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Lady Chatterley
 
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Lady Chatterley [Gebundene Ausgabe]

D. H. Lawrence
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Anaconda (31. Juli 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866473753
  • ISBN-13: 978-3866473751
  • Originaltitel: Lady Chatterley's Lover
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 13,2 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 311.474 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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David H. Lawrence
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Lady Chatterley
OT Lady Chatterley’s Lover OA 1928 DE 1930Form Roman Epoche Moderne
Der 1928 erschienene Roman Lady Chatterley gehört zu den unkonventionellsten und freizügigsten Büchern seiner Zeit. D. H. Lawrence widmet sich darin einem Thema, das wiederholt Gegenstand seiner Schriften wurde: Er beschreibt die menschliche Isolation in einer rationalisierten und entfremdeten Welt, in der die Verleugnung der Sexualität einen allgemeinen Vitalitätsverlust zur Folge hat.
Inhalt: Schauplatz des Romans ist zunächst Wragby Hall, das Herrenhaus der Chatterleys, in dem die attraktive und vitale Constance (Conny) mit ihrem Mann Clifford Chatterley lebt. Im Ersten Weltkrieg schwer verwundet, flüchtet sich der an den Rollstuhl gefesselte Clifford in eine ans Manische grenzende, literarische Produktivität. Wie Connie jedoch bald erkennt, verbirgt sich hinter dem stilistischen Blendwerk seiner Erzählungen nichts als eine erschreckende, gefühllose Leere. Während Clifford sich weiterhin blind um Anerkennung als Schriftsteller müht, leidet Connie zunehmend unter ihrer Beziehungslosigkeit.
Während eines Spaziergangs erfährt Connie von Clifford, dass er bereit sei, ihr gelegentliche sexuelle Abenteuer zu gewähren und auch ein uneheliches Kind als sein eigenes zu akzeptieren, vorausgesetzt, der Vater sei ihrer würdig.
Connie lernt den zehn Jahre älteren Waldhüter Oliver Mellors kennen und zwischen ihr und dem wortkargen, in einer einsamen Waldhütte lebenden Mann entwickelt sich eine sexuell und emotional innige Liebesbeziehung. In der leidenschaftlichen Körperlichkeit, die sie mit ihm teilt, findet Connie allmählich zu ihrer verloren geglaubten Lebenskraft zurück. Auch Mellors erfährt durch sie eine Wandlung. Als Sohn eines Bergarbeiters aufgewachsen, hatte er nach einer enttäuschenden Ehe eine militärische Karriere in Indien begonnen und den Offiziersrang erworben. Nach dem Tod eines ihm nahe stehenden Vorgesetzten und durch ein Lungenleiden geschwächt, war er in seine Heimat zurückgekehrt, um dort ein Leben in völliger Abgeschiedenheit zu führen. Erst durch Connies unbedingte Liebe zu ihm gelingt es Mellors, sich aus seiner Bitterkeit und selbst gewählten Isolation zu befreien.
Als sie ein Kind von ihm erwartet, zeigt sie sich fest entschlossen, Clifford für ihn zu verlassen. Mutig stellt sie sich den gesellschaftlichen Anfeindungen und der verletzten Eitelkeit ihres Mannes. Connie begibt sich nach Schottland, um bis zu ihrer Scheidung von Clifford bei ihrer Schwester Hilda zu bleiben. Mellors schreibt ihr am Ende des Romans einen Brief, der seine tiefe Zuneigung zu ihr und seine Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft zum Ausdruck bringt.
Struktur: Lawrence verknüpft in Lady Chatterley autobiografische Elemente mit der symbolhaften Schilderung zweier konträrer Lebenswelten. Während sich in der Figur des von Ehrgeiz getriebenen, gefühllos und mechanisch agierenden Clifford die Einsamkeit des modernen Menschen widerspiegelt, erscheint Mellors als Sinnbild eines im Einklang mit der Natur geführten Daseins. Doch wie Lady Chatterley findet auch er erst in einer erfüllten Liebesbeziehung sein wahres Lebensglück.
Wirkung: Die Freimütigkeit, mit der Lawrence die sexuellen Begegnungen seiner Titelheldin beschrieb, sorgte für einen Skandalerfolg. In England durfte das Buch bis 1960 nicht publiziert werden. B. S. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Lawrence' Meisterwerk über die wahre, leidenschaftliche Liebe

