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Land of Plenty
 
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Land of Plenty

Michelle Williams , John Diehl , Wim Wenders    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Michelle Williams, John Diehl, Shaun Toub
  • Regisseur(e): Wim Wenders
  • Komponist: Thom & Nackt
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 4. Oktober 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000AFEJ7U
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.087 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Ein herrlicher Film, der sich intelligent einem brisanten Thema widmet, technisch aber als Experiment verstanden werden muss, was nicht jedem gefallen mag. Sehr feinfühlig schildert Wenders den Abgrund zwischen Sicherheitsbedürfnis eines Einzelnen und dem einer ganzen Gesellschaft, wobei hier die Menschlichkeit natürlich den Kürzeren zieht. Auf moralisch appellierende Momente wird vollkommen verzichtet. Der Altmeister erzählt wieder einmal von einem Land, dass neben geisteskranken Politikern irgendwo auch noch ein wenig Platz für Andersdenkende und nicht zuletzt für schöne Sonnenaufgänge hat. Fazit: Sehenswert, nicht nur für Wenders-Liebhaber

Moviemans Kommentar zur DVD: Ein interessantes Experiment mit einer, für Wenders, neuen und faszinierenden Technik. Dem Zuschauer mag das nicht ganz klar werden, denn die mäßige Bildqualität und der selten voll ausgeschöpfte Ton überzeugen nur wahre Wenders-Fans. Schade, dass die technischen Details mit der inhaltlichen Stärke des Filmes nicht ganz mitzuhalten vermögen.

Bild: Die digitale Technik steht hier auch inhaltlich ganz im Vordergrund. Körnige Handkamerabilder sind prägend für "Land of Plenty", nicht zuletzt geht es ja auch inhaltlich um Videoüberwachung und ihre Schwächen. Bewusst wurde fast der ganze Film aus der Hand gedreht, was seinen ganz eigenen Charme ausmacht. Stellenweise, vor allem in den künstlich ausgeleuchteten Szenen ist die Schärfe einwandfrei (00:03:46, Hautporen von Lana), zumeist aber überlagern ein permanent vorhandenes Grieseln, Halos (00:09:58, Körperumriss), Mosquito Noise (01:18:26, Dachpappe) sowie große Felder mit Blockrauschen (00:12:53, Wand) die potenziell schönen Bilder. In seinem ersten Spielfilm hat der deutsche Kameramann Franz Lustig geradewegs aus dem Flugzeug oder dem fahrenden Auto heraus gefilmt. Eingebunden wurde, was man so gesammelt hatte, für Pre-Takes war keine Zeit. Das sind gute Voraussetzungen für einen anspruchsvollen Low-Budget-Streifen, nicht aber wirklich interessant für die Freunde hochauflösender Bilder. Die Kontraste sind da schon eher lobenswert, denn trotz Schwächen in den Übergängen zeigen sich diverse Schwarz- und Grauabstufungen. Wunderbar setzen sich gegen die körnige Bildwelt einzelne Experimente mit Zeitraffer und überzogenen Sättigungs- und Kontrastwerten ab (00:59:13, Sonnenaufgang). Mehr davon bitte!

Ton: Die durchaus dynamisch angelegte Soundkulisse ist leider nicht ganz ausgereift, da die vielfältigen Möglichkeiten des Surrounds nicht genutzt werden. Ein einzelner Helikopter, der von rechts hinten nach links vorne vorbeirauscht (00:23:27), weiß den potenziellen aber kaum eingesetzten Umgang mit Räumlichkeit anzudeuten, meist verebbt er aber viel zu schnell wieder (01:08:29, vorbeifahrendes Auto). Die Dialoge hingegen lassen sich gut verfolgen, in der deutschen Version teilweise sogar etwas überdeutlich, erweisen sie sich lediglich als etwas center-lastig. Der sensibel eingesetzte Soundtrack hingegen vermag zu überzeugen und stets zur richtigen Zeit stimmungsvoll die Bilder zu untermalen. Hier entsteht eine gelungene Harmonie mit den permanenten Straßengeräusche, die eindrucksvoll authentisch wiedergegeben werden.

