Pressestimmen
"Friedo Lampe schrieb dichterische Prosa, Sätze voller Schwermut, zart und kräftig zugleich in Geschichten, die vom ersten Wort an die Spannung des Unheimlichen hatten, auch wenn sich Unheimliches in ihnen gar nicht ereignete. Sie waren bürgerliche Welt, diese Geschichten, aber auf magische Weise durchschaute bürgerliche Welt (...). Es ist kein umfangreiches, aber ein wichtiges, vollendetes, nobles, noch unausgeschöpftes Oeuvre, voll von Lesefreuden, ein Lehrbuch für junge Schriftsteller, und ich glaube, es zählt zum Bleibenden der deutschen Literatur." (Wolfgang Koeppen)
Autorenportrait
1899 wurde Moritz Christian Friedrich Lampe in Bremen geboren. Nach Militärdienst und Kriegsreifeprüfung studierte er, aufgrund von Knochentuberkulose gehbehindert, Literaturwissenschaft und später Kunstgeschichte und Philosophie in Heidelberg, München und Freiburg. Er promovierte über die "Lieder zweier Liebenden" von Goeckingk. Zurück in Bremen wurde er zunächst Volontär, 1931 Redakteur und Mitherausgeber von Schünemanns Monatsheften. Er verfasste Kunstkritiken für die "Weser-Zeitung" und die "Bremer Nachrichten". 1931 absolvierte er eine Ausbildung zum Volksbibliothekar. Er wurde für die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen tätig, arbeitete für verschiedene Verlage als Lektor, schrieb Erzählungen und Romane. Sein erster Roman "Am Rande der Nacht" wurde 1933 beschlagnahmt. Sechs Tage vor der Kapitulation, am 2.5.1945, wurde er von Soldaten der Roten Armee, die ihn für einen SS-Mann hielten, erschossen.