Was man aus Tango alles machen kann, ohne dass er seine Seele verliert!
Da sind einmal die altbekannten Tangoklänge mit den traditionellen Instumenten. Darunter liegt ein eindringlicher Beat aus Drum and Bass. Gelegentlich erhebt sich darüber noch eine Stimme mit verführerisch-magischem Touch.
Die Sentimentalität des Tango bleibt, die rhytmische Monotonie des Schlagzeugs wirkt beschwörend-beruhigend, rhythmische Brüche lösen sie vorübergehend immer wieder auf, ohne die Stimmung zu zerstören. Sambarhythmen, Soli von Gitarre, Geige, Klavier erzeugen zusätzlich Spannung. Manchmal klingt's dann jazzig und dann taucht wieder plötzlich die Schwere eines Astor Piazolla auf.
Und das ganze ist tanzbar! Und mitreißend! Und groovy!
Nicht zu vergessen das Bandoneon, das Instrument, das dem Tango seinen Stempel aufgedrückt hat, dieses sehnsüchtigste aller Instrumente, es ist immer da und erinnert an die Wehmut auch im wildesten Rhytmendschungel.
Und wenn ich Gato Barbieri's "Last Tango" höre, so klingt er auch im neuen Gewand authentisch und hat an seiner Stimmung nichts verloren.
Ein gutes Stück Tangowelle, ganz nahe an der Schaumkrone!