Nach den Grundsätzen der Labordiagnostik (Auswahl geeigneter Laboruntersuchungen, Referenzwerte etc.) befasst sich das Buch in den nachfolgenden Kapiteln mit dem großen Blutbild und Knochenmarkuntersuchungen (z.B. Quantifizierungstechniken, Blutausstrich, Grad und Häufigkeit hämatologischer Veränderungen, Beurteilung des Knochenmarkausstriches), den Veränderungen des roten und weißen Blutbildes, Störungen der Hämostase und Artefakten der Serumchemie (die die Interpretation von Laborergebnissen erschweren). In Kap. 7 geht es um Störungen des Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts, in Kap. 8 um urologische Störungen. Danach folgen ausführliche Kapitel zu den Themen: endokrine und metabolische Störungen (9), gastrointestinale und pankreatische Störungen (10), Lebererkrankungen (11), Ergüsse und andere Flüssigkeitsansammlungen (12), Erkrankungen des Atmungsapparates (13), immunologische Störungen und Imbalanzen der Plasmaproteine (14), Fortpflanzungsstörungen (15), neurologische Erkrankungen (16), Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (17), Zytologie neoplastischer und entzündlicher Gewebe (18) sowie toxikologische Labordiagnostik (19). Abschließend befasst sich Kap. 20 mit dem therapeutischen drug monitoring (individuelle Überwachung und Anpassung der Medikamentendosis, um die Wirksamkeit und Sicherheit des Arzneimittels zu optimieren, z.B. wenn ein Patient nicht erwartungsgemäß auf ein Medikament anspricht oder ein erhöhtes Risiko für toxische Effekte besteht).
Die einzelnen Kapitel gehen ausführlich auf die möglichen Ursachen der Krankheitsbilder bzw. veränderten Werte ein, geben Indikationen für einzelne Bestimmungsgrößen, Hinweise zu Probengewinnung (und ggf. -transport)sowie eine Analysebeschreibung (Durchführung und Auswertung, evt. damit verbundene Probleme und mögliche Fehlinterpretationen). Vorteile und Nachteile sowie mögliche medikamentöse Beeinflussungen werden aufgezeigt. Was positiv abgrenzt zu vergleichbaren Büchern ist u.a. die Erläuterung einzelner Krankheitsbilder am Anfang mancher Kapitel, z.B. Unterscheidung zwischen Polyurie/Polydipsie, Dysurie und Inkontinenz (Kap. 8), die Differenzierung zwischen Auswurf, Regurgitation und Erbrechen (Kap. 10) oder Hinweise auf infektiöse Krankheitsursachen (Kap. 17); dies erleichtert die korrekte Diagnosefindung. Zahlreiche Übersichten, Diagramme und Tabellen erleichtern das Verständnis zusätzlich. Im Anhang befinden sich hilfreiche Tabellen zum Verbreitungsgebiet einiger Infektionserreger und Parasiten sowie zu Referenzbereichen der Hämatologie, des Differenzialblutbildes, der Gerinnung und zu klinisch-chemischen Werten wie Blutgase, Elektrolyte, Eisenprofil.