Warum gibt es nicht mehr Bücher dieser Art? Warum keine Neuauflage, denn dieses kann man nur noch antiquarisch erwerben?
Kenntnisreich, die Besonderheiten der verschiedenen Indianervölker beachtend, bemüht darum, auch einige Informationen zur Sprache dieser Völker einfließen zu lassen...einfach toll!
Die spannende Geschichte um die beiden Lakotajungen Niyasni und Ssapa, das Leben auf der Prärie, zu einer Zeit, da es noch wenige Weiße gab, die Auseinandersetzungen mit verfeindeten Stämmen...all das wird hier erzählt.
Aber auch, dass elfjährige Indianerjungen durchaus manchmal weinten, Angst und Schmerz empfanden, so, wie alle anderen Kinder auch. Wenn sie auch anders damit umgingen, denn in ihrer Kultur musste ein Krieger, ein Mann, tapfer sein!
Das Buch liest sich, wenn man sich erst einmal eingelesen hat, flüssig, ist spannend und lehrreich. Ich würde der Altersempfehlung des Verlags durchaus zustimmen, denn das Ende ist ein wenig traurig, also eher für etwas reifere Kinder geeignet, etwa ab 12 Jahren. Es wäre durchaus eine gute Schullektüre, vielleicht ab der fünften Klasse, für jüngere Schüler nur mit eingehender Besprechung im Unterricht...
Am Ende findet man sogar noch einen Anhnang, in dem ziemlich ausführliche Erklärungen zu nicht so gängigen Worten, Begriffen und Bezeichnungen gegeben werden, auch dazu, was die Indianer Nordamerikas unter "Adoption" in den Stamm verstanden, dass "Sioux" eigentlich ein Schimpfwort ist, ebenso wie der oft genutzte Begriff "Squaw"! Sehr lehrreich, sehr informativ, ein tolles Buch, absolut empfehlenswert!