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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tunguska-Eis,
Von Tunguska 2008 (Sibirien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: LJOD. Das Eis (Taschenbuch)
Band 1 (2) der Tunguska-Eis-Trilogie von Vladimir Sorokin2002/2004: In "LJOD. Das Eis" und "BRO" von Vladimir Sorokin wird der Tunguska-Meteorit als Brocken 'Himmlischen Eises' dargestellt, mit dessen Hilfe eine Sekte in apokalyptischer Mission die Menschheit in eine Elite von heilsbringenden Lichtgestalten und eine dem Tod geweihte Masse von 'Fleischmaschinen' trennen will. Im Moskau von heute ist eine geheimnisvolle Sekte auf der Jagd nach Menschen, die ein 'lebendiges Herz' besitzen. Nur diejenigen ihrer gekidnappten Opfer überleben, deren Herz zu 'sprechen' beginnt, nachdem es mit einem Eishammer getroffen wurde. Nach dieser ekstatischen Erfahrung ist ein normales Leben unmöglich, da alle anderen Erfahrungen im Vergleich verblassen. Die so gebildete geheime Bruderschaft schöpft ihre spirituelle Kraft aus dem urzeitlichen Eis des sibirischen TUNGUSKA-Meteoriten. Die Sekte zählte bereits in Hitlers SS und in Stalins Geheimgarde Mitglieder und verfolgt das Ziel, die - von Sex und Gewalt verdorbene - Erde auszulöschen und zur ewigen Existenz zurückzukehren. LJOD ist ein Roman über die menschliche Suche nach dem verlorenen Paradies. In seinen vier Teilen verbindet er meisterhaft die verschiedenen Genres der Action- und Fantasyliteratur und des modernen russischen Kriminalromans mit satirischen Elementen. Auf diese Weise entsteht ein kühner und zugleich atemberaubend spannender Text. "Das Eis" ist mein erster Roman, bei dem nicht die Form, sondern der Inhalt an erster Stelle steht. (Vladimir Sorokin) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Zu viel für einen Kopf,
Von
Rezension bezieht sich auf: LJOD. Das Eis (Taschenbuch)
Nach Bro war ich mir noch unsicher, nach LJOD kann es keinen Zweifel mehr geben: Sorokin ist ein Meister!War Teil 1 noch einlinig als Biografie des Sektengründers Bro vorgetragen worden und lebte dieser ganz ausschließlich von einer berückenden Geschichte, so zieht Sorokin in Teil 2 (der werkchronologisch früher entstand) alle Register. Vier Teile hat das Buch. Im ersten wird der Leser Zeuge neuer Erweckungen, diesmal im zeitgenössischen Russland. Ungeschminkt und gnadenlos wird in die hässliche Welt der Drogen, Nutten und Mafiosi hineingeleuchtet, wird ein ganzes Segment der russischen Gesellschaft sichtbar gemacht. Da geht es hart zu! Aber in der russischen Geschichte ging es schon immer hart zu. So auch im zweiten Teil, einer erneuten Ich-Erzählung, diesmal der zweiten Generation der "Sekte". Deren Geschichte reicht von KZ- und SS-Erfahrungen über GULAGs, stalinistische Säuberungen etc. bis hin zur Perestroika. Erbarmungslos, wie überall, legt Sorokin den Zynismus der Macht frei, beschreibt die Mechanismen des Totalitarismus, die Logik der Auserwählten. Bei alldem fühlt man sich irrwitzigerweise den Ideen der Verkünder des Lichts nahe, denn wer spürt nicht das heimliche Bedürfnis, endlich "aufgeklopft" zu werden, den eingefrorenen Gefühlen freien Lauf zu lassen, endlich weinen zu dürfen, endlich alle Herzenspanzer aufzubrechen? Das große Verlangen nach der ultimativen Einheit mit dem Sein. Macht Sorokin sich darüber lustig? Nimmt er es ernst? Die größte Stärke der beiden ersten Romane ist die absolute Beteiligungslosigkeit des Autors; nur so kann das Werk auf vielen verschiedenen Ebenen funktionieren und nur so bleibt es interpretationsoffen und virulent. Und als wäre das nicht genug setzt Sorokin auch noch eine unverschämt ironische Schlussnote - das Heiligtum Ljod wird zum Werbe- und Marketingereignis. Zu viel für einen Roman? Esoterik und Philosophie, New Age und Totalitarismus, Realismus und Science Fiction, Ernsthaftigkeit und Farce ... ? Mag sein. Zu viel für einen Kopf allemal! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Buch ist ein Rausch (und es besteht Suchtgefahr),
Rezension bezieht sich auf: LJOD. Das Eis (Taschenbuch)
Hat man die ersten 170 Seiten überstanden, kann einen nichts mehr davon abhalten sich in dieses Buch zu verlieben.Als ich es ausgelesen hatte, blätterte ich sofort an den Anfang und wollte es von Neuem zu lesen beginnen (was ich gern getan hätte, wäre es nicht schon 4 Uhr nachts). Die Geschichte werden vielleicht einige weit hergeholt nennen, aber sie ist logisch aufgebaut und erklärt viele historische Ereignisse. Hätte man gedacht, dass der Massenmord, der von den Nazis verübt wurde, von Menschen ünterstützt wurde, die gelernt haben auf ihr Herz zu hören!... Das hört sich sehr provokant an und macht hoffentlich auch neugierig auf dieses Buch, das ich jedem nur empfehlen kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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