Die »Chatterley« ist der berühmteste Roman des englischen Schriftstellers D. H. Lawrence: Aus der erdrückenden Enge ihrer Ehe mit dem verbitterten Clifford flieht die junge und schöne Titelheldin in eine leidenschaftliche Affäre mit dem lebensklugen Wildhüter Mellors. Bei allen Skandalen, die Lawrence offenherzig-freizügige Schilderung der Beziehung seiner beiden Hauptfiguren auslöste, bleibt das große und entscheidende Thema des Romans die Erfüllbarkeit ihres Wunsches nach Warmherzigkeit und wahrer Liebe.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anders als man denkt 5. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
- hervorragende fein beobachtende Charakterstudie
- kein Erotikroman !
- nicht als Appetitanreger geeignet !
- teilweise hohes Niveau
- Kritik an der englischen Gesellschaftsliteratur
- Liebesroman
- Aufruf zur individuellen Freiheit auch der Sexualität
- kein Roman mit Schwarz-/Weiß-Moral sondern realitätsnah
- Sprache: typisch althergebracht und (angenehm) schwülstig

Fazit: lohnt sich auf jeden Fall

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Manifest der Liebe 1. August 2011
Format:Taschenbuch
Der skandalträchtige Roman "Lady Chatterley" schildert offen das Liebesspiel zweier Menschen, doch ist es auch ein philosophisches Werk, das die Rückkehr zum Menschsein fordert.

