Seit über zehn Jahren erfreut uns DePhazz, das offene Heidelberger Bandprojekt um Mastermind Pit Baumgartner, mit einer geschmeidigen Easy-Listening-Sound-Melange aus Jazz, Soul, Latin, Swing, TripHop und einem Quäntchen Pop, arrangiert mit elektronischen Hilfsmitteln. Erzeugten sie mit ihren ersten zwei Alben noch große Begeisterung, ein regelrechter Hype war zu verzeichnen, so schlich sich bei den Folge-Platten eine gewisse Alltäglichkeit ein. Das lag vielleicht gar nicht mal so sehr an der Band selber. Nur, wenn man etwas schon so vorhersehen bzw. -hören kann, setzt unweigerlich eine gewisse Begeisterungslosigkeit ein. Im letzten Jahr ließ die Combo aber mit "Big", einer Mischung ihrer Hits und Lieblinge eingespielt von einem kompletten Swing-Orchester, wieder aufhorchen. Und auch "lala 2.0" hat das Potential, Aufsehen zu erregen. Es ist nämlich der typische erwartete runde DePhazz-Lounge-Sound, allerdings ins neue Jahrtausend gebracht, in gewisser Weise also upgedatet. Man bleibt sich treu und hat sich trotzdem weiter entwickelt. Von daher steht dieser Platte einer erneuten Erfolgsgeschichte im Prinzip nichts im Wege.