Da ist er nun der krönende Abschluß der Dead Saga, Land of the Dead vom Zombieexperten George A. Romero. Von vielen Fans wurde "Land of the Dead" weltweit vorab hochgelobt und gefeiert. Der Film spielte bei einem Budget von 15,000,000 Millionen Dollar $43,708,947 weltweit ein. Ein offensichtlicher Erfolg, der sich auch im Boom vieler Horrorremakes und neuer Filmtitel nicht verläuft. Ausschlaggebend für das Wiederaufleben der eigentlich abgeschlossenen Dead Trilogie war mit großer Sicherheit der Erfolg von Zack Snyders Remake zu "Dawn of the Dead". Was George A. Romero mit Land of the Dead geschaffen hat, ist ein völlig neuer, zeitgemäßer Zombiekracher, der sich wohl an seine Trilogie anlehnt, dieses aber nicht eindeutig dem Zuschauer offenbart. Offizieller Arbeitstitel des Films war "Dead Reckoning" so sollt der Film auch ursprünglich heissen, womit allerdings die Produzenten ein Problem hatten. Da wurde der Titel kurzerhand in "Land of the Dead" umbenannt. Allerdings taucht der Name "Dead Reckoning" im Film auf, als Stahlmonster auf etlichen Achsen und mit enormer Feuerkraft! Wie von Romero üblich, stammt das Drehbuch zu "Land of the Dead" aus seiner Feder.
Der Film startet direkt mitten im Geschehen und hat nicht wie seine Vorgänger eine ausführliche Exposition. Der Zuschauer wird direkt mit den Untoten (hier sind die sehr gelunden Makeups hervorzuheben) konfrontiert. Zwar ist diese Konfrontation nicht sonderlich spannenend, dennoch beschreibt sie uns den Alltag auf der "neuen" Welt. Mit voranschreiten des Films wandelt sich diese düstere Grundstimmung in zwei Richtungen, einmal in Unbeschwertheit der Reichen und in den blanken Überlebenskampf der armen Bevölkerung. Hier zeigt Romero auf, wozu unsere Konsumgesellschaft in der Lage ist und seien wird. Allerdings stehen hier die Gesellschaftskritischen Gesichtspunkte eher hinten an, als es noch bei Dawn of the Dead der Fall war. Dennoch zeigt sie Romero offenkundig auf. Aber letztendlich ist der Film ein Zombiekracher und dies auch zu Recht.
Was dem Genrefreund hier geboten wird ist ein FX-Feuerwerk erster Klasse. Trotz zahlreicher CGI-Effekte waren die Makeup-Künstler auch noch traditionell am Werk und ließen Blutbeutel über Blutbeutel platzen. Was hier geboten wird ist so vielfältig wie schon seit "Dawn of the Dead" nicht mehr. Von Kopfschüssen bis hin zu Beisswunden und Ausweidungen ist hier alles vertreten was in einen typischen düsteren Zombiefilm gehört. Dem Gorehound wird so einiges geboten was zahlreiche neuzeitige Zombiefilme wie z.B. "28 Days Later" oder aber auch "Resident Evil" vermissen ließen, selbst das Dawn Remake kann nicht mit so zahlreichen Effekten aufwarten. Betrachtet man die Story ist diese nicht gerade sonderlich originell, die Umsetzung allerdings mehr als gut gelungen. Man entwickelt mit den Hauptdarstellern eine gewisse Sympathie, was insgemein zur Spannung beiträgt. Hier leisten Simon Baker und auch Dario Argentos Tocher Asia Argento grundsolide Überzeugungsarbeit. Aber auch Dennis Hopper als Leader der Reichen überzeugt auf ganzer Linie. Das Tempo des Streifens ist enorm. Es bleiben bis auf die anfänglichen Stadtszenen wenige Momente um nach Luft zu schnappen. Hinter jeder Ecke könnte schon der nächste Zombie lauern....
Man könnte jetzt noch ausführlicher werden, was ich aber jetzt sein lasse, da es sich ja
schließlich um ein DVD-Review handelt und der Filminhalt nicht so stark gewichtet wird.
Bewertung Film:
Qualität: 9 von 10 Punkten
Härte: 9 von 10 Punkten
Bild
Die DVD überzeugt mit einem grundsoliden Bild, kräftigen Farben, gutem Kontrast. Die Schärfe leidet allerdings in hektischen Szenen einwenig. Das Rauschverhalten bewegt sich fast gegen null ebenfalls merkt man dem Bild keinerlei Kompression an.
Ton:
Der Ton kommt im DD 5.1 Standard und ist leider auch nur Standard. Zwar kommt der Ton klar und verständlich rüber, so werden allerdings die Rearspeaker zu wenig eingebunden. Hier hätte man neben dem Score der hauptsächlich die Rears arbeiten lässtt, einige nette Schockeffekte einbauen können.
Sonderaustattung:
Die DVD bietet eine satte Sonderausstattung, jedoch wäre es sinniger gewesen eine Doppel-DVD daraus zu machen um die Kompression einwenig zu entlasten.