Im Jahre 1928 erschien das Buch "Lady Chatterley" des Engländers D. H. Lawrence zuerst in Italien, in England war es verboten aufgrund seiner expliziten Beschreibung von sexuellen Praktiken und der häufigen Verwendung sogenannter vulgärer Wörter. Erst etwa dreißig Jahre später sollte es endlich in England erhältlich sein und es entwickelte sich zu einem wahren Bestseller. Am ersten Verkaufstag im Jahre 1960 war das Buch schon nach wenigen Stunden ausverkauft.
Bis 1959 konnte jeder Herausgeber von Literatur, die als jugendgefährdend galt, nach dem Obscene Publications Act, verhaftet werden. Literatur sollte so rein sein, dass es vierzehnjährige Kinder nicht verderben konnte. Erst 1959 wurde der das Gesetz geändert und der Penguin Verlag, der Lady Chatterley herausbringen wollte, wurde freigesprochen. Dieser Freispruch gilt als wichtiger Schritt für die Freiheit des geschriebenen Wortes.
Vielfach wurde und wird "Lady Chatterley" als pornographisch angesehen. Dabei schreibt Lawrence nur über den menschlichen Geschlechtsakt und benutzt Wörter, mit denen Autoren auch heutzutage noch Probleme haben. Bei ihnen wird der Penis umgewandelt zu einem Schwert, dass sich in eine dunkle Höhle kämpfen muss oder es wird rein mechanisch beschrieben, als ein Kolben, der auf und nieder fährt, das sexuelle, schmutzige wird unter den Tisch gekehrt. Wenn es sich um Literatur handeln sollte, die sich selber nicht ernst nimmt, wäre es zu verstehen, doch diese Worte sind bei etlichen "seriösen" Autoren zu finden. Zum Glück nicht bei D. H. Lawrence. "Die Menschen verachten den Geschlechtsakt und vollzogen ihn doch."
Dabei handelt die Geschichte von Constance Chatterley und ihrem Liebhaber, dem Wildhüter Mallors nicht nur ausschließlich von Sex. Die Geschichte ist bei weitem komplexer und philosophischer.
Die junge Schottin Constance heiratet und zieht zu ihrem Mann Clifford nach Mittelengland in eine Bauarbeitersiedlung. Es ist schmutzig dort, die Menschen unnahbar, was auch daran liegt, das die einfachen Menschen gesellschaftlich unter den reichen Chatterleys stehen und langweilig. "Was auch immer geschah - es geschah nichts." Constance wird depressiv, auch weil ihr Mann nach einer Kriegsverwundung gelähmt ist und nicht mehr in der Lage ist mit seiner Frau zu schlafen. Ihnen bleibt nur der geistige Austausch. Der Beischlaf ist etwas, was die einfachen Menschen machen, die oberen Schichten ergötzen sich am Intellekt. "...auf der einen ist es in physischem Verfall begriffen, auf der anderen erlebt es einen Aufstieg im Geiste."
Dann jedoch knüpft sich ein Liebesband zwischen Lady Chatterley und dem Wildheger. Ist der Sex zunächst nur ein reines reinstoßen des Mannes und erdulden der Frau, wandelt sich dieses, als Constance ihre Gedanken ruhen lässt, nicht über das animalische an dem Akt nachdenkt oder das lächerliche, sondern ihren Körper hingibt aus Liebe. Sie streift die Konventionen ab, tanzt nackt durch den Regen und flechtet sich Blumen in die Schamhaare. "Das geistige Leben...dieser Schwindel!" Doch fangen die Schwierigkeiten hier erst an, der Skandal rollt auf die beiden Liebenden unaufhaltbar zu.
Somit handelt der Roman nicht nur von den gesellschaftlichen Problemen der damaligen Zeit, sondern auch von der Frage, ob wir Menschen inzwischen nur noch klinisch rein geistig funktionieren und ob es zwangsläufig unser Ziel sein muss? "Grauenhaft war es zu existieren ohne zu leben." Und der Roman handelt von der zunehmenden Industrialisierung der Produktion und der Menschen. "Was sollte aus seinem Volk werden, einem Volk, in dem jede lebendige intuitive Kraft erstorben war und nur merkwürdige mechanische Schreie und eine unheimliche Willenskraft zurückbleiben?", "Alles Verletzbare mußte sterben unter der rollenden Flut des Eisens." D. H. Lawrence stellt die Schönheit und Reinheit der Natur dem Dreck der Wirtschaft und des Geldes entgegen. "Ich stehe ein für das Band körperlicher Bewußtheit zwischen den Menschen'und für das Band der Zärtlichkeit...Es ist ein Kampf gegen das Geld und gegen die Maschine."
David Herbert Richards Lawrence (1885-1930) hat mehrere Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und Literaturkritiken verfasst.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bücher-Liebhaberin TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Constance Chatterley lebt mit ihrem aristokratischen Mann Sir Clifford auf Wragby in England. Der Alltag ist gefüllt mit Langeweile, Leere und Sehnsucht nach Liebe seitens Constances, vor allem seitdem Sir Clifford im Rollstuhl sitzt seit dem 1. Weltkrieg. Sie sehnt sich einen Mann herbei, Liebe, sexuelle Erfahrungen, Intimität. All das kann Clifford ihr nicht geben, vor allem aufgrund seiner unpersönlichen Art und Kälte ihr gegenüber, so verliebt sie sich in den Waldhüter Mellors und beginnt eine heiße Affäre, die sich zu bedingungsloser Liebe entpuppt. Bald erwartet sie ein Kind und möchte die Scheidung einreichen, doch die Schwierigkeiten innerhalb der Gesellschaft, verbieten diese Pläne durch Verzögerungstaktiken...

Der Roman ist kein pornografisch-erotischer Liebesroman, muss man sagen. Er besitzt Geschmack und Stil und geht behutstam mit der Wortwahl um, die den Liebesakt und allgemein die Liebesgeschichte zwischen Mellors und Constance umschreibt. Das Werk liegt in verschiedenen Fassungen vor und es wurde seinerzeit sogar verboten, bis es durch langwierige Wege endgültig veröffentlicht werden konnte. Lawrence schuf hiermit ein Meisterwerk, das zu den bekanntesten Romanen des vergangenen Jahrhunderts zählt und stets aktuell ist, da Liebesbeziehungen heute immernoch schwierig sind, wenn man Konventionen einhalten und Moral wahren muss, um nicht von den Mitmenschen verschmäht zu werden. Man sollte dieses Buch gelesen haben, es ist ein Genuss die detailgetreuen Schilderungen der Natur dem Autor nachzuempfinden. Man spürt förmlich die Lüfte und Düfte, in deren Welt er uns entführt. Die Geschichte ist großartig, denn sie schildert die Problematik von Beziehungen und man bringt als Leser vollstes Verständnis für Constance Chatterley auf.

Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.
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