Fellini spielt eindrucksvoll mit Motiven wie Heimatlosigkeit, Gefühlskälte und Einsamkeit. "La Strada" ist nicht nur ein klasse Drama, sondern ebenfalls ein Roadmovie. Die Geschichte spielt in und in der Nähe von Rom, und doch zieht Fellini es vor, oftmals vereinsamte Landstraßen und Felder sowie mit Müll überhäufte Straßen und dunkle Gassen zu filmen, um eine ganz eigene Szenerie zu kreieren. Der männliche Hauptakteur heißt Zampano (A. Quinn), ein streitsüchtiger, kaltherziger Trunkenbold, ein Nomade, den es dorthin verschlägt, wo er Arbeit findet. Er kauft Gelsomina (G. Marina) und stellt sie als Assistentin für seine Unterhaltungsshow ein - für das zierliche Geschöpf kein Zuckerschlecken. Die Schlussszene, Zampano am Strand, einsam, verletzt und betrunken, brennt sich einem ins Gedächtnis.
Der Film ist ein Erlebnis für Nostalgiker.