiben wollte. Aber über lächerlichen Alltagsquatsch, der jederzeit überall auf der Welt genauso passiert, kommt er dabei nicht hinaus. Dieses Buch hätte er auch schreiben können, wenn er sich ein paar Tage im Frankfurter Hauptbahnhof herumgetrieben hätte. Wahrscheinlich hätte er da mehr zu erzählen gehabt.

Alles in allem die ängstliche Selbstdarstellung eines "Mannes", der gerne als "Lonesome Wolf" gesehen werden möchte, aber als "angstbeissender Köter" im Gedächtnis bleibt. Journalistisch wertlos, da zu befangen, schriftstellerisch reizlos, da nicht in der Lage, Bilder im Geiste des Lesers zu entfalten.

Den mahnenden Fingerzeig, den meine Vorrezensenten zum Teil erkennen mochten, kann ich nicht sehen, da sich Altmanns Sicht der Dinge auf ein "ich habs ja immer gewusst" oder "sowieso alles Sch..." reduziert. Das bleibt dann auch als Fazit für dieses Werk.

De zweiten Stern gibt es, da ich Herrn Altmann nicht vorwerfen möchte, dass sein im Stile des ZDF-Kommentars verfasstes Buch sprachlich ungewandt wäre. Doch zu mehr reicht es leider nicht.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
an den Leser einen Brief 20. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Andreas Altmann war unterwegs in Australien.
Peter A. Bruns war ihm auf den Versen.

