Da ich „La Boum" geradezu vergöttere, hielt ich es nicht für möglich, dass der zweite Teil auch nur annähernd so gut wie sein Vorgänger sein könnte. Oh, wie habe ich mich geirrt..."La Boum 2" ist so herrlich gelungen, dass es mir unmöglich ist zu sagen, welcher Teil nun besser ist. Doch inzwischen tendiere ich sogar noch mehr zum Sequel. Wie im ersten Teil steht Vic im Vordergrund, die inzwischen 15 Jahre alt, und zu einer hübschen jungen Frau herangewachsen ist. Durch einen Zufall lernt sie den älteren Philippe kennen, und es passiert, was Vic in ihren jungen Jahren schon nicht mehr für möglich gehalten hätte - sie verliebt sich Hals über Kopf in den sympathischen Boxer. Doch jede Liebe hat auch ihre Tiefen, und so kommen bald die ersten Probleme auf das frisch gebackene Pärchen zu...
Die Atmosphäre des ersten Teils findet auch im Nachfolger wieder ihren Platz, und verzaubert den Zuschauer wieder aufs Neue. Auf ein Neues fiebert man mit Vic mit, und verfolgt gespannt ihr Liebesleben. Alle Charaktere aus Teil 1 (sogar Vics erste große Liebe Mathieu) haben auch hier wieder ihren Auftritt, und so hat man das Gefühl, als ob man auf ein paar alte Freunde trifft. Einerseits ist Vic immer noch das Mädchen, das wir in Teil 1 kennen und lieben gelernt haben, und andererseits entwickelt sie sich stetig weiter und geht ihren eigenen Weg. Das ist bestens gelungen, und wirkt absolut realistisch und glaubwürdig. Pierre Cosso und Sophie Marceau harmonieren perfekt als Pärchen, und liefern eine überzeugende Darstellung ab. Auch die Musik weiß wieder genauso zu begeistern wie seinerzeit „Reality", es stimmt also wirklich ALLES. Wer also den ersten Teil schon liebt, und sich an Teil 2 noch nicht heran gewagt hat, dem sei gesagt - man kann sich „La Boum 2" bedenkenlos ansehen, er überzeugt genauso sehr wie Teil 1.