Hard-Boiled. Oder wie man auch sagen kann: Ich bin das Gesetz, wenn Richter und Polizei als Instanz ausfallen. Milo Milodragovitch überlebt im Verlauf dieses Romans mehr als eine Schlacht, nach der andere anschließend beerdigt würden. Es hilft ihm dabei, daß er als Barbesitzer einmal Privatdedektiv gewesen ist und von seiner ehemaligen Leidenschaft, Menschen ins Leben zu schauen, nicht lassen kann. Natürlich gehört es zum Hard-Boiled-Roman, daß harte Männer, von Frauen verführt und reingelegt, sich Schurken gegenüber sehen, denen das Leben nichts mehr Wert ist. Der Held dieses Romans besitzt wenigstens einen sympathischen Zug, er leidet an Heimweh nach Montana und sieht sich nach Texas verschlagen.
Auf die Frage, welche Krimis Milo Molly mitbringen soll, antwortet er: die guten realistischen, nicht dieser seichte Mist. So schreibt James Crumley auch. Es wird einem manchmal nur zu viel und wenn die Auflösung wie in einem von ihm als Folter bezeichneten Agatha Christie Roman daherkommt: wie setzen uns alle mal zusammen und klären den Fall, ist man enttäuscht.