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'Laß dich verwöhnen'
 
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'Laß dich verwöhnen' [Gebundene Ausgabe]

Tamara Domentat
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Aufbau-Verlag (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351025505
  • ISBN-13: 978-3351025502
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.417 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Kein Gewerbe, das so alt, und kaum eines, dessen soziale Ächtung so einhellig ist. Aber auch keines, über das so viele und so falsche Klischees im Umlauf sind. Letzteres jedenfalls behauptet Tamara Domentat in ihrem überaus interessanten und offensichtlich mit großer Liebe fürs Detail recherchierten und lesenswerten Bericht über die Wirklichkeit der Prostitution in Deutschland. Diese beginnt sich offenbar mehr und mehr als (wenn auch nicht ganz) gewöhnliches Dienstleistungsgewerbe zu etablieren. "Professionalität" zeichnet sich deshalb für die gute "Sexarbeiterin" (Domentat) ebenso wie für das gut geführte Etablissement durch eine besondere Kundenorientierung und durch faire Preise aus.

Während in der allgemeinen Wahrnehmung immer noch das Bild von der Prostituierten als einem abhängigen, ausgenutzten, außerhalb des Milieus ,sozial isolierten und rundherum bedauernswerten Geschöpfs dominiert, zeigt uns die Autorin ganz andere Seiten der käuflichen Liebe. Und in einem ganz anderen Licht erscheinen nicht nur die ihrem Klischee Hohn sprechenden sexgewerbetreibenden Frauen, sondern ein Stück weit auch ihre Klienten.

Das zeitgemäße Bordell hat mit dem zwielichtigen Animierlokal, das ebenso zwielichtige Gestalten am Rande der Legalität und am Rand der Gesellschaft führen, nichts mehr gemein. Im Gegenteil erscheinen die Musterbetriebe, von denen die Autorin berichtet, als Wellness-Oasen, denen im Grunde nichts Anrüchiges mehr anhaften sollte. Freilich, Domentat verschweigt nicht, dass es das, was dem gängigen Klischee von der erniedrigten Hure und dem schmierigen Puff entspricht, nach wie vor gibt. Doch dürfte sich freier Wettbewerb ausgerechnet in diesem Gewerbe eher als andernorts als "heilende Kraft" erweisen. --Hasso Greb

Kurzbeschreibung

Prostitution in Deutschland, heute weder verboten noch sittenwidrig, etabliert sich zunehmend als sexuelle Dienstleistung. Mit einem Jahresumsatz von über sechs Milliarden Euro ist sie ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor. Prostitution hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren aus den Sperrbezirken herausbewegt. Die Frauen haben sich vom Zuhälter emanzipiert, Straßenprostitution wird von "Hausbesuchen" und weiblich geführten Bordellen verdrängt. Nach einer aktuellen Gesetzesänderung haben Huren das Recht, sich sozialversichern zu lassen und Honorare einzuklagen. Aber nicht nur auf der Anbieterseite, auch auf Kundenseite ist ein Wandel eingetreten. Seriöse Studien zeigen, dass viele Freier bewusst eine kompetente und professionelle Dienstleistung in Anspruch nehmen und bereit sind, entsprechend zu bezahlen.
Tamara Domentat zeigt - u. a. auch anhand zahlreicher O-Töne - was Prostitution in Deutschland heute ist. In ihrem Buch stellt sie die Prostitution in den Kontext einer medial erzeug ten durchsexualisierten Gesellschaft und demontiert den gängigen, von den unterschiedlichsten Lagern - von der Kirche bis zu den Feministinnen - verbreiteten Mythos, dass Prostitution ausschließlich auf Ausbeutung und ungleichen Machtverhältnissen basiert. Die Autorin führt uns in eine Welt, die viel normaler - aber auch viel fremder - ist, als wir uns das bislang vorgestellt haben.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Als die Autorin Tamara Domentat vor einigen Jahren ein Bordell in Berlin besuchte, fand sie einen Betrieb vor, der jedem bekannten Klischee über Prostitution diametral entgegen lief. Statt Ausbeutung und Gewalt im Rotlichtmilieu sah sie einen "selbstbestimmten Sexladen", in dem Frauen selbstbestimmt ihre Sexualität zu Geld machen und so "das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden".

