Diese Rezension ist zusätzlich ein Vergleich zwischen den Modellen
W2442PA und W2442PE, da ich zuerst den
W2442PA bestellt hatte. Vermutlich ist der
W2442PA das Vorgängermodell des W2442PE, da der W2442PE noch auf der LG-Homepage aufgelistet ist, der
W2442PA allerdings nicht mehr. Rein von den Eigenschaften, die von LG angegeben werden, unterscheiden sie sich nicht, und auch ich konnte (kaum) Unterschiede entdecken.
Ich suchte einen Monitor, mit...
...Full-HD-Auflösung, hauptsächlich für Filme
...guter Reaktionszeit, da ich auch gerne mal Actionspiele spiele
...möglichst wenig "Ghosting", welches auftritt, wenn beim Scrollen für Sekundenbruchteile der Text an mehreren Stellen zu sehen ist, er also nicht schnell genug ausgeblendet wird (Nebeneffekt der Reaktionszeit)
...kaum "Korona-Effekt", der, um bei dem Beispiel zu bleiben, sich bei scrollendem schwarzen Text in hellen Konturen zeigt, teilweise sogar in auffälligen Farben wie Rot
...einer Möglichkeit, die Seitenverhältnisse "manuell" am Monitor umzustellen, z.B. von 16:9 zum klassischen 4:3, das von einigen alten Spielen benötigt wird
...einer möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung, da mich beim Filmegucken auf meinem alten Monitor die Lichthöfe oben und unten gestört haben, die bei "Filmbalken" eben zu sehen sind
...guten Inputlagwerten, die die Verzögerung zwischen dem Senden (von Seiten des Computers) und Empfangen (von Seiten des Bildschirms) des Signals beschreiben, obwohl ich als Gelegenheitsspieler davon wahrscheinlich sowieso nichts gemerkt hätte
...guten Schwarzwerten, damit dunkle Szenen in Filmen auch gut herüberkommen
...möglichst getreuer Farbwiedergabe
...DVI-Anschluss
...einem festen Stand.
All das bieten die Modelle
W2442PA und W2442PE.
Da es zum Modell W2442PE kaum Tests gibt, entschied ich mich für den
W2442PA, der laut Tests all die von mir gewünschten Eigenschaften aufwies. Allerdings hatte er einen großen Makel, den die Tests verschwiegen: Das Netzteil. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass Monitore Geräusche von sich geben können. Ich schickte den Monitor zurück.
Außerdem erwähnenswerte Eigenschaften (beider Panels) sind:
+ die Pivotfunktion, die ich allerdings nicht nutze
+ dass man das OSD auf Deutsch umstellen kann
+ die grellblau leuchtende Betriebsanzeige, die man (zum Glück) im OSD ausschalten kann
+ die Einstellung Schwarzwert, die allerdings nur beim Anschluss über ein HDMI-Kabel zugänglich ist und in ihren beiden Varianten "hoch" und "tief" eine weitere Einstellungsmöglichkeit in punkto Kontrast von dunklen Farben bietet
+ dass bei keinem der Monitore ein Pixelfehler zu sehen war, allerdings ist diese Eigenschaft ja immer Panelspezifisch
+ der 3,5mm-Klinkenstecker-Eingang für Kopfhörer
+ dass der Rahmen und der Monitor matt sind und den Staub nicht allzu magisch anziehen oder Licht ungewünscht reflektieren
o dass der Monitor Lautsprecher hat, die bestenfalls für die Windowssounds zu gebrauchen sind, was aber bei fast allen Monitoren der Fall ist
o die vermutlich aufgrund der Pivotfunktion recht hohe für mich am Anfang gewöhnungsbedürftige Lage des Panels, dass erst knappe 13 Zentimeter über dem Tisch beginnt. Inzwischen ist dies in meinen Augen ein Pluspunkt
- Tinnitus im Standby:
Der Monitor gibt im Standby einen sehr leisen, hohen Ton von sich, so dass ich zwischenzeitlich dachte, ich hätte einen Tinnitus. Aber welcher Tinnitus verschwindet, wenn man sich die Ohren zuhält? Diesem Problem kann man mit einer abschaltbaren Steckerleiste gut begegnen.
- Auch im Betrieb nicht geräuschfrei:
Sobald man die Helligkeit, die werkseitig auf 100 eingestellt ist, herunterstellt, hört man vom Monitor ein ganz leichtes Summen. Hier spalten sich die Geister: Ich habe einige Leute "mal hören lassen", und die meisten meinten, sie hörten nichts, und wenn, dann würde es sie nicht stören. Andere wiederum hörten das Geräusch und sagten, dass sie es bestimmt immer hören würden, wenn sie vor dem PC säßen. Man kann sich darauf einschießen.
