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La Zona
 
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La Zona

Daniel Gimenez Cacho , Maribel Verdú , Rodrigo Pla    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Gimenez Cacho, Maribel Verdú, Daniel Tovar, Carlos Bardem, Alan Chavez
  • Regisseur(e): Rodrigo Pla
  • Format: Anamorph, Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: SUNFILM Entertainment
  • Erscheinungstermin: 13. März 2009
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 92 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001PH6OOI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.208 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Das Szenario, das wie eine Schreckensvision anmutet, fällt realistischer aus, als man zuerst vermuten möchte und geht ganz schön an die Nieren. Egal ob jung oder alt, arm oder reich, jeder sieht sich im Laufe der Handlung immer tiefer in das enger werdende Geflecht aus Gewalt und Verleumdung hinabgezogen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischen schließlich gänzlich. In Venedig gewann die Produktion den Preis für den besten Debutfilm und den besten lateinamerikanischen Film. Auch in Toronto und Fribourg wurde "La Zona" ausgezeichnet. Fazit: Äußerst beklemmend!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild ist bewusst in grauen Farbstimmungen gehalten, bewegt sich dabei aber nicht allzu weit von der Natur weg. Rauschen ist deutlich vorhanden, das beeinträchtigt aber kaum die guten Schärfewerte. Akustisch sind vereinzelte Effekte und Richtungswechsel drin. Insgesamt bleibt der Ton aber nicht übermäßig dick aufgetragen. Die spanische Fassung klingt sprachlich sehr dünn. An Extras gibts ein kurzes Making Of und den Trailer zum Film.

Bild: Das Bild zeigt konturierte Ansichten, die farblich zwischen bewusst graustichig (In der Wache, 00:02:39) und natürlich schwanken. Leider ist häufig Rauschen auf Wandflächen zu finden (Hintergrund, 00:08:46) und auch Silhouetten von Menschen lösen sich gerne in einzelne Pixel auf (Schultern, 00:07:14). Die nerelle Grobkörnigkeit und auch die nicht sonderlich breit aufgefächerten Schwarzwerte scheinen fast schon Konzept zu sein. Jedenfalls steht die Düsterheit der Produktion recht gut.

Ton: Das spanische Original klingt im Vergleich zur deutschen Synchro sprachlich äußerst leise und dünn. Hier muss man nach dem Wechseln der Tonspur ins Spanische schon ordentlich hochpegeln, um überhaupt etwas zu verstehen. Die DTS-Fassung klingt nur unwesentlich pointierter als die Dolby Digital-Mischung. Einzeln ausgestellte Effekte (Donner, 00:03:56) färben die Gesamtstimmung tragend ein und setzen Akzente. Von links nach rechts saust immer wieder mal ein Auto durch die Front (00:24:00).

Extras: Das Bonusprogramm besteht aus einem kleinen Making Of (5:20 Min.), einer Trailershow und dem deutschen Trailer zum Film (1:37 Min.). --movieman.de

Kurzbeschreibung

Vielfach preisgekrönt ein zutiefst erschütterndes Meisterwerk: In einer stürmischen Nacht dringen drei Jugendliche aus einem Slumviertel von Mexiko-City in das streng bewachte Villenviertel La Zona ein. Beim Einbruch in eines der Luxushäuser werden sie überrascht und zwei von ihnen auf der Flucht kaltblütig erschossen. Nur der junge Miguel kann entkommen und versteckt sich in einem Keller des Viertels. Ein Fall für die Polizei, doch in La Zona herrschen eigene Gesetze: Hier regieren Geld und Macht der Hass auf den "Abschaum" der Slums kennt keine Grenzen. Panisch und von Rachelust getrieben gründen die Zonen-Bewohner eine Bürgerwehr, und die gnadenlose Hetzjagd auf Miguel beginnt. Wird es ihm gelingen, seinen übermächtigen Verfolgern zu entkommen?

