Sebastiao Bastos ist der Sohn einer Mahari-Indianerin und eines Mestizen, der vor dem ersten Weltkrieg als Kautschuk-Plantagenbesitzer zu einigem Vermögen kam. Der junge Sebstiao wurde auf eine exklusive Privatschule in Freiburg/Schweiz geschickt.
In seiner Autobiographie "Mein Wald am Ufer des großen Flusses" erzählt er, wie er mit dem Aga Khan und Antoine de Saint-Exupéry die Schulbank drückte. Als seine Familie verarmt, kehrt er an den Amazonas zurück, um fortan in den Urwäldern längs des gewaltigen Stromes zu leben.
Der deutsche Leser taucht in eine für ihn exotische, gefahrvolle Dschungelwelt ein, in der er kaum einen Tag überleben würde. Zugleich ist Bastos faszinierendes Buch die beschämende Geschichte der Ausbeutung und Ausrottung zahlreicher Indianerstämme Brasiliens aus nackter Profitgier.