Die Palette der Emotionen, die Musik im Hörer hervorzurufen vermag, ist mannigfaltig: Fröhlichkeit, Aggression, Zärtlichkeit, Wärme, Trauer. Trance ist ein - zumindest bislang mir persönlich - eher unbekannter Gefühlsausdruck. Man braucht nicht sonderlich klerikal veranlagt zu sein, um angesichts des klostergleichen Mönchsgesangs, der dumpfen, dunkel und auch ein wenig unheimlich anmutenden Bässe, der weiblichen Sprechstimme, die vor Sinnlichkeit und Demut förmlich zu vibrieren scheint, wie auch der Klänge eines Peitschenhiebs, raffiniert untermalt durch die herrischen Töne eines Mannes, in fast hypnotische Haltung zu verfallen. Das Stück beginnt leise, fast dezent und hält gerade durch diese vemeintliche Unauffälligkeit von Anfang bis Ende den Hörer gefangen. Die sanften und doch kraftvollen Steigerungen des Klangverlaufs verleihen dieser CD eine Ausdrucksintensität, die nur selten in Instrumentalstücken zu finden sind und sie zu einer einzigartigen Kostbarkeit machen.