... und zwar in vielerlei Hinsicht!
Hofmann, mehr oder minder unfreiwilliger 'Entdecker' der halluzinogenen Stoffverbindung Lysergsaeurediethylamid, vermag es mit diesem, aus eigenen Erfahrungen bestehenden Werk gaenzlich, das informationelle Interesse an dieser >> Wunderdroge << auf einen Hoehepunkt, wenn nicht gar darueber hinaus, zu steigern.
Angefangen bei der Synthetisierung und ersten Selbst- sowie Fremdversuchen schildert er, wie dieser Stoff das eigene Leben und auch das vieler Anderer positiv wie negativ beeinflusste & veraenderte.
Nicht nur schafft der Schweizer es hervorragend, weder Moral- noch Drogenapostel abzugeben, sondern einfach nur eigene Ansichten darzulegen - auch gelingt es ihm, den Leser trotz oder gerade wegen trockener Schreib- und Darstellungweise ungemein zu fesseln.
Ob Expeditionen in mexikanische Gefilde zum Zwecke der Erforschung dort anzufindender sakraler Drogen wie des Pilzes Teonanacatl bzw. des Aztekensalbeis, oder auch die Schilderung verschiedenster Brieffreundschaften und Kontakte mit Schriftstellern, Forschern / Doktoren sowie LSD-Benutzern - immer ist es vorhanden, dieses 'Mittendrin-Gefuehl'.
Selbst das Kapitel ueber griechische Mythologie und bereits vor ewigen Zeiten durchgefuehrte Ritualzeremonien zur Erlangung mystischer Visionen, passt ins faszinierende Gesamtbild.
Egal ob absoluter Einsteiger in Sachen halluzinoger Psychedelika oder bereits mit Fakten vollbepackter "Drogenprofi" - all denen sei dieses Buch empfohlen, die ein Grundverstaendnis und vorallem die Grundphilosophie in Sachen LSD zu erlangen bezwecken.
5/5 Sterne, da es lange kein Buch mehr geschafft hat, mich dazu bewegen, es in wenigen Stunden durchzuarbeiten.