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Irgendwo in Mexiko-Stadt in einer geschlossenen Wohnanlage. Eine priviligierte Kommune schirmt sich von der Restwelt ab. Es stürmt. Ein Werbebanner stürtzt um und macht den Weg frei für drei Kleinganoven. Einer von ihnen ist Miguel (Alan Chávez). Mit seinen Compañeros bricht er in eines der Häuser der Reichen ein. Als die drei entdeckt werden, müssen Miguels Freunde auf der Flucht sterben. Nur Miguel kann sich retten. Doch der Weg raus aus La Zona bleibt verschlossen. Die Bewohner der Zona beginnen eine gnadenlose Treibjagd auf den harmlosen Jungen. Selbst der Polizei sind Augrund von Machenschaften und Korruption im gesetzlosen Reichensilo die Hände gebunden. Alejandro (Daniel Tovar), der Sohn des La Zona Rädelsführers Daniel (Daniel Giménez Cacho), findet Miguel als erster. Beide werden so etwas wie Freunde. Gibt es jetzt einen Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit? Ich will es nicht verraten. Ein spannender Film rund um die Themen Diskriminierung, Korruption und Selbstjustiz. Regisseur Rodrigo Plá ist ein durchaus bemerkenswerter Film gelungen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Jozefiak TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Es gibt Regisseure, die schaffen es während ihrer gesamten Karriere nicht, auch nur einen wirklich guten Film zu drehen und dann gibt es welche, die schon mit ihrem Erstling in Spielfilmlänge etwas ganz Besonderes präsentieren. Zur zweiten Gattung zählt mit Sicherheit der mexikanische Regisseur Rodrigo Pla, der mit diesem Regie-Debut einen Film geschaffen hat, der einem wirklich unter die Haut geht und Spuren hinterlässt.

Was hier wie ein stinknormaler Krimi anfängt, geht doch ziemlich schnell in ein sehr intensives und tief berührendes Drama über, das den Betrachter sofort fasziniert und durch seine sehr dichte und beklemmende Stimmung in Beschlag nimmt. Die Faszination, die von dem Film ausgeht, liegt in der Tatsache begründet, das er schonungslos und absolut realistisch Teile der Gesellschaft anprangert und die tiefen Unterschiede zwischen Bevölkerungsschichten aufzeigt. Selten wurden in einem Film die sozialen Gräben, die unter den verschiedenen Bevölkerungsschichten herrschen, so drastisch aufgezeigt, wie es hier der Fall ist. Der Eindruck der dadurch entsteht ist gleichzeitig faszinierend aber auch abstossend und wirkt wie ein Tiefschlag in die eigenen Eingeweide.

Die Geschichte spielt mit den ureigensten Ängsten der sogenannten "besseren Schicht" vor den Aussenseitern der Gesellschaft, die anscheinend eine Bedrohung für die Reichen darstellen. Aus dieser vorherrschenden Angst um die eigenen Statussymbole wird hier Hass und zum Ende hin der pure Wahnsinn. Es wird hier ganz hervorragend herausgearbeitet, wie schnell jegliche Vernunft und anscheinend auch sämtliche menschlichen Gefühle über Bord geworfen werden. Teilweise wird der Mansch an sich auch als wahre Bestie dargestellt, wenn es darum geht, den eigenen Besitz und eine gewisse Vormachtsstellung zu verteidigen.

Das alles wird in "La Zona" durch wirklich herausragende Darsteller unterstützt, die durch die Darstellung der einzelnen Charaktere ganz erheblich zum realistischen Eindruck beitragen, den dieser Film hinterlässt. Hier gibt es keinerlei Theatralik zu sehen, sondern lediglich überzeugende und sehr ausdrucksstarke Schauspielkunst, die den Betrachter berührt.

"La Zona" ist ein Film, der schonungslos soziale Mißstände anprangert und aufzeigt, was man mit genügend Geld alles bewerkstelligen kann. Korruption ist an der Tagesordnung, ein Menschenleben ist kaum etwas wert, vor allem dann nicht, wenn es sich um sozial benachteiligte Menschen handelt. Das zeigt vor allem die zweite Hälfte dieses Werkes, die ganz besonders nachdenklich macht und auch nachhaltig im Gedächtnis haften bleibt.

