Ridley Scott, der Regisseur von Kultfilmen wie "Blade Runner" und "Thelma und
Louise", Gewaltorgien wie "Hannibal" und dem Sandalenfilm-Kassenschlager "Gladiator",
zieht in "White Squall" alle Register seines Könnens.
Herbst 1960. Auf dem Segelschulschiff "Albatross" finden sich zwölf Jugendliche ein,
die auf einer einjährigen Reise nicht nur auf ihren College-Abschluss vorbereitet
werden sollen, sondern auch zu Matrosen ausgebildet werden.
Anfangs gibt es natürlich Reibereien, der bärbeißige Skipper Sheldon (Jeff Bridges,
"The Fabulous Baker Boys", "The Big Lebowski", "K-Pax" mit ungewohntem Kurzhaarschnitt)
verlangt harte Disziplin von den teilweise verwöhnten Jungen, und die Überwindung ihrer Ängste.
Erst allmählich wird aus der Mannschaft eine Crew, die sich schließlich die wunder-
schöne Welt der Karibik erschließt, und für die die "Albatross" schließlich zu
einer zweiten Heimat wird.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz, als eine weibliche dänische Schulklasse das
Schiff der pubertierenden Mannschaft betritt, um eine Tagesfahrt zu unternehmen...
Die Erfahrungen auf See helfen den Jugendlichen, ihre persönlichen Probleme
zu meistern ("Der größte Sturm tobt in uns selbst").
Da trifft unerwartet eine Katastrophe ein: Die von allen Seeleuten
gefürchtete tödliche "Weiße Bö" (White Squall) packt das Schiff...
Haben die Jugendlichen auf ihrer Fahrt genug gelernt, um ihr Leben zu retten?
Ein solides Drehbuch, das so gut wie nie in Klischees abgleitet, wunderbare Landschafts- und
Seeaufnahmen, Filmmusik von Sting und ein überzeugender Jeff Bridges in der Hauptrolle
machen diesen Film zu einem echten Erlebnis.