Ich möchte jetzt einmal, nach ca. 3 Wochen, seitdem ich den Monitor habe, meine Eindrücke etwas schildern:
Gehäuse:
Einer der Kaufgründe war das sehr schlanke und dezente Gehäuse des 21,5-Zöllers. Durch die LED-Beleuchtung kommt es oben nur auf ca. 1,8 cm Tiefe. Ich habe den Monitor unter einer Dachschräge stehen, daher bin ich für jeden Millimeter Platzgewinn dankbar. Der Rand um das Display ist an den Seiten und oben 2,4 cm breit und damit auch ok. Der untere Displayrand ist ca. 11,5 cm von der Schreibtischplatte entfernt. Leider kann man den Monitor nicht in der Höhe verstellen, man hat nur die Möglichkeit, ihn um ein paar Grad zu kippen, was auch sehr gut funktioniert.
Zu Beginn ist nur der Standfuß zu montieren, der zwar nur aus Kunststoff besteht, den Stumpf des Monitors aber sicher aufnimmt. Alternativ wird in der Anleitung auch angeboten, den Monitor ohne Standfuß aufzubauen, indem man den Stumpf mittels eines Druckknopfes nach hinten abknickt. Dadurch steht der Bildschirm dann auf seinem Gehäuserahmen, welcher extra an der Unterseite mit Gumminoppen versehen ist, und dem Stumpf als Stütze, wie ein Bilderrahmen. Dies wird vom Hersteller für die Verwendung als Zweitmonitor neben dem Notebook empfohlen und habe ich daher garnicht erst getestet, denn ich verwende ihn als einzigen Desktop-Monitor.
Design:
Das Design ist natürlich sehr schick, alles ist in schwarzer Klavierlackoptik gehalten, selbst die Rückseite, und der untere Rand des Bildschirms ist in einem dezenten, scheinbar unter der Oberfläche liegenden Violett-Streifen abgesetzt. Bei genauerer Betrachtung unter hellem Licht zeigt sich, dass eigentlich nur die Rückseite wirklich schwarz ist, während der von vorne sichtbare Rahmen und der Standfuß komplett aus sehr dunklem, violetten und leicht transparenten Kunststoff besteht. Dann sieht man leider auch die Kunststoffverstrebungen im Inneren, aber wie gesagt nur bei sehr hoher Lichteinstrahlung. Die Klavierlackoberfläche hat natürlich die bekannten Nachteile: Staubfang und Kratzempfindlichkeit. In der Verpackung sind alle Oberflächen aber sorgfältig mit rückstandslos zu entfernender Schutzfolie abgedeckt.
Die Bedienung des Monitors erfolgt nicht über Knöpfe sondern mit Sensortasten, die auf eine leichte Berührung reagieren. Dies ist auch sehr sinnvoll, da der Monitor zwar an sich stabil steht, aber sehr leicht ins Wackeln gerät und deshalb Druckknöpfe bei jeder Eingabe ein furchtbares Gewackel auslösen würden. Es gibt sechs Menütasten und eine Ein-/Ausschalttaste, welche alle schön lila belechtet sind (wahlweise abschaltbar, dann findet man die Tasten allerdings schwer). Die Menütasten sind kontextsensitiv, ihre momentane Funktion wird direkt darüber auf dem Bildschirm angezeigt und inaktive Tasten werden auch nicht beleuchtet. Bei einem Druck (oder eher Berührung) leuchten die Tasten etwas heller auf, und auch die Animationen beim Ein- und Ausschalten sind schön anzusehen.
Display:
Darauf kommt es ja eigentlich bei jedem Bildschirm an. Ich werde jetzt keine Zahlenwerte liefern, sondern nur, was mir aufgefallen ist; ich bin in dieser Hinsicht auch kein Experte.
Die Farben werden, was ich bisher gesehen habe, sehr schön dargestellt, und die Ausleuchtung ist, wie man es von einer LED-Beleuchtung erwarten sollte, gut und vor Allem gleichmäßig. Die Blickwinkelabhängigkeit ist in der Horizontalen ziemlich gut, so dass man auch mit mehreren Personen vor dem Bildschirm sitzen kann. Vertikal allerdings ist der optimale Blickwinkel stark eingeschränkt. Wenn man also zu nah vor dem Bildschirm sitzt, schaut das Bild oben anders aus als unten. Gerade feine Farbabstufungen sind dann unten nicht mehr zu unterscheiden. Man sollte also darauf achten, dass man weit genug vom Monitor entfernt sitzt, und der Winkel auch stimmt. Dann ist das Bild aber sehr schön. Bei schnellen Spielen wie einigen einschlägigen Shootern konnte ich keine Schlieren erkennen, der Monitor ist für Spieler, wie ich es auch einer bin, gut geeignet. Auch Blu-Ray-Filme sind herrlich anzusehen.
Ausstattung:
Mit HDMI, DVI-D und D-Sub lassen sich alle möglichen Zuspieler anschließen. Der Monitor besitzt keine Lautsprecher, aber HDMI-Sound lässt sich an einer Kopfhörer-Buchse wiedergeben. Ein schönes Ausstattungsmerkmal ist der Helligkeitssensor, der die Beleuchtungsstärke der Umgebungshelligkeit anpasst. Das finde ich sehr praktisch, da sich bei mir die Lichtverhältnisse über den Tag sehr verändern. Man sollte allerdings darauf achten, den Sensor, der neben den Bedientasten liegt, nicht unnötig abzuschatten, da das Bild dann doch recht dunkel wird. Wem das überhaupt nicht zusagt und wer immer ein gleich gutes Bild sehen möchte, der kann die Helligkeit natürlich auch manuell fest einstellen.
Das Menü ist auch sehr schön, groß und übersichtlich. Mittels einer beiliegenden Software gibt es auch noch die Funktionen DualWeb und Kinomodus, die sich dann beide über das Bildschirmmenü abrufen lassen. Wer Windows 7 hat, braucht DualWeb allerdings nicht und den Kinomodus finde ich schlicht überflüssig.
Fazit:
Alles in Allem habe ich hier einen sehr schicken, platz- und stromsparenden, spieletauglichen 21,5" Full-HD-LED-Monitor zu einem absolut fairen Preis. Auf jeden Fall klare Kaufempfehlung!