Extras: Neben den üblichen Beweihräucherungen des Regisseurs beantworten die Hauptdarsteller einige interessante Fragen zu ihrer Einstellung zu Amerika. Der Audiokommentar mit Wenders sanfter, fast einschläfernder Stimme ist unverzichtbar, zumindest dann, wenn es nicht der erste Wenders-Film ist, den man sich ansieht. Hier ergeben sich stellenweise sogar richtig komische Momente, irgendwo zwischen Patriotismus, Pannen und Humanität. Kommentare über die digitale Kameraarbeit und das Bildformat sind aufschlussreich, liegen allerdings nur als Text vor. Auf die B-Rolls lässt sich getrost verzeichten, hier sieht man nicht wirklich mehr als den Kameramann mit der erwähnten Handkamera oder natürlich den großen Meister persönlich. Wem's beliebt! --movieman.de

Produktbeschreibungen

Die junge Amerikanerin Lana kehrt aus dem Nahen Osten in ihr Heimatland zurück, um ihren einzigen lebenden Verwandten, Onkel Paul, zu finden. Der Vietnam-Veteran hat nach dem 11. September eine ausgeprägte Paranoia entwickelt. Selbst alltägliche Belanglosig-keiten interpretiert er als terroristische Verschwörungen. In seinem zum Überwachungs-fahrzeug umgebauten Van fährt er in selbst auferlegter Mission durch die schäbigen Viertel von Los Angeles, um sein Land vor Bedrohungen zu schützen. Als sich die Wege der warmherzigen Idealistin und ihres misstrauischen Onkels kreuzen, offenbaren sich zwei Weltanschauungen, die unterschiedlicher nicht

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Das schreibt Wim Wenders im August 2005 in einem offenen Brief
auf die Hülle der DVD "Land of Plenty". Die Clinton-Ära erlaubte einen letzten Blick auf diesen Mythos. Seit 9/11 ist er endgültig ausgeträumt.

Dieser Film ist Wim Wenders Beitrag zu der Zeit nach dem 11. September 2001. Er erlebte mit, wie seine Wahlheimat sich veränderte. Verschlossen und misstrauisch wurde. Das fürchterliche Attentat, das in unserem kollektiven Gedächtnis fest verankert ist, und die Regierung Bush, hat das Land tief gespaltet. Jeder Mensch, der vor und nach 9/11 in den Staaten war, spürt den Unterschied bereits bei der Einreise, am Flughafen.

Das "Don't come knocking", Wenders aktueller Film, wegen Finanzierungsproblemen im Sommer 2003 nicht gedreht werden konnte, erwies sich als ein Glücksfall für alle Wenders-Film-Fans. Diesem Umstand haben wir es zu verdanken, dass es nun "Land of Plenty" gibt. Er wurde in Rekordzeit mit minimalem Aufwand "aus der Hand" gedreht, und kam mit einem Etat von nur 500.000 Euro aus. Ein weiterer Glücksfall in diesem Zusammenhang war, dass in jenem Sommer eine 21-jährige Schauspielerin für eine Rolle in "Don't come knocking" vorsprach. Sie bekam sie nicht, weil sie zu jung war, aber Wenders war von der Ausstrahlung dieser jungen Frau so berührt, dass er ihr wenige Monate später die weibliche Hauptrolle in "Land of Plenty" gab: Michelle Williams. (Zur Zeit ist sie in deutschen Kinos in "Brokeback Mountain" als Alma zu sehen. Erfreulich, dass Hollywoods Schauspielerinnen auch ganz natürliche Frauen sein dürfen.)

