Ausgezeichneter Monitor!
Vor allem der Kontrastwert ist sichtbar gut. Wenn der Monitor "schwarz" zeigt, dann ist das wirklich kohlrabenschwarz, wie ein CRT! Mein alter Monitor war ein "LG L1952T". Der hatte einen Kontrast von 1000:1 und konnte kein solches "Tiefschwarz" erzeugen. Ich empfehle gleich als erstes "TFT-Test.exe" zu verwenden (google.de), ein Pixelfehler-Testprogramm, welches den kompletten Monitor in den drei Grundfarben rot, grün, blau sowie schwarz und weiß darstellt (Farben wechseln per Druck auf die Leertaste). So erkennt man auf den ersten Blick sowohl aktive als auch passive Pixelfehler zuverlässig und darüber hinaus kam man "das perfekte Schwarz" bewundern.
Mein Monitor war wie bei den anderen Rezensienten ebenfalls vollkommen pixelfehlerfrei und hatte ebenfalls Fingerabdrücke auf dem Panel, was mich aber überhaupt nicht störte, weil ich jeden neuen Monitor ohnehin gleich nach dem Pixelfehlertest mir Fensterputzmittel grundsäubere.
Ein paar Worte zu "Wolfgang S. aus D.":
Die DVI-D-Schnittstelle transferiert grundsätzlich nur digitale Signale. Nur DVI-I kann sowohl digital als auch analog verarbeiten. Als Signaleingang ist das natürlich teurer und es macht iom Fall eines Bildverarbeitungsgerätes auch keinen Sinn, weil das analoge Signal nimmt ja die VGA-Schnittstelle entgegen. Also genügt ein preiswerter DVI-D für digitale Eingangssignale. Weder dem Monitor noch Amazon gebührt daher Kritik. Alles war korrekt angegeben. Den Unterschied von DVI-D und DVI-I muss man sich allerdings selber anlesen. Wikipedia oder prad.de beantworten das in wenigen Minuten.
Im übrigen hat der von dir erwähnte "Samsung 2232BW" neben der VGA- ebenfalls nur eine DVI-D-Schnittstelle. Du würdest mit diesem Gerät also - wie du selber bereits vermutest - vor demselben Problem stehen.
Wozu eigentlich benötigt man bei einem TFT-Monitor eine Bedienungsanleitung? Ein bisschen an den Tasten drücken und man ist in 5 Minuten mehr im Bild als nach einer halben Stunde des Lesen von "Hinweisen" wie: "Gerät nicht von Kleinkindern verschlucken lassen. Gerät nicht ins Wasser tauchen". Wenn man dann noch weiß, dass man TFTs grundsätzlich mit 60Hz und in der nativen Auflösung betreiben soll, weiß man alles was man wissen muss.
Tatsächlich kritikwürdig sind hingegen deine beiden Grafikkarten. Wenn die einen DVI-I-Ausgang haben und an dem auch nur analoges Signal ausgeben, ist ja der ganze DVI-Ausgang ad absurdum geführt, denn das analoge Signal liefert ja bereits der VGA-Ausgang. Damit ist die DVI-Buchse ziemlich sinnlos und wohl eher die übliche "Kundenkosmetik" in der Preislage mondäner Kupferkühler, blau illuminierter Transparent-Lüfter oder pinkfarbener Platinen.
Weiterhin verbraucht der LG laut Hersteller maximal 40 Watt. (Der Samsung hingegen - wie die meisten 22''er - 50 Watt.) Da viele Monitore in Sachen Ausstattung und Bildqualität nahezu identisch sind, war das letztlich der Grund, warum ich den LG gewählt habe. 10 Watt Differenz in der Leistungsaufnahme klingt nicht viel, summiert sich aber durchaus wenn man den ganzen Tag am Rechner arbeitet. Bei 10 Stunden täglicher Betriebsdauer sind das in 10 Tagen eine Kilowattstunde und im Jahr über 300 kWh, was ca. 60,- in der Jahresendabrechnung ausmacht (bei gerundeten -,20 €/kWh).
Meine eigenen Messungen mittels geeichtem Stromverbrauchsmessgerät ergaben ganze 18 Watt, bei weißem Hintergrund! Das ist einfach perfekt und berechtigt volle 5 Sterne. Beim heruntergefahrenen Monitor (Front-LED=gelb) und im ausgeschalteten Zustand zeigte das Messgerät übrigens "0 Watt". Es gibt also keinen messbaren schleichenden Standby-Verbrauch.
Dass Amazon allerdings Fotos von dem Monitor mit schwarzer Front (was tatsächlich erheblich besser aussieht als silber) einstellt, ist in der Tat nicht zu entschuldigen. Dass erfüllt den Tatbestand der Irreführung. Die Fotos sollten umgehend geändert werden.