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Um es gleich vorweg zu nehmen: Von den 320 Seiten des Buches nimmt die "Titelstory", der unvollendete Roman "Lachs im Zweifel" nur 75 Seiten ein. Der Rest enthält eine Sammlung verschiedenster Texte von Douglas Adams, die größtenteils schon einmal irgendwo veröffentlicht wurden, sei es als Zeitungsartikel, Rede, Interview oder in anderer Form. In der Vorbemerkung des Herausgebers ist zu erfahren, dass das Buch eine Auswahl der Texte darstellt, die nach Adams' unerwartetem Tod auf seinen Macintosh-Computern gefunden wurden. "Lachs im Zweifel" wurde dabei aus verschiedenen Versionen, die auf der Festplatte herumlagen, zusammengesetzt.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert. "Das Leben" enthält Texte, in denen Adams - wen überrascht es - über Dinge schreibt, die das Leben betreffen. Sie handeln unter anderem von viel zu kurzen Hosen, wegen derer er in der Schule immer ausgelacht wurde, von seiner Nase, von seinen Lieblingsdrinks, von Tee oder von einer Reise nach Australien, die er nur unternommen hat, um mit einem "Sub Bug", einer Art Unterwasserbuggy neben Manta-Rochen her zu schwimmen.
"Das Universum" spiegelt Adams' Enthusiasmus wider, was Wissenschaft und Technik angeht. Hierzu gehören die obligatorischen Zeitungsartikel über Computer (meist geht es natürlich um Macs) ebenso wie die eindrucksvolle Rede, die Adams vor wissenschaftlichem Publikum über Atheismus und Evolution gehalten hat.
"Der ganze Rest" schließlich enthält 2 Interviews, einen sehr unterhaltsamen Brief von Douglas Adams an David Vogel von Walt Disney Pictures, der es offenbar niemals für nötig befand, Adams auf seine Briefe und Telefonate zu antworten, die Kurzgeschichte "Jung-Zaphod geht auf Nummer Sicher" (hin und wieder als sechster Teil der Anhaltertrilogie in manchen Sammelbänden veröffentlicht) und schließlich den "Lachs im Zweifel".
Als Douglas Adams Bewunderer der ersten Stunde war dieses Buch ein Muss für mich, und ich habe beim Lesen des eklektischen Materials viel Spaß gehabt. Nur als pure Folter kann man allerdings das abrupte Ende des Zweifellachses bezeichnen, das genau da einsetzt, wo die Geschichte gerade am spannendsten wird. Trotzdem: alles was man mit diesem Buch bekommt, ist echter Douglas Adams, und wenn man nicht einen weiteren Teil des Anhalters oder eine neue Dirk Gently Novelle erwartet, kann man seine ganz besondere Art zu schreiben auch hier genießen.