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Die vier Stücke "Nightwind", "Minuet", "Signs Of Dawn" und "Land der leeren Häuser" stammen aus einer Zusammenarbeit zwischen Klaus und seinem damaligen Freund Hans-Jörg Stahlschmidt im Jahr 1973. Diese Stücke wurden 1973 im "Delta Acoustic"-Studio eingespielt. Die angedachten Namen für die Kollaboration wechselten zwischen "Tau", "Tao" und "Timewind"(!). Es wurde sogar ein Plattenvertrag mit einem deutschen Label unterschrieben, aber aus heute unbekannten Gründen ist das Album nie erschienen. Die Musik erinnert an frühe "New Age", doch natürlich existierte dieses Genre zu der damaligen zeit noch nicht. Klaus' eigenwilliger Keyboard-Stil ist bereits erkennbar. Klaus spielt hauptsächlich Orgel, beide spielen Gitarre und Bass. Die flüsternde Stimme auf "Signs Of Dawn" gehört Klaus. Die singende Stimme auf "Land der leeren Häuser" ist nicht Klaus. Die drei kürzeren Titel sind die Originaltitel, die auf dem Bandkasten standen. 1973 wurde noch mehr "Avantgarde"-Musik von Klaus für das Hörspiel "Das große Identifikationsspiel" aufgenommen - ein Science-Fiction-Thriller von Alfred Behrens. Es gewann den "Preis der Kriegsblinden Deutschlands" und wird seitdem regelmäßig im deutschen Radio wiederholt. "Ballet Titanensee" (so der Titel auf dem Bandkasten) wurde ca. 1973 aufgenommen. Es wurde überwiegend, wenn nicht komplett mit der Farfisa "Professional Duo"-Orgel und einem Echogerät aufgenommen; für mich klingt es, als wenn es schon die "Farfisa" wäre und nicht mehr die Teisco. Im Februar 1973 nahmen wir diese neue und schwere Zwei-Manual-Orgel von Farfisa zu einem Konzert nach Paris - dem ersten Solokonzert von Klaus. Natürlich wurde zu diesem Stück nie ein Ballet aufgeführt, deswegen gab ich ihm den Titel "Titanensee" und strich das "Ballet". "Studies for Organ, Keyboard and Drumset" wurde 1974 in Berlin aufgenommen; diese Musik war 22 Jahre in einem dieser verstaubten Bandkartons weggeschlossen, bis ich sie schließlich ausgegraben habe. Klaus spielt Drums, Bongos, die Farfisa "Professional Duo"-Orgel und ein zweites Keyboard, es könnte die "Solina String Ensemble"(?) sein. Hall, Echo, Phasing und Stereoschwenker gehörten zu der Zeit ebenfalls zu Klaus' etablierten Art zu spielen. "Memento Mori" und "Blaue Stunde" gehören zusammen. Nicht, dass die Musik dieselbe ist, doch beide Stücke markieren einen Wechsel in Klaus' Musik. Die Ära von "Timewind" und "Moondawn" war gekommen. Ich sehe Klaus noch vor mir, wie er Nacht für Nacht vor seinem Equipment im Keller des Hauses in Hambühren sitzt, das wir gemietet hatten, nachdem wir Berlin im August 1975 den Rücken gekehrt hatten. Die Aufnahmen stammen wahrscheinlich aus dem Herbst oder Winter 1975. Teilweise ist es sehr schöne Musik und gleichzeitig unheimlich experimentell, und teilweise sehr softe, ruhige Musik. Beide Stücke sind typisch für diese "Keller-Situation". In diesem Keller spielte Klaus stubndenlang ohne Pause, das war seine normale Nachttätigkeit. Manchmal wurden die Bänder dieser langen Sessions archiviert und deshalb haben wir nun zwei weitere schöne Juwelen des klassischen Schulze, zwei Juwelen, die einen Wechsel markieren: Vom frühen Experimentator zu dem KS, den wir seit "Timewind" und "Moondawn" kennen und lieben. kdm, Mai 2008
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