Michelle Williams ist Lana, eine junge Amerikanerin, die mit ihren Eltern lange Zeit im Nahen Osten gelebt hat. Nun ist sie zurückgekommen, mit dem Auftrag ihrer verstorbenen Mutter, einen Brief zu übergeben. Er ist an ihren einzigen noch lebenden Verwandten in den Staaten gerichtet, Onkel Paul (John Diehl), dem Bruder ihrer Mutter. Paul ist ein ehemaliger Soldat, ein Veteran des Vietnamkriegs, der damals nicht unbeschadet zurückkam, wie so viele andere auch. Dieser Krieg und seine Soldaten wurden sehr schnell aus dem Bewusstsein verdrängt. Trotzdem ist Paul ein Patriot, ein Mann, der seine Heimat liebt und stolz auf Amerika ist. 9/11 hat alte Wunden in ihm aufgerissen und seiner Psyche schwer zugesetzt. Er will sein Land vor weiteren Terroranschlägen schützen, fährt mit einem mit allerlei altem Überwachungsgerät ausgestatteten, nahezu schrottreifen Kleinbus unermüdlich durch die Straßen von L.A. und überwacht alles und jeden. Jeder, der arabisch aussieht, ist für ihn ein Feind seines Landes. Oft schläft er im Bus. Ein normales, geregeltes Leben kennt er nicht mehr.

Lana ist bei einem Freund ihres Vaters untergekommen. Er leitet eine Mission, die eine Armenküche im Zentrum von Los Angeles unterhält. Hier leben die Armen, die Kranken, die Süchtigen, die Obdachlosen. Diese Menschen bilden den Bodensatz der Erfolglosen, die es im sonnigen Kalifornien nicht geschafft haben. (Es gibt in diesem Film nur wenige Komparsen. Wenders hat in den Straßen des alten Zentrums von L.A. gedreht. Die gezeigte Umgebung mit all ihrem Dreck und bitterer Armut ist real, lediglich die Mission ist fiktiv und wurde in den Räumen einer historischen Feuerwache eingerichtet, in der Nähe des Million-Dollar-Hotels.) Es wird eine Weile dauern, bis sie ihrem Onkel begegnet. Sie ist erschüttert über die sozialen Zustände in ihrer Heimat, über die Kluft zwischen Arm und Reich. In der Mission verkehrt ein arabisch aussehender Mann, der sich in den Augen ihres Onkels sehr verdächtig gemacht hat. Kurz nach der ersten Begegnung zwischen Lana und Paul wird dieser aus einem fahrenden Luxusgeländewagen heraus erschossen. Für Paul ist klar: Er ist einer großen Verschwörung gegen sein Land auf der Spur. Die idealistische Lana mit ihrer altruistischen Einstellung denkt ganz anders. Sie möchte, dass der Mann ein ordentliches Begräbnis erhält und forscht nach Angehörigen des Toten. Es findet sich ein Bruder, der in einem kleinen Ort in der kalifornischen Wüste lebt, in einer trostlosen Gegend, dominiert von einer heruntergekommenen Chemiefabrik. Onkel und Nichte machen sich gemeinsam auf den Weg.......Er wird am Ground Zero enden, mit der Botschaft, dass den vielen Opfern des Anschlags vom 11. September 2001 keine weiteren folgen sollen.

Das Ende des Films zeigt schließlich eine lange Fahrt quer durch die Vereinigten Staaten, unterlegt von Leonard Cohens titelgebenden Song "Land of Plenty". Ein wichtiger Film, ein guter Film, aber keine leichte Unterhaltung.

Das Zusatzmaterial des Filmes ist gut. Wie immer ist der Audiokommentar von Wim Wenders hervorragend.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Wim Wenders legt hiermit ein recht beeindruckendes Werk vor, das einen nahen Blick auf "das andere Amerika" wirft. Die Figuren sind, wie immer, hervorragend gewählt, und insbesondere brilliert die junge Schauspielerin Michelle Williams, die eine chtistlich-idealistische junge Frau spielt, welche in ein nach dem 9/11 stark verändertes Amerika kommt. Gegenfigur ist ihr Onkel, der als (vorgeschädigter) Vietnam-Veteran in paranoider Weise gegen die vermeintlichen oder tatsächlichen Bedrohungen des American Way of Life in Los Angeles kämpft. Der Film knüpft ein wenig an den Streifen "The Million Dollar Hotel" an. Insgesamt eine sehr saubere Arbeit, und wie bei Wim Wenders üblich, ist die Aussage des Films auch in Gestalt von sehr detailscharfen Beobachtungen enthalten. Hier gilt wieder sein Motto: Interessant ist nicht nur das Bild und die Aussage an sich, sondern auch das Bild hinter dem Bild und die Aussage hinter der Aussage.