- Nach automatischer Monitorabschaltung reagiert der Windows Explorer nicht mehr (nur HDMI):
Ein seltsames Phänomen, das allerdings auch am Computer liegen kann, da es auch ein Softwareproblem ist. Mein Betriebssystem ist Windows 7 Home Premium 64bit. Nach 10 Minuten Inaktivität soll sich der Monitor ausschalten. Allerdings kommt dann dauerhaft die Meldung "Signalkabel prüfen", und der Monitor wird augenscheinlich nicht ausgeschaltet. Drückt man nun eine Taste auf der Tastatur, um den Rechner wieder zu nutzen, dauert es lange, bis das Bild aufgebaut ist, und der Windows Explorer ist abgestürzt. Dieses Phänomen tritt allerdings nur auf, wenn ich meinen Computer mittels eines HDMI-Kabels mit dem Monitor verbinde. Mit DVI oder VGA gibt es keinerlei Probleme, dort schaltet der Monitor in Standby und die Lampe leuchtet orange. Will ich also die erwähnte Schwarzwert-Einstellung nutzen, muss ich mit diesem Problem leben.
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Lieferumfang:
Zum Lieferumfang gehören ein VGA-Kabel, ein DVI-Kabel, ein Audio-Kabel, ein Stromkabel, eine Software-CD und ein dünnes Garantieheft.
Auf der Software-CD befinden sich:
- Ein 26-seitiges Benutzerhandbuch, in der irrtümlicherweise auch steht, man könne den Monitor auf seinem Fuß drehen (Swivelfunktion), das aber ansonsten eine ansehnliche Einleitung in die Bedienung und Funktionsweise bietet sowie einige Hinweise enthält.
- Die Software fortePivot, mit deren Hilfe man die Anzeige des Monitors drehen kann, wenn man z.B. den Monitor ins Hochformat gedreht hat. Diese Software sollte eigentlich überflüssig sein, das kann das Catalyst Control Center bei ATI-Grafikkarten ebefalls und bei Nvidia-Grafikkarten wird es auch eine entsprechende Option geben.
- Ein Treiber, der sich unter Windows 7 nicht installieren lässt. Auf der Homepage gibt es einen Treiber für Windows 7, aus dem ich allerdings auch nicht schlau werde. Ganz zu schweigen von der Frage, wofür ich einen Treiber für den Monitor brauche.
- Verschiedene Dokumente, deren Sinn sich mir nicht erschließt. Genauso merkwürdig ist in meinen Augen, dass Adobe Acrobat 4.0 zum Öffnen der Dokumente auf der CD installiert ist.
Einstellungen des OSD:
Falls es jemanden interessiert, hier einmal die von mir genutzten OSD-Einstellungen, die ich einem Test des
W2442PA entnommen habe und mit denen ich sehr zufrieden bin:
Bild: Helligkeit 41 - Kontrast 70 (Werkeinstellung, subjektiv passend) - Gamma 0 - Schwarzwert HOCH (nur HDMI)
Farben: Vorein sRGB - Rot 49 - Grün 45 - Blau 50
Setup: Sprache Deutsch - Betriebsanzeige AUS
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Fazit:
Der W2442PE ist ein optisch ansprechender Monitor, sei es die
-BF (schwarz) oder
-SF (silber)-Variante. Der
W2442PA ist meiner Meinung nach derselbe Monitor mit lauterem Netzteil. Man bekommt einen Monitor, mit dem man wunderbar Filme gucken kann. In der ersten Zeit habe ich weniger die Filme als die schwarzen "Filmbalken" angeguckt, die wirklich schwarz sind, ganz im Gegensatz zu anderen Monitoren. Spiele wie z.B. Split/Second oder Mass Effect 2 sind ebenfalls ein Augenschmaus, solange der Computer die nötige Leistung bringt. Zum Surfen und für normale Büroaufgaben ist der Monitor natürlich auch geeignet, aber meiner Meinung nach etwas "überqualifiziert".
Ich vergebe 4 von 5 Sternen, weil ich keine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben kann, da das Netzteil, zumindest von mir, zu hören ist. Die sogenannten "Silent-Freaks" würden wahrscheinlich am Rad drehen, während Otto-Normal-Verbraucher sich über den tollen Monitor freut. Jeder muss selbst wissen, zu welcher Gruppe er gehört oder das Risiko eingeht und gegebenenfalls den Monitor zurückschickt.