Ich wollte mit dem Ölfleckentferner einen etwa 1 qm großen Ölfleck, den die Hydropneumatik meines Autos auf der gepflasterten Einfahrt hinterlassen hat, entfernen. Ich erwähne dies fairerweise, weil die Konsistenz dieses Öles nicht mit der gewöhnlichen Motoröls zu vergleichen ist.
Das Öl aus der hydropneumatischen Federung ist deutlich dünnflüssiger, vergleichbar mit Kriechöl.
Ich weiß nicht wie das Ergebnis ausgefallen wäre, wenn der Fleck durch gewöhnliches Motoröl hervorgerufen worden wäre. Nun heißt das LM 3315 aber eben Ölfleck-Entferner und nicht Motor-Ölfleck-Entferner, sollte also auch für diesen Fall geeignet sein.
Ich habe das Mittel nach Gebrauchsanweisung aufgetragen und zunächst nur die vorgeschriebene Zeit, später auch mehrere Stunden einwirken lassen. Das Ergebnis änderte sich nach der ersten Anwendung kaum bis gar nicht. Der Fleck wurde deutlich blasser, an den Fugen zwischen den Steinen jedoch blieb die Verfärbung im Ursprungszustand. Die weiteren Anwendungen und längeren Einwirkzeiten brachten also keine Änderung.
Das Mittel bekommt nach dem Auftragen eine puderartige Konsistenz und staubt stark bei der Entfernung. Man sollte also beim Fegen einen Atemschutz tragen. Nach der zweiten Anwendung habe ich das Mittel gleich mit Wasser entfernt, was sich als deutlich komfortabler herausstellte. Natürlich ließ ich die Stelle vollkommen abtrocknen, bis ich den nächsten Versuch startete.
Ich bin recht zuverlässig, dass der Fleck mit der Zeit noch blasser wird und vielleicht irgendwann ganz verschwindet. Wären die Übergänge zu den Fugen noch etwas heller geworden, was den Fleck optisch deutlich weniger störend wirken lassen würde, hätte ich noch vier Sterne vergeben. Somit lande ich bei 3 Sternen!