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Rattle ist angetreten um das Orchester zu einen modernen Klangkörper zu formen. Die Berliner Philharmoniker sollen zu einem Orchester des ökonomischen Zeitalters werden, welches Spitzenkräfte vereint und deren Qualitäten variabel einsetzt.
Ein besonderes Merkmal des neuen Klangbildes ist das Ausspielen der Solostimmen. Die Aufnahme von Debussys „Prélude à l'après-midi d'un faune" zeigt dies sehr deutlich: Emmanuel Pahud darf seine Flötentöne wie Schmetterlinge über das Orchester tanzen lassen. Der Chefdirigent lässt seinen Berlinern alle Freiheiten, so dass die fulminanten Solisten des Orchesters zu höchster Form aufspielen. Doch ihre traumhaften Soli bleiben keineswegs isoliert, sondern verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen, einem spannungsreichen, flirrenden Strom, der niemals still steht. Der Natur abgeschaut, wie schon Debussys orchestrales Gebilde „La mer". Eine wundervolle Einspielung die das Publikum begeistert, ebenso wie bei dem Konzert auf der Waldbühne.
Sir Simon Rattle geht konsequent „mit der Zeit" und deshalb kann ein Debussy von heute gar nicht anders klingen als bei Rattle!
Neben „La mer" und „Prelude à l'après-midi d'un faune" findet sich noch das Ballet „La Boite à joujoux" und drei weitere „Preludes", die von Colin Matthews brillant orchestriert worden sind. Das Ballet und die Preludes sind eher unbekanntere Werke von Debussy und bekommen durch diese Aufnahme ein breiteres Publikum. Sicherlich werden sie viele Freunde finden!
Für alle, die den modernen Rattle Stil lieben, ist diese Aufnahme eine Offenbarung!
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