In die Geschichte der Lady of Hay liest man sich schnell ein und will am liebsten gar nicht mehr aufhören. Kommt ja nicht alle Tage vor, dass eine Journalistin - Jo Clifford, Skeptikerin ohne Ende - sich hypnotisieren lässt und rausfindet, dass sie schon mal gelebt hat. Im 12. Jahrhundert als Frau eines gemeinen Landsherren. Kein Wunder, dass ihr Herz da mehr für den edlen und gütigen Richard de Clare schlägt...
Nach einiger Zeit beginnt auch, Jo's richtiges Leben - also das im 20. Jahrhundert - sich zu verändern. Freunde benehmen sich seltsam, werden teilweise sogar gewalttätig, sie fällt in Ohnmacht nachdem sie glaubt, ein Mordanschlag sei auf sie verübt worden. Die Wahrheit und des Rätsels Lösung erfährt man natürlich erst am grandiosen Schluss, aber es lohnt sich, so weit zu lesen.
Einziger Fehler dieses Buches ist, dass man es wirklich um 100-200 Seiten hätte kürzen können. Das letzte Dritten besteht größtenteils ohnehin nur aus Wiederholungen und Vertiefungen der Handlung, die man bereits durchschaut hat. Da will man nur noch zum Ende. Das ist aber wirklich gut, deshalb auch 4 Sterne für diese spektakuläre und etwas gruslige Zeitreise.