Das der Beamer vom BluRay-Player zugespieltes Material auf das Seitenverhältnis 16:10 verzerrt ist ja hinlänglich bekannt.
Aber eigentlich ist es noch ein wenig ausgeprägter. Ich habe heute einen PC als Zuspieler verwendet und verschiedene Auflösungen ausprobiert. Das Ergebnis ist immer dasselbe. Selbst 1024x768 (4:3) wird auf 16:10 in die Breite gezerrt.
Vom LG-Support erhielt ich damals die Aussage, das es sich hierbei nicht um einen Fehler in der Software handele, sondern der Beamer ein 16:10 Gerät sei. Als Wiedergabegerät eines BluRay-Player sei er nicht geeignet.
Meinen Einwand, das der integrierte Mediaplayer jegliches Material verzerrungsfrei wiedergibt, es also technisch durchaus möglich scheint auch externes Material proportional zu skalieren, wolle man aber gern als Verbesserungsvorschlag nach Korea weiterleiten. Und nein, man wisse nicht, ob mit einem Softwareupdate zu rechnen sei, es gäbe ja keinen Fehler.
Auf seiner Produktseite hingegen verspricht LG auch am BluRay-Player das "perfekte Filmerlebnis"
Zitat: "720/24p HDTV - Dank der hohen Auflösung liefert dieser LG Projektor Bilder in HD Qualität (720p). Beim Abspielen von Filmen auf Blu-rays und DVD werden Bilder im 24p Modus ruckelfrei ausgegeben. Damit erzielen Sie das perfekte Filmerlebnis."
Komischerweise konnte der Vorgänger, der
HX300G noch jegliches externe Material proportional skalieren. Egal was ich ihm zuspielte, der ergänzte passende schwarze Balken oben und unten so, dass die Proportionen erhalten blieben. Der HW300Y kann das nicht mehr.
Der
HX300G ist aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss, bei dem verzerrt nämlich der interne Mediaplayer alles was nicht 4:3 oder 16:9 ist auf eben diese beiden Seitenverhältnisse. Filme im 2,35:1-Format sind dann entsprechend in die Höhe gestreckt.
Ich hab das vor Rückgabe des HX300G nochmal mit beiden Geräten durchexerziert um hier nichts falsches zu schreiben.
Ganz anders der Mediaplayer des HW300Y, der verdaut alles. egal wie hoch, wie breit, die Proportionen passen immer. Festplatte dran, Verstärker am Kopfhöreranschluss angedockt und der Spaß kann beginnen.
Man muss sich also entscheiden, ob vom externen Player wiedergegeben werden soll, das sollte dann ein Computer sein der schon 1280x800 anliefert und dessen Mediaplayer das Skalieren überlassen.
Oder man beschränkt sich auf die Wiedergabe von Videos vom USB-Datenträger, das beherrscht der nämlich perfekt.
Oder natürlich, man nimmt die Verzerrungen einfach in Kauf.
Ich jedenfalls hänge jetzt den HX300G an die Decke, mit HDMI kann der nämlich umgehen, und packe den HW300Y in die Reisetasche, der verträgt sich immerhin mit USB-Festplatten, meinem Kopfhörer und meinem Laptop so gut.
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Update 13.03.2012:
Den HX300G habe ich nun doch zurückgegeben. Ich hatte zwar in beinahe böswilliger Absicht eine Nachbesserung verlangt, aber wie erwartet kam nur das Geld zurück.
Der HW300Y hingegen ist über WLAN updatefähig, da besteht also noch Hoffnung.
Und jetzt gibts Punktabzug von 3 auf 2 Sterne:
Das nachfolgende hab ich leider erst kürzlich entdeckt.
Im offiziellen und moderierten LG-Forum forum.lg.de/viewtopic.php?f=16&t=742&hilit=hw300g schrieb Support Maik (LG Support Team) am 28. Nov 2011:
"die Darstellung der HW300 ist leider nicht änderbar, da die Auflösung Nativ 16:10 ist."
und am 10. Jan 2012 fügte LG_ISP_RENE hinzu:
"... die Einwände und Kritik an dem 16:10-Problem ist angekommen und wird bearbeitet. Der Grund für das 16:10-Seitenverhältnis wurde hier bereits genannt. Es ist die native Auflösung. Wir haben uns das auch genau angesehen und gibt zwei Wege um euren/Ihren Wünschen zu entsprechen. Schwarze Balken links und rechts oder etwas von Bild abscheiden (oben und unten). Hier sind die Grenzen des Möglichen leider klar gesetzt."
Das ist doch wirklich verblüffend, gestern wollte man noch "intelligente und modernste Technologien ... entwickeln, die für unsere Kunden ein echtes Erlebnis darstellen" (Zitat von [...]) und heute hat man schon vergessen wie Letterboxing funktioniert, sieht "die Grenzen des Möglichen leider klar gesetzt" und versucht das Ganze als besonderen Wunsch der Forumsteilnehmer kleinzureden.