Dies leitet zur Beurteilung der politischen Aussage des Films über:

Wim Wenders muß - bei aller Sympathie - mit Filmen dieser Art ein klein wenig achtgeben, nicht in den Sumpf einer in den vergangenen Jahren immer trendiger gewordenen (und nicht selten etwas dumpf geratenen) Amerika-Kritik zu geraten. Den amerikanischen Traum, den Wenders seit dem 9/11 (und wohl auch seit der Präsidentschaft von Bush jr.) für mutmaßlich nicht mehr existent erklärt, hat es in der Realität, so wie er gemeinhin in idealisierender Weise dargestellt wurde, nie gegeben. Der amerikanische Traum ist in der Wahrnehmung immer nur ein Traum der Erfolgreichen gewesen. Das Bild der Erfolglosen wurde einfach nie gezeichnet, weil man die Realität selektiv wahrgenommen hat. Wer, wie der Rezensent, die USA in sehr unterschiedlichen Epochen intensiv bereist und wahrgenommen hat, der konnte Armut, Chaos und Gewalt im New York und in Washingtoner Vorstädten bereits Mitte der 80er Jahre (Reagan'sche Ära) antreffen. Gleiche Phänomene gab es längst Anfang der 90er Jahre in Kalifornien zu beobachten, Rentnerarmut im Mittleren Westen Mitte der 90er Jahre eingeschlossen (Clinton'sche Ära). Highlight war demgegenüber die große, wenn auch z.T. etwas naiv geprägte, Anteilnahme der Amerikaner am Fall der Mauer 1989/1990 (Ära Bush sr.); hiermit wurde der Nerv des amerikanischen Freiheitsideals getroffen, und der Beweis erbracht, daß die von intellektuellen Kreisen viel gescholtene Reagan'sche Politik der Herbeiführung des Kollabierens der Warschauer Pakt-Staaten durch Nachrüstung richtig war. Das Amerika-Bild ist daher differenzierter als der Film es nahelegt. Der amerikanische Traum umschreibt mithin das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - nach oben wie nach unten. Dies ist aber auch nicht erst seit gestern so. Der amerikanische Traum existiert, wenn er richtig verstanden wird, auch heutzutage noch für viele Wissenschaftler, Forscher und Ärzte. Aus dem Bekanntenkreis des Rezensenten sind in den vergangenen Jahren scharenweise ganze Teile der in Europa vielgescholtenen Elite in die USA ausgewandert - für sie hat sich amerikanische Traum verwirklicht, weil sich in Europa infolge viel zu starker Bedenkenträgerei und infolge von Verkrustungen häufig nichts mehr bewegt ! Die beklagte Spaltung der Gesellschaft wird im übrigen auch in Europa größer, nicht nur in den USA. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Wenn Herr Wenders (zumindest mittelbar) die Hegemonie der USA in der Welt kritisiert, so muß er sich fragen lassen, woran das liegt. Die Kriege der 90er Jahre im ehemaligen Jugoslawien waren die Bankrotterklärung der europäischen Politik. Von einer gemeinsamen Außen- und Sichterheitspolitik (GASP) kann noch heute nicht die Rede sein. Wenn wir in Europa diesbezüglich besser wären als die USA, dann dürften wir deren Hegemonie auch kritisieren, ansonsten bitte ehrlicherweise nicht !

Eine weitere kritische Bemerkung zur Aussage des Films: Die Ursache für den schwelenden Kampf der Kulturen" liegt tiefer als 9/11. Das Ereignis 9/11 war Symptom einer längst angelegten Entwicklung. Diese Entwicklung besitzt vielerlei Facetten. Um nur einige zu benennen: Sie wurzelt in der mangelnden Säkularisation der islamischen Staaten mit all den Folgeproblemen in der heutigen modernen Zeit. Weitere Facetten zeigen sich in Europa z.B. in Form der Zuwanderung muslimischer Gruppen und ihrer mangelnden Integration (man denke hier z.B. an französische oder spanische Vorstädte - auch dort gibt es beträchtliche Probleme des Zusammenlebens, darüber hinaus Armut und Gewalt). In den USA sind es die Zuwanderungsprobleme u.a. durch die Hispanics. Der "Kampf der Kulturen" hat ferner Nahrung erhalten durch die Belegenheit vieler Ölvorkommen in muslimischen Ländern oder in Ländern wie Venezuela mit äußerst USA-kritischen Regimen.