Prostituierte also als die wahren Feministinnen, die ihren Marktwert realisieren und sich damit ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, anstatt frustriert in einer real existierenden Beziehung an der Verwirklichung eines "hoffnungslos überfrachteten romantischen Beziehungsideals" zu scheitern ?

Tamara Domentat holt in diesem Buch zum Rundumschlag aus und legt sich mit so ziemlich jeder gesellschaftlichen Gruppierung an, die sich Wertungen über die Prostitution erlaubt(e). Mit den orthodoxen Feministinnen ebenso wie mit den Kirchen und den Moralisten verschiedenster Couleur. Mit der um Existenzerhaltung anstatt um Objektivität bemühten Sozialpädagogenzunft. Mit den Gutmenschen, die hohe ethische Standards, aber von ihrer privilegierten Position aus keinerlei Kontakt mit der harten Realität haben. Etc. pp...

Eins nach dem anderen werden die gängigen Klischees geprüft und größtenteils demontiert. Die Autorin zeigt gnadenlos die dahinter versteckten Eigeninteressen, die versteckten und offenen Widersprüche auf. Das Ganze mit einer Mischung aus halbwegs fundierter Wissenschaftlichkeit (Es lebe die Fußnote) und ausreichend leichter Lesbarkeit.

Die These, dass Repressionen und Verbote die Prostituierten nicht schützen, sondern nur Zuhältern und anderen Ausbeutern die Existenz auf Kosten der Frauen sichern, wird eindrucksvoll untermauert.

Dieses Buch ist seit längerer Zeit das erste Sachbuch, das mir mal wieder diverse Aha-Effekte verschafft hat. Selbst wer sich (wie ich) einbildet, eine sehr liberale Einstellung und eine nicht moralisch verbrämte Sicht auf die Welt zu haben, wird bei einigen überraschenden, aber sehr wohl einleuchtenden Schlussfolgerungen feststellen, dass die eigene gedankliche Freiheit durchaus noch entwicklungsfähig ist. Oder wären Sie von sich aus auch auf den Vorschlag gekommen, endlich Fortbildungen (Ausbildungen ?) für Prostituierte einzuführen ? Oder auf den Gedanken, bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr Prostituierte mitzuschicken ("Frau Oberstfeldprostituierte" ?), um Zwangsprostitution im Umfeld der Garnisonen zu vermeiden ?

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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Titel wirkt verführerisch. Aber dann wird der Leser
aufgeklärt. Radikal und gründlich. Tamara Domentat
läßt keines der 71 von ihr gefundenen Klischees über Prostitution und Sexualität und unbeleuchtet. Der wahre Kern dieser Klischees, falls vorhanden, wird gewürdigt, alle Übertreibungen werden gnadenlos zurecht gestutzt. Mit scharfem Intellekt
(manchmal in der Wortwahl leider etwas zu akademisch, dennoch gut zu lesen), setzt sich
die Autorin mit fast allen Erscheinungsformen der Prostitution
immer im Zusammenhang mit dem gesellschaftlich Umfeld und dem
Wertewandel in der Sexualmoral auseinander. Sie hat lange und gründlich recherchiert und kam zu überraschenden Ergebnissen: Nicht ist so, wie es zu sein scheint.
Ein Buch für alle, die schon immer hinter die Kulissen schauen wollten und nicht an das glauben, was uns die Mainstream - Berichterstattung so serviert.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer meint, daß sich hinter dem Titel ein "aufreizender" Lesestoff verbirgt irrt. Die Autorin hat mit sehr viel Mühe und Sachverstand über den Aufbau-Verlag in Berlin zum Metier "Prostitution in Deutschland" einen sachlich einwandfreien "Lesestoff" geliefert. Da die Autorin wohl selbst nicht aus dieser Berufsgruppe stammt, hat sie es hervorragend verstanden, beide Seiten, also die der Kunden als auch der Prostituierten darzustellen. Wer selbst Bordellbesucher ist oder es einmal selber ausprobierten möchte, wird feststellen, daß die Autorin des Pudels Kern exakt trifft. Männer erfahren hier viel über "IHR" Inneres, oder finden sich wieder. Sehr empfehlenswert auch für Frauen aus dem "Nichtmetier", die mehr über die inneren Denkschemata von Männern wissen wollen. Deswegen aus meiner Sicht ein "Pflichtbuch", wer in einer Beziehung lebt oder künftig leben will.
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