Die Bücher des versierten Autors Andreas Altmann, lassen sich nicht mehr an zwei Händen abzählen. Im Land der Regenbogenschlange. Unterwegs in Australien, ist sein elftes Buch. Ich durfte also einen großen Schatz an literarischer Erfahrung annehmen. jedoch, don't judge a book by it's cover.
Der Autor Altmann, hat sein Buch, mit dem vorangestellten Motto von André Gide, Ein Buch ist verfehlt, welches den Leser unversehrt lässt", ohne Not einem Anspruch ausgesetzt, den es, jedenfalls für mich, nicht erfüllen konnte. Ich fühle mich nach der Lektüre, so unversehrte" wie zuvor.
Altmann möchte die Menschen besser machen". Das ist ehrenwert und er appelliert darum, verzweifelt an seine Leserinnen und Leser. Er denkt und schreibt wie ein flotter, junger Reporter, obwohl er immerhin auf die Sechzig zugeht. Das zeichnet einen guten Bericht aus, und mehr soll sein Buch auch nicht sein, laut Vorwort. Ein Bericht (kein Roman) für die Minderheit" und nicht für die Tranigen, die Luxusgeschöpfe, die Glotzer, die Virtuellen, die Langschläfer und all die anderen ..." und so eifert Altmann fort und fort und schließt nach Gutdünken aus, wer Einlass begehrt, wie ein Türsteher vor einer Disco. Jedoch warum? Was ist so besonderes in dieser Buch-Disco" zu finden? Ich wollte es wissen, schlich mich rein, obwohl eine innere Stimme mir sagte, was kommen würde. Na gut, ich las also weiter. Mit Sprüchen großer Meister" wie eben Gide es war und ihren goldenen Weisheiten, ist es ja oft so eine Sache. Wie Autor Altmann, Mister Rosenberg auf Seite 287 sagen lässt: Lass dich nicht verführen, denk für dich selbst." Das versucht der Autor auch durchweg über 319 Seiten lang, bis er am Ende, buchstäblich ausrutscht. Australien hat ihn zuletzt umgehauen. Um mehr dürfen Leserinnen und Leser nicht bitten. Doch, von vorn.
Wer von Europa nach Australien fliegt, verliert einen Tag seines Lebens", schreibt Altmann als ersten Satz, nach diesem frechen Vorwort", indem er, wieder voller Zorn, mit den Arrivierten der Welt abrechnet. Ein Faible von ihm. Ich dachte: Einen Tag seines Lebens verlieren", kann man auch beim lesen.
Schimpfen ist jedermanns gutes Recht und einem Reporter (der Altmann auch ist)nimmt man das nicht krumm. Altmann wollte, Zitat: dem Leser einen dicken Brief schreiben, ein Buch eben". (Jesus Maria, schrieb Jean Paul nicht dickere Briefe an Freunde?") Es ließt sich aber eher, wie eine Publikumsbeschimpfung. Altmann klärt mich jedoch von Seite 111 bis 113 auf. Er zieht vom Leder, über jene, die ihn dauernd kritisieren und zeigt wie tolerant er doch ist und nun? Was ist? Ich verstehe ihn ja durchweg. Als Siebzehnjähriger habe ich auch gedacht: Lieber Gott, die Welt ist schlecht, mach eine andere!" Aber warum all das in diesem Buch, mit diesem Umschlagsbild. Solch pubertärer Frust ist was für die Titanic. Oh Altmann. Willst du die Ursach erforschen, warum du kein Seraphim wurdest? Entdecke erst Stolzer! Weswegen du keine Milbe geworden". Usw. schreibt E. C. Kleist an Herrn Sulzer.
Andreas Altmann flog also nach Australien, doch während des Lesens meinte ich, einer flog übers Kuckucksnest". Die Seiten sind voll von Paris-Hilton-Typen, Burkini-Storys, sogar Prinzessin Diana und Prince Charles kommen vor und die BBC, die ABC und Tom Dick and Harry. O-Ton: Man will schmunzeln, und dann will man schreien". Wie wahr. Seine überhebliche Kritik, in sein literarisches Werk, wahllos eingestreut, an jeder Unvollkommenheit der Menschen nörgelnd, sein ständig erhobener Zeigefinger nervte mich zunehmend. Dass die Welt zu 49% von Dummheit regiert wird, wissen wir Bücherwürmer ja.
Altmann schreibt auch durchaus schöne und interessante, lesenswerte Zeilen über Australien und die Landschaft, die Menschen die er dort traf. Doch flugs werden die Zeilen, will man sie einmal pur genießen, immer wieder, wie italienische Nudelgerichte mit Parmesan bestreut. Mit bekanntem, weltkritischen Käse eben. Schade, sehr schade. Die bekannten Perlen vor ...
Moralisches und/oder pathetisches (auch ruhig außergewöhnliches) Handeln seiner Protagonisten, ist spannender zu lesen, als ätzende Monologe. Die Seiten sind voll von ungewöhnlichen Typen, denen Altmann auf Schritt und Tritt begegnet, oder die im Flieger neben ihm sitzen, und er versucht sie zu beschreiben und da liegt sein Problem. Diese Kritik an Mensch und Tier, taucht auf fast jeder Seite auf, wie aus der Pistole geschossen, und verschwindet im Pulverdampf.
Es regnet Menschen wie junge Hunde" und wie junge Hunde, entwickeln sie, nur in Ansät-zen, literarischen Charakter. Der Hintergrund der Menschen, ihre Umgebung, wird ebenso behan-delt. Die Landschaft Australiens zieht meistens, nicht immer, beim lesen so substanzlos vorbei, wie in einem Daumenkino. Ich höre gern NDR-Kultur, und empfand die Buchseiten so, als hätte mein Welt-Empfänger, von Seite zu Seite, ständig unkontrolliert zum Enjoy-Radiosender gewechselt, kreischende Musik mit Banalitäten vermengt, und sämtlichen Weltproblemen. Vom Leiden der Aborigines" bis zu Plattitüden wie: Geld wäre weder gut noch schäbig. Die Frage ist immer, wie man damit umgeht". Das alles, samt Werbung und Negativnachrichten im 15 Minuten-Takt. Das hat wenig mit Australien zu tun. Fair Dinkum Mate.
Hermann Hesse, mein Jugendidol, wird mir von Wolke sieben aus, wieder mit dem Zeigefinger drohen, denn er schrieb: Urteile sind nur wertvoll, wenn sie bejahen, jedes verneinende, tadelnde Urteil, wenn es als Beobachtung noch so richtig ist, wird falsch, sobald man es äußert".
Sei's drum, es mag stimmen, sicher wird es stimmen, doch ich sag's trotzdem: der Inhalt des Buches, wird seinem Umschlag, mit dieser Regenbogenschlange, dieser mythischen, australi-schen Flusslandschaft, nicht gerecht. But, what the ... Sorry about that, Hermann.
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Veröffentlicht am 30. März 2010 von G. Schmidt
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