Man könnte fast behaupten, das es sich hier um ein sehr sozialkritisches Mahnmahl handelt, das den Menschen zum Nachdenken anregen soll. Auf jeden Fall sollte man sich diese zu recht preisgekrönte Produktion keinesfalls entgehen lassen, denn hier bekommt man einen sehr anspruchsvollen Film zu sehen, den man auf sich wirken lassen muss, um besser zu verstehen, welch tiefbewegendes Drama sich eben gerade auf dem Bildschirm abgespielt hat.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Düstere Zukunftsvision 5. März 2010
Format:DVD
In "La Zona" beschreibt der mexikanische Regisseur Rodrigo Plá eine düstere Zukunftsvision: die Auswirkung einer extremen Spaltung der Gesellschaft in arm und reich.
In "La Zona", einer Wohnresidenz der Reichen, leben die Anwohner wie in einem goldenen Käfig, eher schon Gefängnis. Eingegrenzt durch Mauern und Stacheldraht, überwacht durch Kameras und Sicherheitsleute liegt ihre vermeintliche Idylle, in der oberflächlich alles sauber und ordentlich und vor allem gut und eigenständig geregelt ist. Auf der anderen Seite der Mauer liegt das "wirkliche" Mexiko (von dem leider im Film nicht viel gezeigt wird), hier leben die Hausangestellten von "La Zona", Menschen, die um ihre Existenz kämpfen müssen, und auch die, die nicht mehr viel zu verlieren haben.
Durch einen Stromausfall bricht eines Nachts das Sicherheitsnetz von "La Zona" für kurze Zeit zusammen. Drei junge Männer von der anderen Seite ergreifen spontan die Möglichkeit, "rein zu gehen" und Beute zu machen. Aber die ganze Aktion endet in einem Fiasko: die Einbrecher werden überrascht, einer von ihnen tötet die Hausbesitzerin, bei der Flucht werden zwei von ihnen erschossen und ein Wachmann aus Versehen gleich dazu. Die Verantwortlichen von "La Zona" haben jetzt ein großes Problem: im Falle eines Gewaltverbrechens verlieren die Bewohner, die laut Selbstschutzabkommen das Recht haben, in eigener Regie für ihre Sicherheit zu sorgen, automatisch dieses besondere Privileg. Auf einer Versammlung spricht sich die Mehrheit dafür aus, die Ereignisse zu vertuschen, um den autonomen Status zu erhalten. Die Polizei wird belogen, die Leichen heimlich "entsorgt". Schnell wird klar, dass es einen dritten Einbrecher gegeben hat, der sich noch innerhalb des Gebiets aufhält, und die Bewohner von "La Zona" machen sich daran, diesen aufzuspüren. Als gejagtes Freiwild im Gehege hat der 16-jährige Miguel so gut wie keine Chance zu entkommen. Nur Alexandro, der Sohn einer der führenden Persönlichkeiten in "La Zona", schlägt sich heimlich auf seine Seite.
Für die Thematik und die Geschichte an sich würde ich auf alle Fälle fünf Sterne geben. Aber irgendwie hapert es aus meiner Sicht an der filmerischen und auch schauspielerischen Umsetzung. Obwohl die Ereignisse von Anfang an an sich hochdramatisch sind, baut sich zunächst kaum Spannung auf und erst gegen Ende des Films wird es wirklich packend. Ich fand es auch schwierig, inhaltlich in die Geschichte hineinzukommen und habe erst beim zweiten Anschauen einige Zusammenhänge begriffen. Hinzu kommt, dass keiner der Charaktere ausreichend Profil gewinnt. Selbst Alexandro, der im Mittelpunkt der Ereignisse steht, bleibt eine eher blasse Figur (von Miguel ganz zu schweigen). Das hat bei mir über lange Strecken zu einem Gefühl der Distanz beigetragen. Die einzige Figur, die ich durchgehend überzeugend verkörpert fand, war Gerardo (gespielt von Carlos Bardem).
Trotz der beschriebenen Kritikpunkte finde ich den Film durchaus sehenswert. Allein schon wegen der Thematik, mit der man sich meines Erachtens nicht genug auseinandersetzen kann.
"La Zona" weist darauf hin, dass es in einer extrem polarisierten Gesellschaft im Grunde keine "Gewinner" gibt; nicht nur "die Armen" kann man als Verlierer sehen, sondern auch für die (materiell) "Reichen" ergeben sich durch die Ausgrenzung und Abschottung Konsequenzen: ein ständiges Gefühl von Bedrohung und Misstrauen, ein Verlust an echter Lebensqualität (Einengung) und letztendlich auch ein Verlust an (Mit-)Menschlichkeit.
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