Naturgemäß gibt es zum gleichen Produkt positive und negative Rezensionen. Ich arbeite mit LUDWIG, seit LUDWIG 2 herausgegeben wurde. Heute natürlich mit LUDWIG 3. Und ich meine, wenn hier negative Rezensionen geschrieben werden, dann weil die Einarbeitung in ein Musikprogramm eben immer viel Arbeit ist, bis man so virtuos damit umgehen kann, dass man das erhält, was einem vorschwebt. Es liegt natürlich auch an der Erwartungshaltung. Meine war so: Aha, hier kann ich im Noteneditor meine Melodie eingeben, dort ein "Arrangement" auswählen, und fertig ist die Komposition! Und es war auch so! Ein Melodiechen - sicher kein Meisterwerk - wurde von LUDWIG veredelt und orchesterfüllend fertiggestellt, wobei die Schwächen der eigenen Melodie durch LUDWIG mehr als ausgeglichen wurden.
Ich habe lange so gearbeitet und mich an LUDWIG gefreut. Dann wollte ich mehr und begann, meine eigenen Arrangements zu schreiben. Das geht ganz einfach. Denn, was man dort festlegt, kann man ja unverzüglich mit ein paar Notenzeilen komponieren lassen und dann anhören. So kann man immer mal wieder korrigieren, bis man den optimalen Klangraum gefunden hat. Natürlich beschäftigt man sich damit Stunden, Tage und Wochen (wenn man sehr selbstkritisch ist), aber man lernt und wird immer schneller.
Mittlerweile habe ich 2 Symphonien mit je fast 3/4 Stunden Länge mit Ludwig komponiert und sie bei Jamendo eingestellt. Sie finden ihre Hörer. Man kann so ziemlich alles mit Ludwig machen - wenn man die Übung und Routine dazu erworben hat.
Ohne Fleiß kein Preis. Das gilt für ein Musikprogramm mit erheblicher Komplexität genau so wie für das Erlernen eines Instruments. Man darf sich eben nicht entmutigen lassen. Wenn man so handelt, dann ist LUDWIG das beste und wunderbarste Werkzeug, dass man sich zum Komponieren wünschen kann. Sie haben mit LUDWIG nahezu keine Grenzen in der Freiheit der Komposition! Es ist alles nur eine Frage der intelligenten Mixtur.
Es wäre zu wünschen, dass LUDWIG viel weiter verbreitet wird. Es ist eine wunderbare Erfahrung, wie plötzlich eigene Melodien, die einem seit Jahren im Kopf herumschwirren, zu wirklichen Musikstücken werden, ohne dass man tatsächlich ein Instrument spielen muss, geschweige denn ein eigenes Orchester zur Hand hat.