... davon, sowie von Zusammenhalt, Mut, Entschlossenheit, Verrat, Unterdrückung, Liebe und Kricket, ja davon erzählt "Lagaan - Es war einmal in Indien", ein Meisterwerk der indischen Filmkunst.
Bei diesem Film stimmt einfach alles, es fehlt nicht an Humor, Spannung und einzigartigen Ideen.
Nachdem man "Lagaan" gesehen hat, entdeckt man die Kraft des Zusammenhaltes und der Freundschaft neu und beginnt wieder an Wunder zu glauben.
Voller Kraft und Energie wird die Geschichte eines kleinen indischen Dorfes zu Zeiten der Besetzung Indiens von den Engländern erzählt:
Der überhebliche und unmenschliche Kommandant Russell (Paul Blackthorne) erhebt trotz einer großen Dürre rücksichtslos die Steuern (Lagaan) für die ihm zu befehligende Provinz.
In große Not begibt sich das gesamte Dorf auf den Weg zum Kommandanten, doch als der junge Bauer Bhuvan (Aamir Khan) das dort stattfindende Spiel der Engländer, Kricket, beleidigt, fordert Russell das Dorf zu einer wahnwitzigen Wette heraus:
Wenn die Dorfbewohner es schaffen sollten, die Engländer im Kricket zu besiegen, so werden ihnen für drei Jahre die Steuern erlassen. Verlieren sie jedoch, werden diese verdreifacht, was das Ende für alle bedeuten würde.
Und so nehmen die Dorfbewohner die Herausforderung zunächst sehr widerwillig auf, obwohl noch keiner von ihnen jemals in seinem Leben Kricket gespielt hat.
"Lagaan - Es war einmal in Indien" brennt voller Leidenschaft und Energie.
Man kann nicht anders, als für Bhuvan und seine Leute mitzufiebern, da die Mannschaft, ebenso wie die Geschichte, absolut einzigartig und erfrischend ist.
Genauso wie der entschlossene Bhuvan, toll gespielt von Aamir Khan, ist jede der Personen vollkommen authentisch und menschlich mit kleinen Macken und Schwächen, aber auch großen Stärken. Zutiefst berührt hat mich hierbei die glühende Verteidigungsrede für den behinderten Kachra (Aditya Lakhia), der einer niederen Kaste angehört und deshalb von den Dorfbewohnern nicht in der Mannschaft akzeptiert wird. Es ist zugleich eine wichtige Kritik an dem in Indien weit verbreiteten Kastensystem.
Außerdem hat mir gut gefallen, dass die Engländer nicht alle als "böse" dargestellt werden, sondern dass z.B. Russells Schwester Elizabeth (Rachel Shelley) den Dorfbewohnern sogar das Spiel erklärt. Vor der traurigen Vergangenheit Indiens hätte auch ein sehr einseitiger Film entstehen können, in dem jeder Engländer als Verbrecher dargestellt wird.
Nebenbei gibt es (wie könnte es anders sein :-)) eine zarte Liebesgeschichte zwischen Bhuvan und Gauri (Gracy Singh), die sich jedoch eher im Hintergrund abspielt, da das Kricketspiel klaren Vorrang hat.
Dieses ist absolut faszinierend und Spannung pur mit einer einfach fantastischen Regiearbeit durch die immer wieder aufs Neue die Spannung gesteigert wird und gar keine Langeweile zu gelassen wird, so sehr fühlt man sich mit den Helden verbunden!
Weiterhin entsprechen die Lieder vollkommen dem Film. Besonders "Chale Chalo", "Mitwa" und "O Rey Chhori" spiegeln den Geist des Films gekonnt wieder und sprühen nur so voller Kraft, Energie und Entschlossenheit.
Fazit: Letztendlich lässt sich nur noch sagen, dass dieser fantastische Film in keiner Sammlung fehlen sollte und das Herz jedes Zuschauers bewegt, berührt und mitreißt!