Ich bin leidenschaftliche Kaffeetrinkerin - aber nur, wenn es wirklich guter Kaffee ist. Das gefährliche daran ist, dass alle Kapsel- und Halbautomaten der Welt zwar schnellen Kaffee in beliebigen Mengen liefern... ABER: zum Glück nicht die geniesserische Freiheit liefern, die ich mir mit meiner Pavoni geleistet habe.
Zum ersten Mal bin ich auf sie bei Freunden aufmerksam geworden, zwei Gourmets, die die Maschine schon aus beruflicher Verbundenheit zur Kaffeetradition gekauft haben. Ich fand das Gerät einfach optisch sehr stilvoll und habe mich dann von den beiden langsam in die Handhabung einführen lassen, natürlich nicht ohne Unmengen an "Probiertassen", durchwegs wohlschmeckend.
Natürlich muss man sagen, dass es immer wohl einen Unterschied zwischen Gastromaschinen im fünfstelligen Bereich und meiner kleinen Pavoni geben wird - aber das, was für meine gehobenen Ansprüche in der Häuslichkeit finanziell realisierbar ist, läuft auf einen solchen Halbautomaten hinaus. Und ich habe in Restaurants mit teueren Maschinen schon deutlich schlechteren Kaffee getrunken.
Zu meinem Gerät kann ich sagen: nicht teuerer als Vollautomaten, dafür weitaus leichter in der Wartung - als einmal ein Dichtungsring ausgetauscht werden musste, gratulierte mir der Servicemann indirekt zu meinem kleine "analogen" Kraftwerk, weil es eben vollkommen mechanisch konstruiert ist, ohne Schnickschnack und Keimfänger. Ich würde sie mir immer wieder kaufen.
Einige Tipps habe ich aber:
- Gerät mit Manometer kaufen
- guten Kaffee kaufen, ich bevorzuge Illy.
- am besten selbst frisch mahlen (Espresso), Kaffeepulver oder Bohnen im Kühlschrank aufbewahren.
- Schaumbereiter regelmässig gründlich spülen
- kalte Milch verwenden, ich bevorzuge 3,5% H-Milch
Und: üben, üben, üben - und dabei das Geniessen nicht vergessen. :-)