Schließlich gilt es, den der DVD beigefügten Statements zu widersprechen, nur die Regierung Bush jr. habe mit Lügen gearbeitet und gewissermaßen die amerikanischen Ideale verraten. Es ist an Clinton zu erinnern, der es war, erst seine Affäre mit der Praktikantin zu leugnen (und damit die ganze Öffentlichkeit zu belügen), und dann, als die Beweise erdrückend wurden, in einem an Peinlichkeit kaum zu übertreffenden Fernsehinterview sein Fehlverhalten einzugestehen. Schließlich steigerte sich die Heuchelei ins Unermeßliche, als dann wieder der gute Schein gezeigt werden sollte, und zwar zusammen mit dem Töchterchen und Hillary (die sich nach so einer extremen Demütigung wohl als einzige Reaktion hätte scheiden lassen müssen, aber dies infolge ihrer kalt-berechneten politischen Ambitionen nicht tat). Wenn das keine Verlogenheit ist ! Im übrigen sollte hier mal überlegt werden, inwiefern diese absoluten Tiefpunkte westlichen gesellschaftlichen Lebens nicht dem (aus muslimischer Sicht) verkommenen Ruf der westlichen Gesellschaften Vorschub leisten. Ganz zuletzt sei auf die katastrophalen Unterlassungen der z.T. so gelobten Clinton-Administration verwiesen: Dieser Präsident hat nach den ersten Anschlägen auf das WTC von 1993 total versagt, und eindringliche Hinweise von mehreren Geheimdiensten, daß man etwas gegen die sich im Sudan bereits formierenden Terror-Gruppen tun kann und dringend tun müsse, ausgeschlagen. Nichts ist geschehen, es folgten u.a. die Anschläge von Nairobi und 9/11.

Wie dem Vorstehenden zu entnehmen ist, handelt es sich auch um einen Film für politisch Interessierte. Jedenfalls sollte man sich den Streifen durchaus mit mehreren Zuschauern ansehen und ggf. nachher eine Diskussionsrunde als Nachlese einplanen. Viel Freude dabei !
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Wenders "Lückenfüller" bevor "Don't Come Knocking" realisiert werden konnte.
In kurzer Zeit und für 500.000 Dollar mit DV-Kameras gedrehter Film , großartigen Darstellern, sehr guter Musik, natürlich schönen Bildern und einer wichtigen moral-politischen Story.

Lana, die liberale junge Frau, kommt zurück in ein Amerika, nach dem 9/11.
Sie sucht ihren Onkel Paul, den Vietnam Veteran der nach 9/11 seinen eigenen "Krieg" gegen den Terror führt.
Durch Lügen und Panikmache seiner Regierung (die ihn schon im Krieg mit Giftgas geschädigt hat) steigert er sich in Verschwörungstheorien.
Er verfolgt und beschattet Turban- und Bartträger in L.A. (der Hauptstadt der Armut in USA....dorthin werden auch die Ärmsten der Umgebung gebracht, weil sie dort aus klimatischen Gründen schonmal nicht erfrieren können!)

Wenders zeig ein Amerika voller nationalistischer Parolen, Flaggen, Klingelton-Hymnen und rechtem Gedankengut, das seine große Chance nach 9/11 "zu einer besseren Welt" beizutragen unter der Bush-Regierung nicht nutzte, sondern die Toten dadurch entehrte, dass der Tag für die eigenen Zwecke (Krieg) missbraucht wurde und das Land mit samt der Welt weiter gespalten hat.

Die Extras der DVD sind auch reichlich vorhanden. Audiokommentar wie immer sehr gut! (Watch the Kolibri, it`s real!)

Durchaus auch ein Film im Sinne von Michael Moore, jedoch "gewichtiger"!

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