Folgende Überlegungen haben mich dazu bewegt, diese Matte als Unterlage fürs Backen zu bestellen:
- Die Matte lässt sich gut verstauen und nimmt nicht viel Platz weg.
- Die Matte kann einfacher gereinigt werden als eine Arbeitsplatte. Man kann sie auch in die Spülmaschine tun.
- Beim Ausstechen stechen die Formen in das weiche Silikon und beschädigen oder verkratzen nichts.
Nach meiner ersten Back-Aktion mit der Matte am heutigen ersten Advent muss ich aber leider sagen, dass die Matte mir das Backen nicht erleichtert hat, ganz im Gegenteil. Ich habe "Spitzbuben" gebacken - ein Rezept mit ziemlich klebrigem Teig (durch den hohen Butteranteil). Die Matte habe ich dabei lediglich als Ausrollmatte, nicht als Backmatte im Backofen verwendet.
Auf der Verpackung der "Lurch Ausroll- und Backmatte" steht "Mehlen überflüssig". Das hat bei meinem Spitzbubenteig heute definitiv nicht zugetroffen. Der Teig blieb an der Matte kleben und riss die Matte deshalb von der Arbeitsplatte los.
Die meiner Meinung nach völlig überflüssigen reliefartigen Kreise und Beschriftungen auf der Matte erinnern mehr ans technische Zeichnen als ans Backen und führen dazu, dass einmal festgeklebter Teig nur mit viel Fummelei und Geduld wieder vollständig von der Matte entfernt werden kann - oder eben in der Spülmaschine, wobei sich hier die Frage stellt, wie man die Matte in die Spülmaschine hineinlegen soll, so dass sie ordentlich gereinigt wird (zusammengerollt jedenfalls nicht). Wären die Kreise und Beschriftungen eben (flach), wie etwa bei der Ausrollmatte von Tupperware (nein, ich habe kein besonderes Verhältnis zu dieser Firma), dann würden sie zumindest nicht stören. Außerdem war mir persönlich die Matte tendenziell zu klein, um nicht auch die Arbeitsfläche rundherum zu verschmutzen.
So bin ich heute schließlich auf die Küchen-Arbeitsplatte und den Einsatz von Mehl umgestiegen - und plötzlich hat alles wunderbar funktioniert.
Mag sein, dass die Matte als Backpapierersatz im Ofen sinnvoll sein kann. Für mich allerdings ist dieser Einsatz u.a. aus (möglicherweise unbegründeter) Furcht vor Ausdünstungen und sonstigen chemischen Reaktionen nicht interessant.
Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, mir entweder ein großes (und zugegebermaßen sperriges und nicht ganz einfach zu reinigendes) Backbrett aus Holz zuzulegen, oder dauerhaft die Küchenarbeitsplatte als Arbeitsfläche zum Backen zu verwenden.